Hausmittel gegen Harninkontinenz

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. April 2015
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Harninkontinenz ist eine Krankheit, die mit zunehmenden Alter vermehrt auftritt. Mütter leiden häufiger darunter, da bei der Geburt die Muskeln, die den Urin zurückhalten, beschädigt werden können. Das beste Hausmittel gegen Harninkontinenz sind Beckenboden- und Kegelübungen.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Harninkontinenz?

  • Kegelübungen sind eine sehr wirkungsvolle Methode gegen Harninkontinenz. Als erstes muss man wissen, wo sich die Beckenbodenmuskulatur befindet, bevor man sie trainieren kann. Wenn man beim Wasserlassen den Harnfluss für kurze Zeit unterbricht, spannt man seine Beckenbodenmuskulatur an. Diese Anspannung kann man auch leicht während des Arbeitens am Schreibtisch oder beim Warten in der Einkaufsschlange vollziehen.
  • Es sollte mit kurzen Etappen angefangen werden. Am Anfang am besten die Beckenbodenmuskulatur für 2 Sekunden anspannen und dies zehnmal wiederholen. Diese Prozedur täglich fünfmal wiederholen. Sobald die Beckenbodenmuskulatur stärker wird, erhöht man die Zeit der Kontraktionen auf 5 Sekunden und so arbeitet man sich bis 15 Sekunden hoch. Es wird sich schnell eine Besserung der Harninkontinenz abzeichnen.
  • Alkohol fördert den Harndrang. Deswegen sollten Personen, die unter Harninkontinenz leiden, auf diesen verzichten.

Schnelle Hilfe bei Harninkontinenz

  • Wenn einen der plötzliche Drang überfällt auf Klo zu müssen, gibt es einen Tipp der helfen kann, diesen Drang zu unterdrücken. Man muss sich sofort hinsetzen den linken Knöchel mit gleichmäßigem Druck am rechten Schienbein von oben nach unten reiben (oder andersherum). Die Reibung übt Druck auf einen sensorischen Nerv aus, der mit unwillkürlichen Nervenfasern in Verbindung steht. Diese kontrollieren den Harndrang und helfen somit Kontraktionen der Blase zu verhindern.
  • Wer unter Harninkontinenz leidet, sollte seinen Koffeinkonsum so schnell wie möglich reduzieren. Am besten ist es, wenn man gar keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich nimmt, da Koffein harntreibend wirkt. Es sollte jedoch keineswegs auf die allgemeine Flüssigkeitszufuhr verzichtet werden (2 Liter pro Tag).
  • Rhabarber, Spinat und Erdbeeren sollten vom Speiseplan verschwinden, da sie viele blasenreizende Stoffe (Oxalate) enthalten. Finger weg auch von künstlichen Farb- und Süßstoffen.

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Alternative Heilmittel

  • Übergewicht strapaziert die Blase, da starker Druck auf sie ausgeübt wird. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind das beste alternative Heilmittel gegen Harninkontinenz. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass keine Sportart betrieben wird, bei der gesprungen werden muss, da dies bei Harninkontinenz zu einem Malheur führen kann.
  • Es gibt Tees, die gegen Harninkontinenz helfen. Hier ist ein Rezept zum selber mischen. Wenn keine dieser Zutaten vorhanden ist, kann man es sich auch in manchen Apotheken mischen lassen. 6 Teile Frauenmantel, 3 Teile Weidenröschen und 3 Teile Fenchelsamen. Hiervon einen gehäuften Teelöffel in 1 Tasse kochendem Wasser 10 Minuten ziehe lassen. Diesen Tee 3x am Tag trinken.
  • Ein weiteres alternatives Heilmittel gegen Harninkontinenz sind sogenannte Vaginaltrainer. Dies sind Gewichte, die in die Scheide eingeführt werden und dort muss versucht werden, sie festzuhalten. Dadurch müssen sich die Scheidenmuskeln zusammenziehen. Solche Trainingsgeräte kann man in größeren Drogerien in der Baby Abteilung finden, oder im Internet.
  • Omas Hausmittel gegen Harninkontinenz ist ein Umschlag aus Heublumen. Um diesen herzustellen muss man Heublumen aufkochen und in dem Sud ein Leinentuch tränken. Dieses Leinentuch sollte dann möglichst heiß (Vorsicht vor Verbrennungen am besten vorher auf einem kleinen Hautareal testen) auf die Blasengegend gelegt werden.

Weitere Informationen sind unter Harninkontinenz zu finden. Wenn der Urin eine trübe Farbe hat, der Urin blutig ist oder das Wasserlassen Schmerzen bereitet, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da dies Zeichen für eine bakterielle Infektion sind. Außerdem sollte mit einem Arzt geredet werden, wenn die Harninkontinenz es einem nicht mehr ermöglicht ein normales Leben zu führen. Oft kann die Harninkontinenz auch auf Nebenwirkungen von anderen Medikamenten beruhen.

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