Pemphigus vulgaris

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Pemphigus vulgaris ist eine klassische Krankheit, welche - auf Grund ihrer Symptomatik und des Erscheinungsbildes - der Dermatologie zuzuordnen ist. Vorwiegend beschränkt sich die Auswirkung der Pemphigus vulgaris auf das Hautgewebe des Betroffenen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Pemphigus vulgaris?

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Die Pemphigus vulgaris ist im Endeffekt eine Autoimmunerkrankung, welche vorwiegend die Haut betrifft. Bei der Pemphigus vulgaris klagt der Patient über eine Blasenbildung, die direkt auf der Haut auftritt. Mediziner gehen davon aus, dass es eine kausale Verbindung mit der Pemphigus vulgaris und etwaigen Autoimmunerkrankungen gibt, die vorwiegend andere Organe betreffen. Auch in Verbindung stehende Karzinome oder Lymphome gelten mitunter als zusammenhängender Auftritt mit der Pemphigus vulgaris.

Ist der Patient von der Pemphigus vulgaris betroffen, attackiert das eigene Immunsystem die Haut. Jene Autoimmunerkrankung sorgt in weiterer Folge dafür, dass die Hautzellen und das Hautgewebe geschädigt und sodann zerstört werden. Durch die Gewebeschädigung kann Gewebswasser auftreten. Jenes sammelt sich in den auftretenden Blasen, die charakteristisch für die Pemphigus vulgaris sind. Der Mediziner unterteilt die Pemphigus vulgaris in zwei Stufen bzw. Phasen. So gibt es die Generalisationsphase und die Initialphase.

Ursachen

Die Erkrankung Pemphigus vulgaris tritt relativ selten auf. Jedoch nimmt sie in allen Fällen einen sehr schweren Verlauf. Bislang gibt es keine direkte Ursache, weshalb die Pemphigus vulgaris auftritt. Das ist auch der Grund, warum sich eine Therapie äußerst schwierig gestaltet. Jedoch haben die Mediziner verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefasst, welche eine derartige Erkrankung begünstigen können. Mitunter können Karzinome, Tumore oder auch Eiweißkörper die Pemphigus vulgaris auslösen.

Unter Verdacht stehen unter anderem auch etwaige Wirkstoffe in unterschiedlichen Medikamenten. Jedoch gibt es keine 100%-igen Beweise, welche Ursachen tatsächlich eine Pemphigus vulgaris auslösen können. Viele Mediziner sind der Ansicht, dass auch physikalische Faktoren die Pemphigus vulgaris begünstigen bzw. sogar auslösen können. Darunter fallen etwa UV-Strahlen, großflächige Verbrennungen der Haut oder auch Röntgenstrahlen. Jedoch gibt es auch für diese Theorien keine Bestätigung.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Pemphigus vulgaris:

Der Patient klagt vorwiegend über klassische Symptomen, welche charakteristisch für die Pemphigus vulgaris sind. Das sind Blasen, welche an den Schleimhäuten auftreten sowie Rötungen, aufgeplatzte Blasen sowie Fieber, allgemeine Schwäche und auch Appetitlosigkeit. Der Patient klagt primär über eine Blasenbildung auf der Haut. Jene füllen sich mit einer Flüssigkeit und breiten sich relativ schnell aus.

Bei einer Pemphigus vulgaris treten die gefüllten Blasen primär im Gesicht, dem Rücken sowie am Bauch auf. In weiterer Folge können auch die Leisten, die Achselhöhlen sowie das Gesäß betroffen sein. Das klassische Anzeichen einer Pemphigus vulgaris ist die Blasenbildung in der Mundschleimhaut; jene Bläschen sind das erste Anzeichen einer derartigen Erkrankung. Auf Grund der sehr weitläufigen und großflächigen Hautdefekte, können in weiterem Krankheitsverlauf eitrige Herde entstehen, in welche Krankheitskeime eindringen und Infektionen auslösen.

Der Patient klagt über stark juckende Verkrustungen sowie Narben. Bei sehr starken Verläufen kann der Betroffene unter Fieber leiden. Viele Patienten stellen ein eklatant verändertes Hautbild fest. Die Beschwerden und Symptome der Pemphigus vulgaris klingen äußerst langsam ab, sodass die Heilung viel Geduld benötigt. Während früher viele Menschen noch an Pemphigus vulgaris starben, ist die Todesrate - auf Grund der Behandlungsmöglichkeiten - drastisch zurückgegangen. Heute besteht keine akute Lebensgefahr mehr.

Diagnose

Der Mediziner führt, bei Verdacht auf Pemphigus vulgaris, einen speziellen Hauttest durch. Des Weiteren wird, neben der diagnostischen Abklärung, auch eine visuelle Begutachtung durchgeführt. Jene erfolgt mittels einer mikroskopischen Betrachtung der betroffenen Hautstellen. Ebenfalls führt der Mediziner eine Bestimmung der Antikörper durch, damit er mit Sicherheit die Diagnose Pemphigus vulgaris stellen kann.

Behandlung und Therapie

Eine Behandlung und Therapie ist äußerst langwierig bzw. basiert primär auf der Verordnung von Medikamenten. Die Medikamente sollen in erster Linie dafür sorgen, dass das Immunsystem geschwächt wird, sodass es nicht permanent den eigenen Körper angreift. Vorwiegend handelt es sich bei den Medikamenten um ausgewählte Arzneistoffe, welche im Regelfall stark kortisonhaltig sind. Jedoch besteht die Therapie bei Pemphigus vulgaris aus unterschiedlichen Verfahren, wobei nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen - sofern bekannt - bekämpft werden.

Tritt die Blasenbildung primär im Mundbereich auf, können Mundspülungen hilfreich sein. Der Patient sollte auf scharfe oder sehr salzhaltige Lebensmittel verzichten. Mit kortisonhaltigen Salben können die restlichen betroffenen Hautareale behandelt werden. Wichtig ist, dass dabei keimfreie Verbände angelegt werden. Jene müssen feucht bleiben, damit eine Verkrustung der Blasen vermieden wird. Ebenfalls können, auf Grund der Verbände, etwaige Infektionen verhindert werden. Der Mediziner verordnet in weiterer Folge schmerzstillende Medikamente, damit der Patient eine Erleichterung bei der Aufnahme von Flüssigkeit und Speisen genießt.

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Vorbeugung

Pemphigus vulgaris kann definitiv nicht vorgebeugt werden. Vorwiegend wird die Erkrankung bei Personen beobachtet, die bereits das 30. Lebensjahr überschritten haben. Positiv ist jedoch, dass immer mehr Fälle von Selbstheilung dokumentiert wurden. Nur sehr wenige Patienten leiden unter einem chronischen Krankheitsverlauf.

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