Hausmittel gegen Schuppenflechte (Psoriasis)

Letzte Aktualisierung am 3. Juli 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Die Ursache der Schuppenflechte (Psoriasis) ist weitgehend unbekannt, doch geht man davon aus, dass genetische Mutationen die Auslöser sind. Hautzellen brauchen normalerweise 30 Tage um sich zu erneuern (in 30 Tagen kommen neue Zellen an die Hautoberfläche und die alten Zellen sterben ab). Bei der Schuppenflechte dauert das nur 4 Tage. Dadurch entstehen rote Flecken, die mit Schuppen überdeckt sind. Betroffene haben gute und schlechte Tage. Mit verschiedenen Hausmitteln kann geholfen werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Schuppenflechte?

Bei der Schuppenflechte (Psoriasis) handelt es sich um eine vererbbare Erkrankung der Haut, die mit chronischen Entzündungen und einer starken, oftmals heftig juckenden, Schuppenbildung einhergeht. Neben der Haut können auch die Nägel und die Gelenke befallen sein. Darüber hinaus können auch innere Organe, insbesondere das Herz und die Leber, geschädigt werden.

Eine Schuppenflechte ist nicht ansteckend und auch für den Betroffenen nicht gefährlich. Wegen der entstellenden Wirkung der entzündeten Hautstellen und des quälenden Juckreizes gehen aber zumindest schwere Formen der Krankheit mit einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität einher und bedingen oftmals psychosomatische Folgeerscheinungen.

Psoriasis wird nach dem erstmaligen Auftreten in der Regel chronisch und verläuft in Schüben, wobei die Betroffenen immer wieder Phasen erleben, während derer sich die Symptome nicht oder kaum bemerkbar machen. Schuppenflechte kann den ganzen Körper befallen, sie tritt aber meist an den Längsseiten der Arme, an den Händen, im Schienbeinbereich sowie am oberen Rücken und im Gesicht und am Kopf auf.

Seltener werden die Leistengegend, der untere Rücken sowie der Intimbereich befallen. Aufgrund der übermäßigen Zellteilung, die etwa siebenmal schneller abläuft, als bei gesunden Menschen, bilden sich silbrig-weiße, deutlich sichtbare und oftmals stark juckende Hautschuppen an den betroffenen Stellen, die nicht entfernt werden können. Schuppenflechte ist zwar therapierbar, aber bisher nicht heilbar.

Wer ist betroffenen?

Schätzungen zufolge leiden etwa 2,5 bis 3,5 Prozent der Mittel- und Nordeuropäer an Psoriasis. Der größte Teil der Betroffenen erkrankt noch vor dem 40. Lebensjahr erstmals an Schuppenflechte. In diesen Fällen wird von Psoriasis vom Typ 1 gesprochen. Der seltenere Typ 2 bricht erst nach dem fünfzigsten Lebensjahr aus. Kinder erkranken, im Unterschied zur Neurodermitis, nur sehr selten an Schuppenflechte.

Ursachen

Die Ursachen der Schuppenflechte wurden noch nicht identifiziert. Nach jetzigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass eine erblich bedingte Disposition vorhanden sein muss, die Krankheit aber nur ausbricht, wenn ein Auslöser hinzutritt. Die möglichen Trigger sind dabei sehr heterogen. Es sind sowohl persönliche als auch umweltbedingte Faktoren als Auslöser denkbar. Hierzu zählen zum Beispiel Infektionen, insbesondere wenn diese durch Streptokokken hervorgerufen wurden, sowie Hormonschwankungen während der Schwangerschaft und bestimmte Medikamente wie ACE-Hemmer, Betablocker und Lithiumsalze.

Auch starke seelische Belastungen und Stress stehen unter Verdacht, Schuppenflechte auslösen zu können. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht sowie der übermäßige Konsum von Alkohol und Nikotin.

Was hilft gegen Schuppenflechte (Psoriasis)?

