Schuppen (Kopfschuppen)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. Mai 2015
Gesundpedia.deSymptome Schuppen (Kopfschuppen)

Schuppen (Kopfschuppen) sind meist unbedenklich und für Betroffene eher ein kosmetisches Problem. Hierbei handelt es sich um abgestorbene Kopfhautzellen, die in den Haaren als weiß-silbrige Schuppen sichtbar werden. Kopfschuppen gehören zu den häufigsten Störungen der Kopfhaut. Sie tritt vor allem bei Männern zwischen 20 und 45 Jahren auf. Die Ursachen von Kopfschuppen sind vielfältig. Häufig entsteht die Symptomatik durch übermäßige oder falsche Haarpflege.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schuppen (Kopfschuppen)?

Bei Schuppen (Kopfschuppen) handelt es sich um eine Schuppen-Erkrankung im Kopfbereich behaarter Köpfe, die aus einer Ansammlung von Hornzellen resultiert. Üblicherweise lösen sich nämlich solche Hornzellen von dem Kopf ab, erneuern sich nach und nach allerdings wieder.

Wenn jedoch die Neubildung schneller ist als die Abstoßung verhornter Kopfzellen, dann kommt es zu dieser – gerade angesprochenen – Kulminierung derartiger Zellen. Diese werden dann im Endeffekt als „Schuppen“ bezeichnet. Bei Kopfschuppen unterscheidet man zwischen trockenen (Pityriasis simplex) und fettigen (Pityriasis steatoides) Abschuppungsformen.

Ursachen

Es gibt vielfältige Ursachen, die zu Schuppen bzw. Kopfschuppen führen können. Zudem ist es möglich, dass diese lediglich ein Begleitsymptom einer schwerwiegenden Hauterkrankung sind. Bevor die verschiedenen Ursachen genannt werden, sollte darauf hingewiesen werden, dass üblicherweise eine Unterteilung in fettige und in trockene Schuppen vorgenommen wird, da jedem der beiden Schuppen-Typen auch andere Ursachen zugrunde liegen.

Trockene Schuppen entstehen normalerweise aufgrund zu trockener oder aber strapazierter Kopfhaut. Hervorgerufen wird diese anfällige Kopfhaut zum Beispiel durch eine falsche Haarwäsche, durch Allergien oder durch winzige Entzündungsherde, wozu unter anderem Pilze und Bakterien zählen. Ursächlich für fettige Kopfschuppen ist hingegen meist eine Funktionstörung der Talgdrüsen, durch welche sich die Hornzellen mit einer großen Menge gebildetem Talg verbinden.

Symptome und Verlauf

Eine übermäßige Talgproduktion, welche zu Kopfschuppen führen kann, findet oft in Phasen hormoneller Umstellungen statt, wie zum Beispiel in der Pubertät. Im Gesicht führt dies bekanntlich oft zu Pickeln und auf dem Kopf im Gegensatz dazu dann eben zu Schuppen.

Wenn sich nun Kopfschuppen bereits gebildet haben, führt dies nicht nur zu einer erheblichen Verschlechterung der Hautqualität am Kopf, sondern zieht auch unangenehme Begleitsymptome nach sich. Dazu gehört vor allem ein intensives und sehr penetrantes Jucken oder Brennen auf der gesamten Kopfhaut. Außerdem steigert sich dessen Empfindlichkeit massiv, was sich auch nach außen hin durch starke Rötungen zeigt. Diese werden ohnehin meist durch das Kratzen auf der Kopfhaut - von der von den Schuppen betroffenen Person - weiter verstärkt. Oft mündet das letzten Endes in einer Entzündung und Infektion der Kopfhaut, wodurch üblicherweise eine erneute Nachbildung entzündeter Kopfhautzellen – also Kopfschuppen – bedingt ist.

Diagnose

Es empfiehlt sich zur genauen Diagnose möglicher Kopfschuppen einen Hautarzt aufzusuchen. Dieser würde zu aller erst ein Anamnese-Gespräch führen, um die Krankengeschichte zu erfahren, welche mögliche Rückschlüsse auf eine Kopfhauterkrankung zulässt. Anschließend ist die Schilderung der konkreten Begleitsymptome, wie zum Beispiel der Juckreiz oder aber Haarausfall, notwendig. Ebenso wie ein Bericht über andere Hauterkrankung unter denen man leidet, da diese oft mit einer Erkrankung an Kopfschuppen in Verbindung stehen. Abschließend wird der Arzt eine körperliche Untersuchung bei dem Patienten durchführen, um sich ein Bild über die konkreten Ausprägungen der Krankheit machen zu können. Er wird somit feststellen können, wie intensiv zum Beispiel die Rötungen, die aus den Kopfschuppen resultieren, sind. Anschließend ist es dem Arzt dann möglich eine adäquate Therapiemethode vorzuschlagen.

Behandlung und Therapie

Bei mäßigen Beschwerden werden zur Behandlung bestimmte Arzneistoffe aus der Apotheke eingesetzt, die das - für Schuppen (Kopfschuppen) ursächliche - Pilzwachstum eindämmen sollen. Diese Arzneistoffe sind meist in Form verschiedener Anti-Schuppen-Shampoos erhältlich. Sie werden auch als Antimykotika oder als Antipilzmittel bezeichnet.

Vor der Anwendung derartiger Medikamente ist jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt abzustimmen, ob überhaupt die Notwendigkeit einer Anwendung besteht und welches Mittel genau eingesetzt werden soll. Dies hängt nämlich auch immer von der genauen Ursache, der Intensität der Beschwerden und den Begleitsymptomen ab.

Sollte die Kopfschuppen-Erkrankung nun aber entweder schon über einen längeren Zeitraum bestehen oder in einer sehr schlimmen Ausprägung vorhanden sein, wird vom Arzt meist angeraten Salicylsäure zu verwenden. Diese ist nämlich meist viel aggressiver als die Wirkstoffe in den Anti-Schuppen-Shampoos es sind.

Außerdem können gegebenenfalls auch Antibiotika genutzt werden, um mögliche bakterielle Erreger abzutöten, ebenso wie kortisonhaltige Haartinkturen, die eine ähnlich starke Wirkung wie die Salicylsäure haben

Rezeptfreie Medikamente gegen Schuppen (Kopfschuppen)


Vorbeugung

Die Vorbeugung der Schuppen ähnelt sehr stark der Behandlung, da für diese ähnliche Verfahren angewandt werden können. Es ist nun vor allem wichtig die Kopfhaut vor zu starken Reizen zu schützen. Dies lässt sich durch eine adäquate Haarpflege realisieren, welche schonend für die Kopfhaut wirken soll. Außerdem sind eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung ebenfalls Garanten für eine gesunde Kopfhaut und damit dem Schutz vor Kopfschuppen.

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