Juckreiz im Intimbereich

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. Juli 2015
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Juckreiz im Intimbereich ist ein Symptom vieler möglicher Erkrankungen der Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane. Meist liegt es einer bakteriellen Infektion zugrunde und bedarf einer ärztlichen Behandlung der Grunderkrankung zur Heilung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Juckreiz im Intimbereich?

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Medikamente gegen: Juckreiz

Unter Juckreiz im Intimbereich versteht man ein Symptom, das sich durch Juckreiz im gesamten Intimbereich äußert und Anzeichen einer Infektion von Ausscheidungs- oder Geschlechtsorganen ist. Der Juckreiz im Intimbereich kann leicht ausfallen und muss nicht kontinuierlich spürbar sein, es kann sich dabei um ein sporadisches oder tageszeitabhängiges Symptom handeln.

Schwerer Juckreiz im Intimbereich führt hingegen dazu, dass sich der Betroffene kratzt, häufig auch unbewusst - dadurch verschlimmert sich das Problem nur noch und es kommt zu offenen Wunden, die den Juckreiz verstärken, da sie sich ebenfalls erneut entzünden können. Bei Juckreiz im Intimbereich handelt es sich nie um eine eigenständige Erkrankung, sondern immer nur um ein Symptom einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung, die behandelt werden muss, damit sich der Juckreiz im Intimbereich wieder normalisiert.

Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen von Juckreiz im Intimbereich gehören bakterielle Infektionen der dort befindlichen Organe. Bei der Frau sind dies die Vagina und der Ausgang der Harnröhre, beim Mann sind vor allem die empfindliche Eichel des Penis sowie das Ende der Harnröhre an der Spitze des Penis betroffen.

Häufig handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die schnell passieren kann, wenn man ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer bereits infizierten Person hat. Auch viele Geschlechtskrankheiten führen zu Juckreiz im Intimbereich, der sich nicht nur auf eine einzige Stelle beschränkt.

Harmlosere Ursachen wären Reizungen der Haut, wie sie nach einer Rasur entstehen können. Dann ebbt der Juckreiz im Intimbereich aber schnell wieder ab und der Betroffene hat darunter nicht lange zu leiden. Diese Form geht mit einer Rötung der Haut oder mit vermehrter Bildung von kleinen Pickeln einher. Handelt es sich hingegen um eine bakterielle Infektion, wird der Juckreiz im Intimbereich oft von übelriechendem Ausfluss begleitet.

Krankheiten

Diagnose

Der Juckreiz im Intimbereich gestaltet sich bei jeder Erkrankung anders. Handelt es sich um eine harmlose Reizung des empfindlichen Intimbereichs, dann verschwindet er oft bald wieder von ganz alleine und hält nicht lange an. Nach einigen Stunden oder nach wenigen Tagen hört das Juckreiz im Intimbereich schon wieder auf und die Haut erholt sich ebenfalls sichtlich, ohne dass eine Behandlung erforderlich war.

Bei Infektionen und Geschlechtskrankheiten dagegen entwickelt sich der Juckreiz im Intimbereich schnell und hält in diesem Zustand lange an, bis sich etwas bessert. Ohne Behandlung würden Infektionen mehrere Wochen oder sogar Monate anhalten. Insbesondere bei Geschlechtskrankheiten kann man damit rechnen, ohne Behandlung monatelang mit dem Problem zu kämpfen zu haben.

Der Verlauf bessert sich nach Beginn der Einnahme von Medikamenten aber meist schnell und der Juckreiz im Intimbereich verschwindet als eines der ersten Symptome. Je nachdem, wie schlimm die Folgen etwa durch das Kratzen waren, kann es danach noch einige Tage oder Wochen dauern, bis sich entstandene Wunden ebenfalls schließen, wodurch sich der Verlauf trotzdem etwas hinzieht. Die Diagnose dagegen ist immer recht einfach - es reicht die Anamnese, um festzustellen, dass der Patient unter Juckreiz im Intimbereich leidet. Meist wird dann ein Abstrich gemacht, um zu untersuchen, um welchen Erreger es sich handelt.

