Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Oktober 2013

Die Ovarialzyste oder Eierstockzyste ist eine Zyste (mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum) am weiblichen Eierstock, die nach dem Eisprung entstehen kann. Die Spanne der Ausprägungen reicht von einer kleinen, nicht spürbaren Zyste bis hin zu großen Zysten, die starke Schmerzen verursachen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Eierstockzyste (Ovarialzyste)?

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Als Eierstockzyste wird eine gutartige Geschwulst oder ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum an den Eierstöcken bezeichnet. Es gibt sehr kleine Eierstockzysten, die so wenig Volumen aufweisen, dass die Betroffene sie gar nicht spürt.

Andere hingegen sind groß und können einen Durchmesser von bis zu 10 cm haben. und verursachen dadurch starke Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder Rückenschmerzen, da sie auf andere Organe drücken. Zysten treten besonders oft am Anfang der Pubertät oder während der Wechseljahre auf.

Ursachen von Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Eierstockzysten treten meist infolge des natürlichen Zyklus auf. Während der Pubertät und der Wechseljahre, wenn sich die Hormone ein- und umstellen, kann es sein, dass sich aus Follikeln und Gelbkörpern von alleine Zysten bilden, immerhin handelt es sich dabei um Verletzungen des Eierstocks.

Andere Ursachen von Eierstockzysten sind die Hormone, die während der Schwangerschaft gebildet werden, oder eine bestehende Endometriose. Es gibt auch eine chronische Erkrankung, die Eierstockzysten nach sich ziehen kann, und zwar polyzystische Ovarien. Die Follikel entwickeln sich dabei ganz normal, können aber nicht wie vorgesehen platzen.

Eine weitere Form sind Eierstockzysten, die direkt neben dem Eierstock liegen und nicht von seinem Gewebe ausgehen, aber trotzdem zur gleichen Erkrankung gerechnet werden. Eierstockzysten können theoretisch jede Frau befallen und sind in den meisten Fällen nicht gefährlich, sondern eine normale, mögliche Reaktion des Körpers auf eine Verletzung, wie sie beim Eisprung von ganz alleine entsteht.

Symptome und Verlauf von Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Weibliches Geschlechtsorgan: Eierstockzyste und Myom.

Die Eierstockzyste äußert sich in vielen Fällen durch keinerlei Symptome und verschwindet mit der Zeit von alleine, indem sie verkümmert oder platzt. Große Zysten oder solche, die ungünstig sitzen, drücken jedoch auf umliegende Organe und Gewebe und sorgen dafür, dass es zu dumpfen, unspezifischen Unterbauchschmerzen, Rückenbeschwerden und Magen-Darm-Problemen kommen kann.

Hinzu kommt allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit. Eine Eierstockzyste kann über mehrere Wochen und Monate erhalten bleiben, bis sie von alleine platzt - das gilt auch für die Symptome, wenn die Zyste nicht behandelt oder überhaupt erkannt wird, denn sie verändert sich in ihrer Größe nicht und verursacht damit dauerhaft Beschwerden.

Diagnose von Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Die Diagnose einer Eierstockzyste ist häufig ein Zufall bei der Ultraschalluntersuchung. Häufig kann der behandelnde Arzt die Zyste bei einer Untersuchung von der Bauchdecke aus schon erkennen und kann auch sehen, wie groß sie ist und ob es zu Einblutungen oder Ansammlungen von Flüssigkeit gekommen ist.

Manchmal ist zur Diagnose einer Eierstockzyste allerdings auch die vaginale Ultraschalluntersuchung notwendig. Damit ausgeschlossen werden kann, dass es sich um eine bösartige Geschwulst handelt, also um Krebs, kann auch eine Biopsie notwendig sein. Dabei wird die Zyste meistens direkt mit entfernt, um der Patientin einen zweiten Eingriff zu ersparen und ihr die Beschwerden umgehend nehmen zu können.

Behandlung von Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Kleine, beschwerdefreie Eierstockzysten müssen meist nicht behandelt werden. Sie werden höchstens beobachtet und der Arzt entlässt die Patientin als geheilt, sobald sie vollständig verschwinden und nicht mehr zu sehen sind. Größere, schmerzhafte Eierstockzysten hingegen werden operativ entfernt, denn so kann man die Patientin von den Beschwerden befreien und dafür sorgen, dass die Zyste keine weiteren Probleme nach sich zieht.

Würde sie nicht entfernt, platzt sie zwar mit der Zeit ebenfalls oder bildet sich zurück, kann dabei aber Wunden hinterlassen, die weitere Probleme nach sich ziehen. Bei der OP kann der Eierstock entweder erhalten oder entfernt werden, was vom Alter der Patientin und der Art der Zyste abhängig ist. Entfernt werden die Eierstöcke in der Regel jedoch nur bei Patientinnen, die bereits in den Wechseljahren sind, da andernfalls eine Hormonersatztherapie erforderlich wäre. Nach der operativen Entfernung der Eierstockzyste braucht die Patientin lediglich eine kurze Nachbehandlung und Kontrolluntersuchungen im Anschluss und ist dann bereits geheilt.

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Vorbeugung von Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Der Eierstockzyste kann man kaum wirksam vorbeugen. Sie entsteht bei vielen Frauen von ganz alleine und ist vollkommen ungefährlich. Wenn sie jedoch Schmerzen verursacht, ist es wichtig, sich an den Gynäkologen des Vertrauens zu wenden und der Ursache auf den Grund zu gehen.

Falls immer wieder Eierstockzysten auftreten, kann eine hormonelle Störung die Ursache sein und sollte abgeklärt und behandelt werden. Dabei ist eine Behandlung durch verabreichende Hormone möglich. Diese wirken nicht nur therapierend, sondern ebenso als Prophylaxe.

Dies verhindert einerseits die Entstehung weiterer unangenehmer Eierstockzysten, die womöglich noch operativ entfernt werden müssten, und sorgt auf der anderen Seite dafür, dass es nicht zu weiteren Beschwerden und Symptomen kommt.

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