Blasensteine

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. Mai 2015
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Als Blasensteine werden kleine Harnsteine (Urolithiasis) bezeichnet, die sich in der Harnblase befinden. Gebildet werden diese in der Niere und wandern von hier aus bis in die Harnblase, wo sie verbleiben und eventuell Beschwerden verursachen können.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Blasensteine?

Blasensteine sind kleine, in der Harnblase befindliche Steine, die in ihrer Größe und chemischen Zusammensetzung teilweise recht unterschiedlich sind. Blasensteine bestehen aus verschiedenen Kristallen, meist aus Kalziumoxalat.

Blasensteine können sehr klein sein, einige erreichen aber sogar die Größe eines Hühnereis. Diese Gebilde entstehen in der Niere, von wo aus sie bis in die Harnblase wandern. Verbleiben sie in der Niere, werden sie als Nierensteine bezeichnet. Auch im Harnleiter oder der Harnröhre können diese Steine verbleiben, dies ist jedoch seltener der Fall.

Von Blasensteinen können Menschen jeden Alters und beiderlei Geschlechts betroffen sein. Besonders häufig leiden jedoch ältere und übergewichtige Menschen an Blasensteinen.

Ursachen

Die Ursachen für Blasensteine sind vielfältig. Als ein Auslöser wird beispielsweise eine zu eiweißreiche Ernährung angesehen. Diese kann Blasensteine ebenso verursachen wie der ph-Wert des menschlichen Urins. Liegt dieser bei Werten zwischen 5,5 und 7, ist die Gefahr für die Bildung von Blasensteinen besonders hoch.

Auch zu viel Magnesium oder Zitrat begünstigt die Entstehung von Blasensteinen. Besonders gefährdet sind übrigens Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion, doch auch Osteoporose-Patienten leiden statistisch gesehen häufiger an Blasensteinen. Gleiches gilt für Personen, die zu wenig trinken.

Darüber hinaus kann es im Rahmen einer Diät zu Mangelerscheinungen und damit verbunden zu Blasensteinen kommen. Sind die Harnwege verstopft, kann der Urin nicht richtig abfließen und Blasensteine können die Folge sein. Wie man sieht, gibt es etliche Risikofaktoren für die Erkrankung Blasensteine.

Symptome und Verlauf

Ein ganz typisches Symptom bei Patienten mit Blasensteinen ist es, dass der Wasserstrahl während des Urinierens häufig unterbrochen wird - die Mediziner sprechen hier von einer sogenannten Stakkatomiktion. Grund für diesen unterbrochenen Wasserstrahl ist der Blasenstein: Dieser ist beweglich und legt sich immer wieder vor den Blasenausgang.

Ebenso kann es zu Schmerzen beim Wasserlassen und sogar zu Blut im Urin kommen. Häufiger Harndrang verbunden mit einer geringen Urinmenge kann ebenso auf Blasensteine hindeuten. Ebenso kann es zu Schmerzen im Unterbauch kommen, die sich bis in den Rücken ziehen können. Blasensteine können zu einer Entzündung der Harnblase führen, was vorgenannte Symptome noch verstärkt. Ob es zu den Symptomen der Blasensteine kommt, hängt in erster Linie von deren Größe ab.

Im weiteren Verlauf können Blasensteine auch nach erfolgreicher Behandlung wieder auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, diesen bestmöglich vorzubeugen. Trotz bester Vorbeugungsmaßnahmen treten bei etwa der Hälfte der Patienten jedoch neue Harn- beziehungsweise Blasensteine auf.

Diagnose

Blasensteine erkennt der behandelnde Arzt meist bereits anhand der geschilderten Symptome. Zudem untersucht er im Zweifelsfall Blut und Urin des Patienten beziehungsweise setzt sogenannte bildgebende Verfahren ein. Mithilfe von Ultraschall oder Röntgenbildern ist es möglich, die Lage und Größe der Blasensteine festzustellen. Wichtig ist es nämlich, die Blasensteine von Blasentumoren abzugrenzen. Unterschieden werden können diese jedoch recht einfach, denn Blasensteine sind frei beweglich und verändern ihre Position, wenn der Patient sich bewegt. Eine weitere Untersuchungsmethode zur Diagnose von Blasensteinen ist die Blasenspiegelung. Bei dieser untersucht der Arzt die Blase mit einem Endoskop und kann bestenfalls bereits einige der Blasensteine entfernen.

Behandlung und Therapie

Eine Behandlung der Blasensteine ist nicht immer nötig, denn häufig gehen diese von selbst mit dem Urin ab. Damit dies schneller geht, können bestimmte Medikamente wie Goldrutenkraut oder Alpha-Blocker helfen.

Wenn die Steine sich durch die Harnwege bewegen, kann dies mehr oder weniger starke Schmerzen verursachen. Diese kann man mit Medikamenten wie Diclofenac bekämpfen. Wichtig ist es, ausreichend zu trinken, damit der Blasenstein möglichst schnell abgeht.

Sind die Blasensteine zu groß, gehen diese meist nicht von alleine ab, können aber in der Regel bei einer Blasenspiegelung entfernt werden. Für diesen Eingriff ist nur eine örtliche Betäubung notwendig.

Bei den meisten Patienten wird jedoch die sogenannte extrakorporale Stoßwellenlithotripsie, kurz ESWL genannt, angewandt. Bei dieser Methode zerstören Stoßwellen die Blasensteine. Nur in ganz seltenen Fällen ist eine Operation zur Entfernung der Blasensteine notwendig.

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Vorbeugung

Das Risiko, erneut an Blasensteinen zu erkranken, kann man mit entsprechenden Vorbeugemaßnahmen gut vorbeugen. Bereits eine Umstellung der Ernährung auf eine weniger eiweißreiche Kost kann hier hilfreich sein. Stattdessen sollte man möglichst viel Ballaststoffe, wenig Salz und wenig tierische Produkte zu sich nehmen. Auch regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann helfen, Blasensteinen vorzubeugen.

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