Schulterschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. November 2016
Gesundpedia.deSymptome Schulterschmerzen

Unter Schulterschmerzen versteht man Beschwerden der Muskulatur oder der Knochen im Bereich der Schulter. Meist handelt es sich um ein harmloses Verspannungsproblem. Das Leitsymptom von Schulterschmerzen sind natürlich die Schmerzen, die sich auf unterschiedliche Art und in verschiedenen Schweregraden äußern können.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schulterschmerzen?

Schulterschmerzen beschreiben leichte bis schwere Schmerzen im Bereich der Schultern. Es kann sich dabei um alle möglichen Schmerztypen handeln: Die Beschwerden können pochend, stechend, brennend oder auch ziehend sein und sie beschränken sich auch nicht immer nur auf eine Körperhälfte.

Oft lassen sich Schulterschmerzen nicht klar abgrenzen, sie strahlen aus und könnten auch das Ergebnis eines steifen Nackens oder allgemeiner, unspezifischer Rückenschmerzen sein. Es kann sich außerdem um vorübergehende, einmalige Schulterschmerzen handeln, aber auch um ein altbekanntes Problem, unter dem die Betroffenen immer wieder leiden und das daher Behandlungsbedarf signalisiert.

Ursachen

Leichte Schulterschmerzen liegen häufig an einer Überlastung der Muskulatur des Schulterbereichs. Menschen, die beispielsweise schwer tragen oder lange sitzen mussten, ohne sich strecken und zwischendurch bewegen zu können, ziehen sich schnell eine Verspannung zu, die auch die Schultern betreffen kann.

Ob es sich dabei um reine Schulterschmerzen oder um ausstrahlende Schmerzen handelt, die an einer Verspannung des Nackens oder des Rückens liegen, lässt sich von den Betroffenen nicht immer klar festlegen.

Gelegentlich deuten Schulterschmerzen auch auf einen eingeklemmten Nerv hin, der in diesem Bereich oder tiefer in der Wirbelsäule liegen kann. Die Beschwerden strahlen oftmals aus und betreffen dann die Schultern. Selten können Schulterschmerzen auch psychosomatisch bedingt entstehen.

Häufig führt eine Überlastung zu einer Entzündung der Schultersehnen. Diese Reizung kann die Schulterschmerzen hervorrufen.

Diagnose und Verlauf

Schulterschmerzen können die verschiedensten Ursachen haben. Entsprechend vielschichtig fällt auch die Diagnosefindung bei Schulterschmerzen aus. Nach einer Befragung des Patienten, wie und wann sich die Schulterschmerzen äußern, wird der Hausarzt dem Betroffenen verschiedene Untersuchungen vorschlagen, um die Ursache für die Schulterschmerzen zu finden.

In der Regel bildet eine orthopädische Untersuchung den Beginn der Diagnosefindung bei Schulterschmerzen. Eine steife Schulter beispielsweise kann die Ursache für einen schmerzenden Schulterbereich sein. Ebenso denkbar ist ein ausgekugeltes Schultergelenk.

Bereits der Hausarzt wird ein EKG durchführen, wenn der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht, der sich in Schulterschmerzen ankündigen bzw. äußern kann. Denselben Nutzen erfüllt eine Blutuntersuchung, bei der die Herzenzyme bestimmt werden. Auch eine Herzkatheteruntersuchung kann zur Diagnosefindung bei Schulterschmerzen eingesetzt werden.

Eine Ultraschalluntersuchung beispielsweise kann abklären, ob organische Ursachen Grund für das Auftreten von Schulterschmerzen sind. Entzündungen der Gallenblase zum Beispiel können ebenso Grund für Schulterschmerzen sein wie Fremdkörper, die sich im Schultergelenk befinden.

Eine Röntgenuntersuchung kann Aufschluss darüber geben, ob krankhafte Veränderungen am Schulterknochen Auslöser der Schulterschmerzen sein können. Durch eine MRT-Untersuchung kann eine Abnutzung des Schultergelenks festgestellt werden, die Grund für die auftretenden Schulterschmerzen beim Betroffenen sind. Im Rahmen einer Computertomographie (CT) hingegen wird abgeklärt, ob Tumore im Schulterbereich die Schulterschmerzen auslösen.

Unbehandelt können sich Schulterschmerzen verschlimmern und einen chronischen Verlauf nehmen. Zudem können sich schwerwiegende und irreversible Verschleißerscheinungen einstellen. Je eher Sie die Schulterschmerzen behandeln lassen, desto besser sind die Heilungschancen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Schulterschmerzen hängt von der genauen Ursache ab. Eine Verspannung würde man mit Massagen, der Behandlung durch Physiotherapeuten oder Chiropraktiker, Wärmezufuhr und notfalls Schmerzmitteln zur Überbrückung der schlimmsten Schulterschmerzen behandeln.

Die genaue Behandlung hängt von der Stärke der Schmerzen ab. Langfristig ist es sinnvoll, Probleme in der Körperhaltung oder während der Arbeit zu erkennen und diese zu beseitigen - der Patient braucht also eine ausführliche Beratung sowie die Möglichkeit, sich schonend für die Schultern während der Arbeit zu verhalten.

Andere Ursachen wie eingeklemmte Nerven oder Schmerzherde, die nicht direkt von den Schultern ausgehen, müssen problembezogen behandelt werden.

Gerade eingeklemmte Nerven oder Verletzungen der Wirbelsäule sind nicht immer einfach zu behandeln - manchmal muss eine sehr individuelle Therapie ausgearbeitet werden, die dem Betroffenen wirklich langfristig hilft und auch dafür sorgt, dass er keine Schulterschmerzen mehr bekommt.



Vorbeugung

Da es sich bei Schulterschmerzen meist um eine Verspannung handelt, liegt es nahe, dass man die Schultern schonen oder zumindest ergonomisch korrekt einsetzen und halten sollte. Während der Arbeit im Sitzen ist es empfehlenswert, die Schultern in regelmäßigen Abständen durchzustrecken und zu bewegen oder sich von Kollegen kurz massieren zu lassen, um leichte Verspannungen zu lösen.

Wenn die Schulterschmerzen immer wieder in leichter Form auftreten, kann man sich auch zu niedrigen Preisen durch einen Physiotherapeuten massieren lassen - die Massagen sind zwar nur kurz, aber sehr effektiv. Wichtig ist es auch, auf eine gesunde Haltung der ganzen Rücken- und Halswirbelsäule zu achten.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

edina kommentierte am 13.08.2015 um 21:36 Uhr

Ich habe seit März Schmerzen in der linken Schulter. CT ist positiv! Ich habe jedoch linksseitige Kopfschmerzen, Schwindel, Taubheit im kleinen Finger, sowie Ringfinger und teilweise im Mittelfinger, Zeigefinger und Daumen. Die Taubheit ist mit Druckschmerz verbunden. Zusätzlich leide ich unter Atemnot.