Ekzem

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. September 2015
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Der Begriff Ekzem ist der Oberbegriff für eine Gruppe von nicht-ansteckenden Entzündungsreaktionen der oberen Hautschicht. Ekzeme lassen sich nach Ursache (äußere oder innere Faktoren), Art (z.B. Allergisches Kontaktekzem) und Verlauf (akut oder chronisch) differenzieren. Leitsymptom eines Ekzems ist Juckreiz. Im akuten Stadium weisen Ekzeme eine typische Abfolge von Hautreaktionen auf (Rötung, Bläschen, Nässen, Krusten, Schuppung).

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Ekzem?

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Als Ekzem bezeichnet man eine nicht-ansteckende Entzündungsreaktion der Haut, die durch typische Reaktionen der Hautoberfläche gekennzeichnet ist. Ekzeme können durch endogene (vom Körper selbst) oder exogene (äußere) Faktoren hervorgerufen werden. Ein Ekzem äußert sich durch eine charakteristische Symptomabfolge:

  • Rötung des betroffenen Hautareals
  • Entstehung von Bläschen
  • Platzen und Nässen der Bläschen
  • Austrocknen und Krustenbildung
  • Schuppung und Heilung der betroffenen Hautstelle

Man unterscheidet verschiedene Gruppen von Ekzemen. Zu den häufigsten Formen zählen:

Ein Ekzem kann akut (zeitlich begrenzt) oder chronisch (dauerhaft) auftreten. Nahezu jeder Mensch erkrankt in seinem Leben mindestens einmal an einem dieser Ekzeme.

Ursachen

Die Ursachen für ein Ekzem sind vielschichtig. So wird die Veranlagung dazu in einigen Fällen bereits genetisch vererbt. Oft überspringt das Ekzem dabei eine Generation: War zunächst der Opa davon betroffen, so kann die Krankheit nicht den Sohn, sondern erst dessen Enkel befallen.

Dieser wird die Symptome bereits in den ersten Monaten seines Lebens aufweisen. Häufig bedingt das Ekzem somit eine lebenslange Behandlung. Neben der vererbten Variante kann das Ekzem aber auch äußere Einflüsse zur Ursache haben. Insbesondere in jenen Berufen, die mit chemischen Mitteln arbeiten, tritt ein Ekzem übermäßig oft auf.

Sehr oft werden die Reinigungsmittel bei Putzkräften, die Haarwäsche bei Friseuren oder die Farben und Lacke bei Malern und Lackierern ein solches Ekzem auslösen. Vielfach gehen die Merkmale der Krankheit aber auch mit einer Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln einher.

Gerade säurehaltige Früchte gelten darum oft als Ursache für das Ekzem. Auch ein seelisches Ungleichgewicht kann ein Ekzem vielleicht nicht auslösen, so doch aber fördern. Ein sogenanntes atopische Ekzem, auch als Neurodermitis bezeichnet, ist zumeist eine empfindliche Hautreaktion. Als Ursache wird eine genetische Disposition vermutet.

Die als allergisches Kontaktekzem bezeichnete Form ist eine allergische Reaktion der Haut, die sich dadurch zeigt, dass die Allergie lediglich durch die Ausbildung von auf der Haut befindlichen Ekzemen erkennbar ist. Besonders eine Unverträglichkeit gegen Nickel kann nach einer Berührung derartige Symptome auslösen.

Symptome und Verlauf von Ekzem

Ekzeme sind durch charakteristische Entzündungmerkmale gekennzeichnet. Das Ekzem kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Je nach Entzündungstadium sind die betroffenen Hautregionen gerötet, stark juckend, nässend und zuweilen eitrig. Ebenso kann eine Bläschenbildung sowie eine Krusten- oder Schuppenbildung an der Haut auftreten.

Betroffen sind davon alle Körperregionen, wobei das Ekzem an einigen verstärkt auftreten, andere hingegen meiden kann. Besonders die Arme und Beine sowie die Hände und das Gesicht sind meist jedoch davon betroffen. Allerdings kann jede fünfte Person verstärkt auf äußere oder seelische Einflüsse reagieren, die irgendwann in einem juckenden Hautbild und somit in einem derartigen Ekzem resultieren.

