Rote Flecken im Gesicht

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 18. April 2017
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Rote Flecken im Gesicht sind ein Symptom, das unterschiedliche innere und äußere Auslöser als Ursachen haben kann. Sie werden oftmals begleitet von Juckreiz und Pickelbildung. Die Behandlung für die unangenehmen Beschwerden richtet sich nach der jeweiligen Ursache.

Inhaltsverzeichnis

Was sind rote Flecken im Gesicht?

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Medikamente gegen: Hautkrankheiten

Rote Flecken im Gesicht sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Ihnen können ganz unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen, die etwa aus äußeren Einflüssen oder aus einem inneren Ungleichgewicht oder einer Erkrankung entstehen können.

Sie zählen zu den häufigsten Beschwerden, die in dermatologischen Praxen behandelt werden. Oftmals treten zusätzlich zu den rein optischen roten Flecken im Gesicht Beschwerden wie Juckreiz, Quaddel- oder Pickelbildung und/oder Schwellungen auf, die sich im weiteren Verlauf zu wunden Stellen entwickeln können.

Leichte Fälle roter Flecken im Gesicht klingen nach kurzer Zeit von alleine wieder ab, während häufiger auftretende oder schwerere Beschwerden einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Ursachen

Die Ursachen für rote Flecken im Gesicht können sehr unterschiedlich ausfallen. Oftmals handelt es sich um eine Abwehrreaktion der Haut gegen bestimmte Auslöser. Zu diesen können unter anderem Kosmetika, Medikamente, Sonne, Kälte oder auch trockene Heizungsluft im Winter gehören. Je nach Auslöser und Beschaffenheit der Haut treten die Beschwerden in unterschiedlichem Ausmaß auf.

Auch die jeweiligen Lebensumstände können rote Flecken im Gesicht verursachen, beispielsweise durch Stress, eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, Zigarettenkonsum oder dauerhafte Übermüdung. Unter Umständen können aber auch Erkrankungen etwa der Haut zu den roten Flecken im Gesicht führen.

Krankheiten wie Neurodermitis oder eine Dermatitis, die durch einen Mikroorganismus auf der Haut verursacht wird, bringen meist rote Flecken im Gesicht und weitere Symptome mit sich, ebenso wie die Immunerkrankung Lupus. Eine Entzündung der Gesichtshaut, Rosazea genannt, kann unter Umständen eine Störung im Magen-Darm-Trakt als Ursache haben.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Roten Flecken im Gesicht können ganz unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Häufig treten solche Flecken nach körperlicher Anstrengung, emotionalen Ausnahmezuständen oder Stress auf. Verschwinden die Flecken in diesen Fällen nach kurzer Zeit von selbst, ist keine ärztliche Abklärung nötig. Fangen die Flecken aber an zu jucken und bilden sich außerdem Pusteln oder Bläschen, kann eine Kontaktallergie oder eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegen, was durch einen Allergologen abgeklärt werden sollte.

Bei roten Flecken in Verbindung mit eitrigen Pickeln kann es sich um eine Form von Akne handeln, die zeitnah behandelt werden muss, damit sich keine Narben bilden. Wenn sich die roten Flecken auf den ganzen Oberkörper ausbreiten und dort außerdem Pusteln oder Bläschen erkennbar sind, muss dringend ein Arzt konsultiert werden. Hier kann es sich um eine Kinderkrankheit wie Masern, Röteln oder Windpocken handeln, die für Erwachsene sehr gefährlich sind.

Treten die roten Flecken auch in den Armbeugen und der Leistengegend auf, während die Region um den Mund auffallend blass ist, kann es sich um Scharlach handeln. Die Infektionskrankheit ist extrem ansteckend. Bei Schulkindern sollte immer auch die Schulleitung und der Schularzt informiert werden.

Diagnose und Verlauf

Treten rote Flecken im Gesicht auf, die mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden sind und/oder dauerhaft anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser nimmt zuerst die Haut in Augenschein und fragt den Patienten nach eventuellen kürzlich erfolgten Veränderungen etwa in der Ernährung oder bei Kosmetika.

Das ausführliche Gespräch zwischen Arzt und Patient ist hier sehr wichtig, um den möglichen Auslöser für die roten Flecken im Gesicht ermitteln zu können. Zusätzlich können beispielsweise Blutuntersuchungen stattfinden, die Auskunft über krankhafte Veränderungen der Blutwerte geben können. Auch ein Abstrich der Haut bzw. eine Gewebeprobe kann hilfreich bei der Suche nach dem Grund für die Beschwerden sein.

Sind die roten Flecken im Gesicht etwa durch eine allergische Reaktion auf Kosmetika oder ein bestimmtes Nahrungsmittel aufgetreten, klingen sie meist schnell ab, wenn der Auslöser vermieden wird. Liegt eine tatsächliche Grunderkrankung vor, muss diese entsprechend behandelt werden, da sich die Symptome sonst verschlimmern können.

