Chronischer Schulterschmerz (steife Schulter, Schultersteife)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. Dezember 2014
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Ein chronischer Schulterschmerz ist eine Beeinträchtigung der Gesundheit, die unter Umständen zu einer ganz massiven Einschränkung der Lebensqualität führen kann. Obwohl sich viele von einem chronischen Schulterschmerz Betroffene zu Beginn der Beschwerden noch selbst therapieren, bleibt im fortschreitenden Verlauf die Konsultation des Arztes nicht aus.

Inhaltsverzeichnis

Was sind chronische Schulterschmerzen?

Der chronische Schulterschmerz, der sich durch die chronischen, also anhaltenden, sich über einen langen Zeitraum erstreckenden und wiederkehrenden Schmerzen darstellt, ist im umgangssprachlichen Gebrauch ebenfalls unter der Bezeichnung steife Schulter oder Schulterstreife bekannt.

Der chronische Schulterschmerz basiert eigentlich auf entzündlichen Vorgängen, die sich im weiteren Fortschreiten der Beschwerden als steife Schulter oder Schultersteife darstellen, weil die Patienten zu einer Schonhaltung übergehen. Die Schultern sind beim chronischen Schulterschmerz extrem in ihrer Beweglichkeit reduziert.

Ursachen

In die Betrachtung der Ursachen, welche für die Ausprägung der chronischen Schulterschmerzen verantwortlich sind, müssen verschiedenartige Erkrankungen einbezogen werden.

Die chronischen Schulterschmerzen können einerseits durch eine sogenannte Kalkschulter oder einen Riss der Sehnen und durch einen entzündlichen Prozess der Schleimbeutel sowie andererseits durch eine Frozen Schulter oder eine Arthrose der Schultergelenke hervorgerufen werden.

Als weitere kausale Auslöser für chronische Schulterschmerzen kommen das Schulter-Arm-Syndrom, die gesundheitlichen Folgen von Traumata der Schultern, Rheuma und die als Engpasssyndrome bezeichneten Faktoren in Frage.

Hinter dem Synonym der Frozen Shoulder verbirgt sich im Zusammenhang mit dem chronischen Schulterschmerz die steife Schulter. Die Gründe für eine Versteifung der Schulter mit chronischen Schulterschmerzen nicht bislang noch nicht in vollem Umfang erforscht. Grundsätzlich ist eine steife Schulter jedoch immer durch chronische Schulterschmerzen bedingt.

Krankheiten mit chronischen Schulterschmerzen

Diagnose und Verlauf

Häufig führt eine Überlastung zu einer Entzündung der Schultersehnen. Diese Reizung kann die chronischen Schulterschmerzen hervorrufen.

Bei der Diagnostik des chronischen Schulterschmerzes und der Schultersteife beziehen sich Mediziner zunächst auf die Darstellung der Beschwerden durch die Patienten, welche in der Anamnese oder Krankengeschichte zutage treten. Ergänzt wird die Diagnostik durch die körperliche Untersuchung, bei der es hauptsächlich auf die Begutachtung der Beweglichkeit und der Körperhaltung ankommt. Zu den weiteren Maßnahmen des Arztes bei der Diagnostik des chronischen Schulterschmerzes gehören die speziellen Griffe und Untersuchungsmethoden.

Die typischen Funktionstests, welche im Rahmen der klinischen Diagnostik beim chronischen Schulterschmerz anberaumt werden, gehören die Tests nach Jobe (Supraspinatus), Neer (Impingement) oder der Hawkins. Verschiedene Grifftechniken wie der Codmann, der Schürzen- und Nackengriff vervollständigen die diagnostischen Verfahren beim chronischen Schulterschmerz.

Um die eingehende Diagnostik zu vertiefen, werden unter Umständen bildgebende Technologien wie die Computertomografie, die Magnetfeld-Resonanz-Technologie oder das Röntgen zur Abklärung der chronischen Schulterschmerzen eingeplant. Hilfreich bei der Erkennung des chronischen Schulterschmerzes sind ebenso die Ultraschallverfahren.

Behandlung

Bei der Behandlung der chronischen Schulterschmerzen kommt es darauf an, zunächst die auslösenden Ursachen zu beseitigen und den Patientinnen und Patienten eine vorübergehende Schmerzfreiheit zu verschaffen. Für die individuelle Therapie der Schultersteife werden ganz unterschiedliche Methoden eingesetzt.

Liegt der chronische Schulterschmerz aufgrund eines ausgekugelten Gelenks im Schulterbereich vor, dann wird dieses eingerenkt. Geht den chronischen Schulterschmerzen eine Abnutzung voraus, müssen die konservativen Behandlungsmethoden darauf abzielen, dass die Schmerzen nachlassen. Dieses Ziel wird erreicht, indem der Arzt schmerzlindernde und Entzündungen hemmende Arzneimittel in Form von Tabletten oder als Einreibungen verschreibt. Komplettiert wird diese Vorgehensweise gegen chronische Schulterschmerzen durch gezielt eingebrachte Injektionen. Diese werden direkt in das betroffene Schultergelenk eingebracht.

Als äußerst wirkungsvoll gegen chronische Schulterschmerzen und eine Schultersteife erweisen sich Wärmeanwendungen sowie eine sanfte Krankengymnastik. tritt trotzdem keine Besserung ein, kann es zum Beispiel bei einer Arthrose ratsam sein, ein künstliches Schultergelenk zu implantieren.

Sind intensive Verspannungen der Muskulatur vorhanden, die einen chronischen Schulterschmerz begünstigen, sind ungleichmäßige oder einseitige Beanspruchungen der Schultergelenke zu vermeiden.

Vielfach bewährt haben sich außer den schulmedizinischen Maßnahmen ebenso die heilmedizinischen Therapien. Diese können bei chronischen Schulterschmerzen als Schröpfkuren, Massagen oder mittels Arnika-, Heublumen- oder Eukalyptusölsalben ausgeführt werden.

Da die Auslöser für Schulterschmerzen nicht nur bereits bestehende körperliche Erkrankungen sind, sondern auch psychischer Natur sein können, werden gern Entspannungsverfahren, die Magnettherapie, die Akupunktur oder das Biofeedback angeordnet. Sehr gute Behandlungserfolge lassen realisieren, wenn die einzelnen Therapien miteinander kombiniert werden.

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Vorbeugung von Schulterschmerzen

Um der Entstehung chronischer Schulterschmerzen entgegen zu wirken, ist es bedeutsam, die Schultermuskulatur durch ein entsprechendes Training aufzubauen. Darüber hinaus sorgen ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz und ein entsprechend "schulterfreundliches" Umfeld zu Hause dafür, dass chronische Schulterschmerzen verhindert werden können.

Um chronischen Schulterschmerzen präventiv entgegen zu treten, sind regelmäßige Anwendungen und eine ausreichende körperliche Bewegung anzuregen. Geeignete Übungsmethoden sind in diesem Zusammenhang sanfte Dehnungen und Massagen, um die Muskulatur weich zu halten und zu kräftigen. Sowohl passive als auch aktive Methoden sind gegen chronische Schulterschmerzen sinnvoll.

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