Diagnose

Ein Ekzem lässt sich optisch schnell erkennen. Schwieriger ist es für den Arzt, die Ursache zu finden.

Patienten, die sich mit einem Ekzem beim Hautarzt vorstellen, müssen im Rahmen der Anamnese viele Fragen beantworten. Der Arzt will wissen, seit wann das Ekzem vorhanden ist, ob es Tageszeiten oder Jahreszeiten gibt, an denen es sich zeigt und an welchen Körperstellen es bevorzugt auftritt. Zudem fragt er, ob es in der Familie Erkrankungen an Ekzem, Asthma oder Heuschnupfen gibt. Parallel dazu untersucht der Arzt den ganzen Körper des Patienten, auch die nicht betroffenen Regionen.

Hilfreich bei der Diagnose ist ein Test zur Allergiebereitschaft. Dazu wird der Atopie Score genutzt, der dem Arzt Auskunft über die genetische Veranlagung des Betroffenen gibt, an Ekzemen oder Neurodermitis zu erkranken. Wenn ein oder mehrere bestimmte Merkmale vorkommen, ist das kein Beweis, aber hilfreich für die Diagnose. Atopie Stigmata sind trockene Haut, doppelte Lidfalte unter den Augen, blasse Gesichtshaut, verstärkte Handlinien an der Handinnenfläche und dunkle Augenschatten.

Zur weiteren Diagnose, die notwendig ist, um die passende Therapie einzuleiten, gehören Hauttests und Untersuchungen im Labor. Mithilfe dieser Untersuchungen lassen sich Substanzen feststellen, die das Ekzem auslösen. Darüber hinaus kann der Arzt eine Untersuchung auf Bakterien und Pilze veranlassen.

Behandlung und Therapie

Wie ein solches Ekzem zu behandeln ist, hängt stets von dem jeweiligen Einzelfall ab. Daher bestimmt die Intensität der Erkrankung auch die zu treffenden Maßnahmen.

Tritt das Ekzem akut auf, ist besonders auf den starken Juckreiz sowie die Rötungen, Schuppungen und nässenden Stellen mit Salben, Verbänden oder speziellen Waschmitteln einzugehen.

Hierbei wird versucht, das Ekzem so schnell und effektiv wie möglich unter Kontrolle bringen zu können. Als langfristige Maßnahme gilt es jedoch, die Auslöser für das Ekzem zu finden und anschließend weitgehend zu meiden.

So wird bei der Diagnose der Krankheit nicht selten ein Berufswechsel als Ausweg angesehen. Erst wenn das Ekzem chronisch auftritt, kann eine mehrjährige und häufig lebenslange Begleitung durch einen Hautarzt notwendig sein.

In Ausnahmefällen kommt auch die Therapie bei einem Psychologen als Behandlungsmöglichkeit in Betracht. Wie genau bei dem Ekzem vorzugehen ist, sollte allerdings dem Spezialisten überlassen werden. Er wird in der Lage sein, das Ekzem bestmöglich zu kurieren.

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Vorbeugung

Sofern die Voraussetzungen für das Ekzem genetisch bedingt sind, ist es sehr schwierig, den Schüben der Krankheit vorzubeugen. Hier kann es jedoch helfen, bestimmte Nahrungsmittel, Parfüms oder ähnliche Einflüsse zu meiden.

Ist das Ekzem ein Resultat der Arbeitsbedingungen, ist auch hier die Lösung zu suchen. So kann in einigen Fällen nur ein Wechsel des Berufes für eine nachhaltige Verbesserung bei dem Ekzem sorgen. Doch für alle diese Maßnahmen muss zunächst bestimmt werden, worauf das Ekzem ursprünglich basiert. Somit ist der Hautarzt auch für die Diagnose der richtige Ansprechpartner und wird das Ekzem von weiteren Hauterkrankungen unterscheiden können.

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