Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. Juli 2017
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Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf bezeichnen von mehreren Wurmgattungen ausgelöste Erkrankungen, die neben der Haut auch den Magen-Darm-Trakt und die Lunge befallen und ernste Beschwerden wie Blutarmut und schwere Hustenanfälle verursachen können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf?

Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf zählen zu den häufigsten Erkrankungen, mit denen sich Reisende in tropischen und sehr heißen Regionen Asiens, Afrikas, Süd- und Mittelamerikas sowie des Mittelmeerraums infizieren. Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf werden durch verschiedene Unterarten der Wurmgattung der Ancylostomatidae ausgelöst, die durch den Kontakt mit dem Kot infizierter Hunde und Katzen in die Haut gelangen.

Die typischen schlangenförmigen Erhebungen der Haut gaben der Hakenwurmkrankheit auch den geläufigen Namen Hautmaulwurf. Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf sind in der Regel mit speziellen Medikamenten gut behandelbar. Durch wenige Vorsichtsmaßnahmen kann eine Ansteckung mit den Parasiten, die Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf auslösen, gut vermieden werden.

Ursachen

Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf werden von den Larven der Ancylostomatidae verursacht, die sich im Kot infizierter Tiere und Menschen befinden und sich bei Kontakt innerhalb weniger Sekunden in die Haut eines neuen Wirtes bohren. In den meisten Fällen kommt es durch das Barfußgehen zu einer Infektion mit den Erregern, aber auch durch Kotspuren verunreinigte Liegen auf Badestränden und der Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln ermöglichen den Larven, sich zu verbreiten.

Für die meisten Unterarten der Würmer, die Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf auslösen, wie den bei Hunden vorkommenden Ancylostoma caninum ist der Mensch ein Fehlwirt. Kommt es zu einer Infektion mit diesen Hakenwürmern, reifen die Larven im menschlichen Körper nicht zu adulten Würmern heran, sondern sterben nach maximal drei Monaten ab. Dadurch sind Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf in der Regel selbstlimitierend, das heißt sie heilen mit dem Absterben der Larven von selbst aus.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf:

Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf machen sich zunächst durch entzündliche Veränderungen der Hautoberfläche bemerkbar. Diese für die Erkrankung typischen schlangenförmigen und gewundenen Läsionen erscheinen einige Stunden bis mehrere Wochen nach dem Eindringen der Larven als dünne rote Gänge unter der Haut. Sie zeigen sich in erster Linie an den Fußsohlen, können aber je nach Eintrittspforte der Erreger auch andere Hautstellen befallen. Diese stark juckenden Wanderungsgänge der Larven können in schweren Fällen mehrere Millimeter pro Tag fortschreiten.

Im weiteren Verlauf der Hakenwurmkrankheit und des Hautmaulwurfs kommt es je nach Erregerart nach etwa einem Monat zu einem Befall der inneren Organe, wenn die Larven über die Blutbahn in den Darm und die Lunge geraten, wo sie sich zu adulten Würmern entwickeln. Im Dünndarm saugen sich die Erreger von Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf an der Schleimhaut fest und ernähren sich von Blut, wodurch es zu starkem Blutverlust des Patienten kommt.

Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf führen bei Befall des Darmtrakts zu schleimig-blutigem Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, starken Bauchschmerzen, Blähungen und Appetitlosigkeit. Ein Befall der Lunge äußert sich in Symptomen, die denen einer Bronchitis ähnlich sind, vor allem in heftigen Hustenanfällen und Atemnot.

Diagnose

Die durch Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf verursachten charakteristischen Hautveränderungen ermöglichen in den meisten Fällen eine schnelle und eindeutige Diagnose, die mit freiem Auge gestellt werden kann. Ein klinischer Nachweis der Larven der Würmer, die sich unter der Haut befinden und verbreiten, ist nur in seltenen Fällen möglich. Der Arzt kann in einer Stuhlprobe unter dem Mikroskop die Eier der Würmer, die Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf auslösen, eindeutig erkennen. Zusätzlich kann ein Bluttest Aufschluss über den parasitären Befall bringen, da im Falle von Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf die Anzahl bestimmter Blutzellen rasant ansteigt.

