Bartflechte (Tinea barbae)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Dezember 2014
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Eine Bartflechte ist eine Entzündung im Bartbereich des Gesichts, welche durch Fadenpilze hervorgerufen wird. In den meisten Fällen führt eine Behandlung mit Antimykotika zu einer vollständigen Heilung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Bartflechte?

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Medikamente gegen: Hautkrankheiten

Bei der Bartflechte, auch Tinea barbae genannt, handelt es sich um eine durch Fadenpilze ausgelöste Infektion der Haut im Gesicht. Wie der Name schon sagt, treten die Symptome wie entzündete und juckende Haut, nur im Bartbereich des Gesichtes auf. Aus diesem Grund sind von Tinea barbae auch nur Männer betroffen.

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Betroffenen um ältere Männer. Obwohl die Bartflechte per se nicht gefährlich ist und in vielen Fällen von selbst ausheilt, sollte ärztliche Hilfe gesucht werden, um Komplikationen wie Narbenbildung zu vermeiden.

Ursachen von Bartflechte

Die Ursache für die Ausbildung einer Bartflechte ist der Befall der Haut durch einen Pilz aus der Familie der Deratophyten. Der Pilz wird vom Tier auf den Menschen übertragen, weswegen oft Männer aus ländlichen Gebieten betroffen sind, die engen Kontakt zu Nutztieren haben. Am häufigsten kommt es zu einer Übertragung vom Rind auf den Menschen, aber auch Nagetiere können den Erreger weitergeben.

Allerdings reicht der bloße Kontakt mit dem Erreger nicht aus, um zu einer Erkrankung zu führen. Der Pilz muss die Haut durchdringen können; dies wird durch Verletzungen der Haut, etwa durch kleine Schnitte beim Rasieren, ermöglicht. Selbst wenn der Pilz in die Haut eindringen kann, kommt es nur zur Ausbildung einer Bartflechte, wenn das Immunsystem des betroffenen Mannes geschwächt ist und den Erreger nicht abwehren kann.

Symptome und Verlauf von Bartflechte

Typische Symptome einer Bartflechte:

Eine Bartflechte geht mit einem charakteristischen Erscheinungsbild einher. Typischerweise leiden Betroffene unter einer geröteten, juckenden bzw. schmerzenden Gesichtshaut. Das erste Anzeichen einer Bartflechte sind kreisrunde rote Stellen auf den Bereichen der Haut, wo Bart wächst. Um diese roten Stellen bilden sich häufig nässende Schuppen.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung nistet sich der Pilz in den Haarfollikeln ein; in diesem Stadium der Erkrankung sieht das Gesicht von Betroffenen aus, als hätten sie eine schwere Form von Akne. Die entzündeten Herde auf der Gesichtshaut entwickeln sich zu eitergefüllten Pusteln. Kommt es zu keiner natürlichen Entleerung der Pusteln, können sich diese vereinigen und große Furunkel bilden. Bei einem schweren Verlauf mit Furunkelbildung haben Betroffene meist auch Fieber.

Diagnose von Bartflechte

Ein erfahrener Dermatologe kann eine Bartflechte meist im Rahmen einer Inaugenscheinnahme diagnostizieren. Das liegt daran, dass die Tinea barbae mit einem sehr charakteristischen Erscheinungsbild einhergeht, welches der Arzt durch eine Untersuchung des betroffenen Bereichs erkennen kann.

Neben der körperlichen Untersuchung ist auch eine ausführliche Anamnese wichtig, um eine Bartflechte zu diagnostizieren. Besonders wichtig ist dabei die Frage nach Kontakt zu Tieren, da diese den Erreger übertragen. Um andere Hauterkrankungen ausschließen zu können, entnimmt der Dermatologe eine Probe der Haut. Bei einer mikroskopischen Untersuchung der entnommenen Probe können die Fadenpilze festgestellt werden.

Behandlung von Bartflechte

Die Behandlung der Bartflechte richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Grundsätzlich heilt eine Bartflechte in den meisten Fällen von selbst aus. Da dies jedoch Monate dauern kann und mit Schmerzen und der Bildung von Narbengewebe einhergeht, ist eine ärztliche Behandlung notwendig.

Die Therapie der Bartflechte besteht hauptsächlich aus der Gabe von Antimykotika, dabei handelt es sich um Medikamente, welche Pilze daran hindern sich zu vermehren und diese so abtöten. Liegt keine schwere Verlaufsform der Tinea barbae vor, kann die antimykotische Therapie lokal erfolgen. Der behandelnde Dermatologe verschreibt dabei eine Salbe oder Creme, welche der Betroffene für mehrere Wochen auf die befallenen Hautstellen auftragen muss. Für den Behandlungserfolg ist es essentiell, dass die Therapie für längere Zeit durchgeführt wird, da sonst nicht alle Sporen abgetötet werden und die Bartflechte erneut auftritt.

In schweren Fällen von Tinea barbae muss eine systemische Behandlung erfolgen. Dabei werden die Antimykotika oral eingenommen. Die Einnahme von Medikamenten stellt jedoch nur den letzten Ausweg dar; in der Regel ist die lokale Behandlung erfolgreich.

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Vorbeugung von Bartflechte

Es ist schwer durch gezielte Maßnahmen die Entstehung einer Bartflechte vorzubeugen. Dies gilt besonders für Männer, die aus beruflichen oder privaten Gründen in engem Kontakt zu Tieren stehen, welche die Krankheit übertragen können. In diesem Fall lohnt es sich jedoch besonders auf Hygiene und Sauberkeit zu achten.

Betroffene Männer sollten die benutzen Rasierklingen regelmäßig desinfizieren und Waschutensilien wie Handtücher mit 90°C waschen; dadurch werden auch die Sporen abgetötet. Diese Maßnahmen sind auch nach der erfolgreichen Therapie der Bartflechte wichtig, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.

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