Komplikationen

Im Zusammenhang mit roten Flecken im Gesicht kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Die Komplikationen hängen in der Regel von der Ursache ab. Rote Flecken im Gesicht können auf die Infektionskrankheit Scharlach hindeuten. Wird Scharlach nicht behandelt, kann sich die Krankheit auf verschiedene Organe ausbreiten. Beispielsweise kann es zu einer Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung kommen. Auch Abszesse in der Lunge, in Gelenken oder im Gehirn sind möglich. Zudem können sich Toxine der Streptokokken bilden, die einen Schock auslösen können. Es können sich Antikörper gegen die Erreger bilden, die eigene Organe angreifen können. Folglich können sich Nierenkörperchen bilden, die ein Nierenversagen auslösen können. Auch Rheumatisches Fieber kann sich entwickeln, das das Herz und die Gelenke befallen kann.

Rote Flecken im Gesicht können auf einen Systemischen Lupus erythematodes (SLE) hinweisen. Die chronische Autoimmunerkrankung kann auf das Gehirn übergreifen und epileptische Anfälle oder Lähmungen verursachen. Zudem kann das Nierengewebe zerstört werden. Rote Flecken im Gesicht können auf eine Allergie durch Histaminausschüttung hinweisen. Dabei können die Atemwege anschwellen. Auch eine Erstickung und ein anaphylaktischer Schock sind nicht ausgeschlossen. Rote Flecken im Gesicht können auf eine Gesichtsrose hindeuten. Betroffenen leiden oftmals unter starkem Juckreiz und einem unangenehmen Brennen. Bei falscher Behandlung drohen schwerwiegende Komplikationen wie beispielsweise Lähmungen.

Behandlung und Therapie

Rote Flecken im Gesicht bedürfen nicht immer grundsätzlich einer medizinischen Behandlung. Treten sie beispielsweise durch Sonneneinstrahlung auf, reicht es oftmals aus, die Gesichtshaut mit fett- oder feuchtigkeitshaltigen Cremes zu behandeln und UV-Strahlung zu meiden, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Ähnliches gilt auch für rote Flecken im Gesicht, die durch trockene Luft oder durch Kälte verursacht wurden.

Kommt es häufiger zu roten Flecken im Gesicht, die auch noch mit anderen Beschwerden verbunden sind, ist es ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen. Dieser kann beispielsweise cortisonhaltige Salben verordnen, um auch Symptome wie Juckreiz oder Pickel schnell und zuverlässig zu beseitigen.

Liegt eine Dermatitis vor, gibt es ebenfalls Medikamente, welche die Mikroorganismen auf der Haut in Schach halten und die Überreaktionen des Körpers vermeiden. Sind die roten Flecken im Gesicht auf eine Störung im Magen-Darm-Trakt zurückzuführen, kann neben einer Beseitigung der Symptome auch eine Umstellung der Ernährung hilfreich sein. Bestimmte Lebensmittel, welche auch die Beschwerden auf der Haut verursachen, sollten in der Zukunft gemieden werden.

Wurden die roten Flecken im Gesicht durch eine Erkrankung wie Lupus verursacht, müssen vom Arzt die entsprechenden Medikamente wie Azathioprin verordnet werden, um schwerere Schäden für den Organismus zu verhindern. Ist Stress der Auslöser für die roten Flecken im Gesicht, kann dieser mithilfe von Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditationen verringert werden.



Vorbeugung

Roten Flecken im Gesicht kann in gewissem Maße vorgebeugt werden, indem bestimmte Faktoren wie starke Sonneneinstrahlungen, das häufige Wechseln von kosmetischen Produkten oder eine stressreiche Lebensweise vermieden werden.

Sind individuelle Auslöser bekannt, welche das Entstehen roter Flecken im Gesicht beim Einzelnen begünstigen, sollten diese ebenfalls gemieden werden. Treten die Beschwerden dennoch auf und/oder sind von weiteren Symptomen begleitet, ist das Aufsuchen eines Facharztes sinnvoll, um die genauen Ursachen abzuklären.

Bücher über Hautrötungen

Quellen

  • Furter, S., Jasch, K.C.: Crashkurs Dermatologie. Urban & Fischer, München 2007
  • Dirschka, T., Hartwig, R., Oster-Schmidt, C. (Hrsg.): Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
  • Rassner, G.: Dermatologie – Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München 2009
  • Herold, S.: 300 Fragen zur Pubertät. Graefe und Unzer, München 2008
  • Ellsässer, S.: Körperpflege und Kosmetik. Springer, Berlin 2008
  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie, Springer Verlag, 2. Auflage, 2011
  • Abeck, D. & Cremer, H.: Häufige Hautkrankheiten im Kindesalter: Klinik - Diagnose - Therapie, Springer Verlag, 3. Auflage, 2006

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

christin kommentierte am 17.03.2017 um 17:00 Uhr

Habe hochrotes entzündetes Gesicht, teilweise bis zum oberen Brustbereich. Wegen meiner Magen-Darm-Beschwerden war meine Vermutung, dass es eine Lebensmittelallergie ist. Nach dem Weglassen aller herkömmlichen Mehlsorten ist es bedeutend besser geworden. Aber weitere unbekannte Substanzen/Lebensmittel führten wiederholt zum Hautausschlag. Somit ist das ein ständiger Begleiter. Habe noch keine Hilfe von Ärzten bekommen. Antibiotikum und Cortison helfen nicht. Was tun? Die Seite war hilfreich, weil verschiedene Auslöser für derartige Symptome genannt werden.