Komplikationen

Die Erkrankung führt zu starken Veränderungen der Haut. Juckreiz, Rötungen der Haut und offene Wunden stellen sich am Körper ein. Über die Wunden können zusätzliche Krankheitserreger leicht und ungehindert in den Organismus gelangen und zu weiteren Erkrankungen führen. In schweren Fällen droht eine Blutvergiftung, die einen tödlichen Verlauf nehmen kann. Durch die Hautveränderungen ist ein optischer Makel gegeben. Dieser kann zu einer immensen emotionalen und seelischen Belastung beitragen. Das Selbstwertgefühl sinkt, Verhaltensänderungen treten auf und ein sozialer Rückzug ist möglich. Übelkeit, Erbrechen und starke Bauchschmerzen gehören zu den Symptomen, die den Gesundheitszustand weiter verschlechtern. Durchfall, ein Blähbauch und Flatulenz treten auf.

Im Stuhl befindet sich häufig Blut, was eine angstauslösende Wirkung auf den Betroffenen hat. Kommt es wiederholt zu panischen Reaktionen, steigt das Risiko, an einer Panikstörung zu erkranken. Zu den Beschwerden der Hautwurmkrankheit zählt der Appetitverlust. Das kann zu einer Unterversorgung des Organismus führen und die vorhandene Antriebslosigkeit weiter verstärken. Darüber hinaus besteht die Gefahr, an einer Essstörung zu erkranken. Die Hakenwurmkrankheit löst einen Blutmangel im Kreislaufsystem aus. Die Organe werden nicht mehr ausreichend mit notwendigen Nähr- und Botenstoffen versorgt. Das kann zu Funktionsstörungen und Ausfallerscheinungen führen. Bei einem anhaltenden Zustand drohen irreparable Schäden und Beeinträchtigungen.

Behandlung und Therapie

Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf können mit speziellen Medikamenten auf Basis von Antiwurm-Mitteln wirksam behandelt werden, denn diese lähmen den Muskelapparat der Parasiten und ermöglichen dem menschlichen Immunsystem dadurch, die Larven innerhalb weniger Tage effektiv zu bekämpfen und schließlich zu beseitigen. Vor allem die Wirkstoffe Albendazol, Ivermectin und Thiabendazol haben sich in der Therapie von Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf erfolgreich bewährt. Diese Arzneistoffe werden je nach Lokalisation der Wurmlarven und Stadium von Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf äußerlich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen oder oral eingenommen.

Da die innerliche Anwendung dieser Medikamente mit starken Nebenwirkungen einhergeht, kommen sie erst dann zur Anwendung, wenn durch die äußerliche Therapie nach etwa einer Woche keine eindeutige Besserung erzielt werden konnte. Treten im Zuge von Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf begleitende Beschwerden wie schleimiger Durchfall, Übelkeit und Erbrechen oder starker Husten auf, können die Symptome durch eine gezielte Medikation gelindert werden.

Vor allem der unerträgliche Juckreiz, der mit der Hakenwurmkrankheit und dem Hautmaulwurf einhergeht, kann mit kühlenden und hautberuhigenden Salben auf Basis von juckreizstillenden Wirkstoffen wie Glukokotikoid oder Antihistaminika gut therapiert werden.



Vorbeugung

Menschen, die sich in Risikogebieten aufhalten, können eine Ansteckung mit der Hakenwurmkrankheit und dem Hautmaulwurf wirksam vermeiden, indem sie grundsätzlich feste Schuhe tragen und in freiem Gelände nie barfuß laufen. Vor allem an Orten, die mit kontaminierten Exkrementen verunreinigt sein könnten, ist besondere Vorsicht geboten. Dies gilt auch für Spielplätze, Sandkisten und Strände.

Öffentliche Badeliegen können mit einem eigenen Handtuch abgedeckt werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Haustiere sollten in regelmäßigen Abständen entwurmt werden. Eine Impfung gegen Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf befindet sich derzeit in der Entwicklung.

Bücher über Tropenkrankheiten

Quellen

  • Payk, T.: Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie. Thieme, Stuttgart 2013
  • Dilling, H. & Freyberger, H.J.: Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, Huber Verlag, 6. Auflage 2012
  • Siegenthaler, W. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose Innere Krankheiten – vom Symptom zur Diagnose. Thieme, Stuttgart 2005
  • Bergner, T. M. H.: Burnout-Prävention. Schattauer, Stuttgart 2012
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2012
  • Tölle, R., Windgassen, K.: Psychiatrie. Springer, Berlin 2014

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