Belegte Zunge (Zungenbelag)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. April 2016
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Nicht selten kommt es jedoch zu massiven Veränderungen im Bereich der Zunge. Eine belegte Zunge (Zungenbelag) wird als eine relativ häufige Veränderung im Bereich der Zunge angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine belegte Zunge (Zungenbelag)?

Die Oberfläche der Zunge ist äußerst sensibel. So kann die Zunge beispielsweise vier verschiedene Geschmacksrichtungen voneinander unterscheiden. Eine belegte Zunge wartet mit einer wesentlichen Eigenschaft auf. So werden im Bereich der Zunge farbliche Veränderungen sichtbar. Darüber hinaus weist eine belegte Zunge nicht selten eine pelzige Oberfläche auf.

Als Zungenoberfläche sieht man den Teil der Zunge an, welcher sich in der Mitte der Zunge befindet. Gemäß den Aussagen von erfahrenen Medizinern führen Ablagerungen zu einem mitunter unangenehmen Zungenbelag. Dieser kann mit einem äußerst aufdringlichen Geruch einhergehen. Eine belegte Zunge kann auf zahlreichen Ursachen basieren.

Ursachen

In den meisten Fällen tritt eine belegte Zunge (Zungenbelag) als das Resultat einer schlechten Mundhygiene in Erscheinung. So können beispielsweise Speisereste zu Ablagerungen im Bereich der Zunge führen. Aus diesem Grund spielt eine gesunde Ernährung eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Oftmals basiert eine belegte Zunge auch auf einer schwerwiegenden Grunderkrankung. Sollten beispielsweise die Organe im Bereich des Verdauungssystems erkrankt sein, kann es zu einem deutlich sichtbaren Zungenbelag kommen. Eine belegte Zunge kann auch im Anschluss an eine Vergiftung in Erscheinung treten. Die Ursachen können oftmals bereits anhand der Farbe des Zungenbelags bestimmt werden.

Sollte eine belegte Zunge auf einem Pilz basieren, wird ein weißer Zungenbelag sichtbar. Gleichzeitig führen auch Geschlechtskrankheiten sowie Infekte zu einem weißen Zungenbelag. Des Öfteren nimmt die Zunge auch die Farbe der zuvor verzehrten Nahrungsmittel an. Neben den bereits erwähnten Ursachen kommt auch eine Medikamentenunverträglichkeit als eine mögliche Ursache infrage. Obwohl eine belegte Zunge in den meisten Fällen nicht gefährlich ist, wird dem Bereich der Diagnose ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit beigemessen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

In der Regel kann eine belegte Zunge (Zungenbelag) im Rahmen einer Selbstdiagnose ermittelt werden. Sollten die vorliegenden Symptome jedoch nicht abklingen, sollte ein fachkundiger Arzt aufgesucht werden. Nur ein entsprechend ausgebildeter Arzt kann schwerwiegende Grunderkrankungen ermitteln. Zunächst einmal werden die betroffenen Personen vom behandelnden Arzt zu einem ausführlichen Gespräch gebeten. Das Gespräch dient dazu, die vorliegenden Symptome zu erläutern.

Als ein wichtiger Bestandteil des Patientengesprächs wird auch die Frage nach den Rauchgewohnheiten angesehen. Erst wenn der behandelnde Arzt einen konkreten Hinweis auf eine schwerwiegende Grunderkrankung hat, können körperliche Untersuchungen durchgeführt werden. Grundsätzlich steht die Anfertigung eines Blutbilds im Vordergrund. Nur so kann der behandelnde Arzt eventuelle Entzündungen im Körper ermitteln.

Neben der Erstellung eines Blutbilds kann der behandelnde Arzt auch die Erstellung eines Abstrichs aus dem Bereich des Mundraums anordnen. Gleichzeitig werden in den meisten Fällen Untersuchungen des Magens sowie des Mundraums in Angriff genommen. Direkt im Anschluss an die Erstellung einer detaillierten Diagnose kann eine belegte Zunge behandelt werden.

Behandlung und Therapie

Basierend auf dem medizinischen Fortschritt kann Zungenbelag zielgerichtet behandelt werden. Anhand der vorliegenden Ursachen wählt der behandelnde Arzt ein geeignetes Therapieverfahren aus. Sollte eine belegte Zunge beispielsweise auf einer mangelhaften Mundhygiene basieren, können spezielle Pflegeprodukte für den Mundraum zum Einsatz kommen. Sofern sich eine schwerwiegende Grunderkrankung für das Auftreten von einem Zungenbelag verantwortlich zeichnet, kommen oftmals spezielle Medikamente zum Einsatz.

Besonders deutlich wird diese Tatsache an dem Beispiel eines Pilzes im Bereich des Mundraums. So wird zur Bekämpfung eines Pilzes grundsätzlich ein Antimykotikum eingesetzt. Basiert eine belegte Zunge auf einer Zuckerkrankheit, muss oftmals eine spezielle Diät durchgeführt werden. Eine medikamentöse Umstellung ist immer dann erforderlich, wenn eine belegte Zunge als das Resultat von Nebenwirkungen in Erscheinung tritt.

Die Wichtigkeit einer fachgerechten Behandlung lässt sich anhand eines anschaulichen Beispiels verdeutlichen. Wie bereits erwähnt wurde, kann eine belegte Zunge auch auf einer Vergiftung basieren. Da eine Vergiftung einen mitunter lebensbedrohlichen Verlauf annehmen kann, ist eine schnellstmögliche Behandlung unumgänglich. Bevor eine belegte Zunge in Erscheinung tritt, können vorbeugende Maßnahmen durchgeführt werden.



Vorbeugung

Da eine belegte Zunge oftmals als das Resultat einer mangelhaften Mundhygiene in Erscheinung tritt, sollte dem Aspekt der Mundhygiene ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit beigemessen werden. Damit eine belegte Zunge nicht als das Resultat einer Geschlechtskrankheit in Erscheinung tritt, sollte der Aspekt der Verhütung nicht vernachlässigt werden.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Packungsbeilagen von Medikamenten sorgfältig zu lesen. Nur so kann einer Medikamentenunverträglichkeit wirksam vorgebeugt werden. Damit eine belegte Zunge gar nicht erst in Erscheinung tritt, sollte auch der Konsum von Nikotin spürbar eingeschränkt werden.

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