  • Ein gutes Hausmittel gegen Schuppenflechte ist ein warmes Bad mit Pflanzenöl. Ein normales Bad weicht die schuppigen Areale der Haut auf und lindert somit anfangs den Juckreiz, doch nach einer Weile trocknet die Haut aus und der Juckreiz wird verschlimmert. Aus diesem Grund werden nach den ersten 10 Minuten ein paar Tropfen eines beliebigen Pflanzenöls in das Badewasser getropft. Dadurch wird die Feuchtigkeit auf der Haut gebunden. Achtung beim Aussteigen aus der Wanne, da diese jetzt sehr rutschig ist!
  • Ein weiteres Hausmittel gegen Schuppenflechte ist ein kaltes Bad mit 100 ml Essig. Durch die Säure werden die Bakterien abgetötet und der Juckreiz lässt nach. Vorsicht, es kann brennen!
  • Nach einem Bad sollte unbedingt eine Creme aufgetragen werden. Am besten sind fettige Cremes wie Vaseline oder Ähnliches. Ein weiteres Hausmittel gegen Schuppenflechte ist Teebaumöl. Doch einige Menschen sind gegen Teebaumöl allergisch, deswegen sollte vor der Benutzung an einem kleinen Hautareal die Verträglichkeit getestet werden. Wenn Teebaumöl gut vertragen wird, werden die betroffenen Hautareale mehrmals täglich mit ein paar Tropfen des Öls eingerieben. Dadurch wird der Juckreiz gelindert und die Hautschuppen eingeweicht.

Schnelle Hilfe

  • Eines der wichtigsten Hausmittel gegen die Schuppenflechte ist NICHT KRATZEN! Auch wenn man durch den Juckreiz geradezu dazu gezwungen wird, sollte man in jedem Fall die Hände von den roten Flecken lassen. Durch Kratzen und Jucken wird die Haut nur noch mehr geschädigt und die Schuppenflechte verstärkt sich.
  • Gegen Schuppenflechte auf der Kopfhaut helfen Shampoos mit Steinkohlenteer. Solche Shampoos sind in manchen Drogerien und in Online-Apotheken erhältlich. Es sollte bei jeder Anwendung für 10 Minuten einziehen. Wenn Besserung eintritt, sollte ein normales Shampoo abwechselnd dazu benutzt werden. Außerdem sollte eine Liste mit den benutzen Shampoos geführt werden, da sich die Kopfhaut an die verschiedenen Mittel gewöhnen kann und sie dann nicht mehr wirken.

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Alternative Heilmittel

  • Ein wunderbares alternatives Heilmittel gegen die Schuppenflechte ist gemahlenes Hafermehl im Badewasser. Dadurch wird der Juckreiz stark abgeschwächt. Für solch ein Bad einfach die Haferflocken für das Müsli in einem Mixer zerkleinern und den Staub dann in das Badewasser geben.
  • Nach einem solchen Bad sollten die betroffenen Hautareale mit einer festen, fettigen Creme oder einer Salbe eingerieben werden. Viele schwören auf Cremes mit Harnstoff, da er die übriggebliebenen Hautschuppen ablöst. Eine andere Hautcreme, die besonders angenehm bei Schuppenflechte wirkt, ist eine Kamillencreme. Kamille ist ein entzündungshemmendes Heilkraut, welches die Haut beruhigt.
  • Wer unter Schuppenflechte leidet, sollte jeden Tag etwa eine halbe Stunde im Freien und vor allem in der Sonne verbringen. Denn das Licht der Sonne heilt die Schuppenflechte. Durch die UV-Strahlung wird die Aktivität der T-Zellen eingeschränkt, die normalerweise Zytokine herstellen, welche für die Entzündung verantwortlich sind. Die gesunden Bereiche der Haut sollten mit Sonnenlichtschutzfaktor eingecremt werden.

Weitere Informationen sind unter Schuppenflechte (Psoriasis) zu finden. Wen als erstes solch ein Ausschlag befällt, der wie Schuppenflechte aussieht, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da erst bei Diagnose von Schuppenflechte eine Selbstbehandlung empfehlenswert ist. Wenn bei Betroffenen die Handflächen und Füße befallen sind, muss ein Arzt konsultiert werden.

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