Behandlung und Therapie

Da es sich bei behandlungsbedürftigem Juckreiz im Intimbereich meist um bakterielle Infektionen handelt, wird in der Regel mittels Antibiotika behandelt. Diese müssen bei Infektionen von Ausscheidungs- und Geschlechtsorganen häufig wochenlang eingenommen werden, um sicherzugehen, dass alle Erreger erfolgreich abgetötet wurden.

Der Juckreiz im Intimbereich bessert sich dabei als eines der ersten Symptome; dennoch darf man nicht davon ausgehen, dass die kurzzeitige Einnahme ausreicht, bis der Juckreiz im Intimbereich verschwunden ist.

Damit alle Erreger tatsächlich abgetötet werden, bedarf es einer durchgehenden Einnahme der verschriebenen Antibiotika. Bei starkem Juckreiz im Intimbereich sollte man den Arzt zusätzlich auf lindernde Salben zur äußerlichen Anwendung ansprechen.

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Vorbeugung

Juckreiz im Intimbereich kann man am besten vorbeugen, indem man beim Geschlechtsverkehr vor allem mit unbekannten Personen mit Kondom verhütet. Wenn man den Verdacht hat, dass der Partner unter einer sexuell übertragbaren Krankheit leidet, dann sollte man den Geschlechtsverkehr lieber ganz bleiben lassen, um absolut sicher zu sein. Gegen die typischen Reizungen der Haut bei einer Rasur kann man wenig tun; reagiert die Haut auf eine Rasur mit starkem Juckreiz im Intimbereich, dann sollte man danach ein pflegendes Produkt auftragen und auf gar keinen Fall mit Enthaarungscreme arbeiten.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Cantenac kommentierte am 15.06.2015 um 21:35 Uhr

Ich leide seit über einem Jahr an einem konstantem Juckreiz an der Peniswurzel und dem angrenzenden Hodensack! Sichtbar ist aber abgesehen von der schuppenden Haut, laut dem Dermatologen gar nichts. Stressbedingt kam es anschließend im Schambereich zu einer Art Kontaktekzem. Kortison-Salbe brachte Linderung, solange die Behandlung andauerte. Anschließend kam dieser lästige Juckreiz wieder zurück. Später litt ich am ganzen Körper an einer atopischen Dermatitis, wiederum mit unerträglichem Juckreiz an der Peniswurzel. Der Dermatologe verschrieb mir anschließend eine Tacrolismus-Salbe, die sich nach dem Einreiben wie ein Sonnenbrand anfühlte und woraufhin ich mich nach 4-5 Tagen eigenmächtig entschlossen habe, diese Tortur zu beenden. Mittlerweile habe ich die Angelegenheit soweit im Griff, dass ich ca. 1mal wöchentlich etwas Hydrocortisoncreme einstreiche, was mir recht gut hilft. Ich glaube, dass die Psyche und Stress maßgeblich beteiligt sind im Umgang mit der Haut und Juckreiz. Ich habe versucht den Juckreiz als ein Teil von mir zu betrachten und umso gelassener ich dabei bin, umso weniger intensiv verspüre ich den Juckreiz. Meistens spüre ich ihn Abends, wenn ich zu Hause gemütlich auf dem Sofa sitze. Manchmal glaube ich, dass der Juckreiz sich abwechselt von links nach rechts oder am Hodensack seitlich links und rechts 2-3 cm nach unten. Mittlerweile zweifle ich an der Kompetenz von Dermatologen, da mir ihre Salben nur kurzfristig Linderung brachten, mir aber langfristig oder in der Ursachenfindung nicht weiterhelfen konnten. Meine eigene Behandlung hilft mir mittlerweile am Besten und ich glaube, dass vielleicht 1mal die Woche etwas Hydrocortisoncreme der Haut keinen Schaden zufügt. Ich wäre einfach nur froh, wenn ich wenigstens die Ursache genau wüsste.