Hüfte

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Hüfte

Die Hüfte liegt zwischen den Oberschenkeln und dem Rumpf und ist maßgeblich am aufrechten Stand sowie auch für die Beweglichkeit der Beine verantwortlich. Somit ermöglicht die Hüfte das Gehen und kann gleichzeitig den Körper stabilisieren. Liegt eine Erkrankung der Hüfte vor, hat diese oftmals eine gravierende Auswirkung auf die Mobilität des Menschen sowie auch auf dessen Gehvermögen.

Inhaltsverzeichnis

Definiton

Die Hüfte setzt sich aus zwei Hüftgelenken zusammen und umfasst des Weiteren die Beckenregion. Das Hüftgelenk ist - auf Grund der Form - ein klassisches Kugelgelenk, das eine Beweglichkeit des Oberschenkels ermöglicht. Das Hüftgelenk zählt zum zweitgrößten Gelenk im Körper; nur das Knie stellt ein größeres Gelenk dar.

Des Weiteren ist das Hüftgelenk jenes Gelenk, welches die meiste Belastung erfährt. Aus diesem Grund gibt es auch zahlreiche Erkrankungen, wobei ein Großteil auf eine Überbelastung oder einen Verschleiß zurückzuführen sind.

Anatomie

Das Hüftgelenk setzt sich aus dem Hüftbein (Os coxae), dem Hüftkopf (Caput ossis femoris) sowie der Hüftpfanne (Acetabulum) zusammen. Das Gelenk selbst geht aus einer Verschmelzung von Schambein, Sitzbein und Darmbein hervor, wobei das obere Ende des Oberschenkelknochens den Hüftkopf darstellt.

Der Oberschenkelknochen ist zudem in die Hüftpfanne, die einen Teil des Beckens darstellt, eingebettet. Der Hüftkopf selbst ist zu rund 50 Prozent von der Hüftpfanne umgeben. Die Hüftpfanne sowie der Hüftkopf werden von einer Knorpelschicht sowie einer Hüftgelenkskapsel überzogen.

Auf der Innenseite der Gelenkkapsel wird die Gelenkflüssigkeit produziert - die Synovia. Jene versorgt im weiteren Verlauf den Hüftkopf, den Knorpel und die Hüftpfanne mit Nährstoffen und sorgt gleichzeitig auch für die Schmiervorrichtung des Gelenks, sodass sich jenes reibungslos bewegen kann.

Die Gelenkkapsel wird hingegen von mehreren Bändern stabilisiert, sodass ein Auskugeln des Gelenks verhindert werden kann; in weiterer Folge wird die Hüfte auch von Muskeln umgeben, welche nicht nur für eine Stabilisierung des Gelenks sorgen, sondern auch als Schutz dienen.

Funktion

Mit den Muskeln und Bändern sichert das Hüftgelenk die unzähligen Bewegungsabläufe, die im menschlichen Körper stattfinden. Dabei lässt sich das Gelenk dreidimensional bewegen und ermöglicht dadurch ein Strecken, Beugen sowie ein Heranführen und Spreizen sowie auch die Auswärts- und Einwärtsdrehung.

Das Hüftgelenk ist mitunter auch verantwortlich, dass das Bein bewegt werden kann. Somit stellt die Hüfte einen wesentlichen Teil des Gangbildes dar. Jedoch ist das Hüftgelenk nicht nur für die vielen Bewegungsabläufe zuständig, sondern dient auch als Stoßdämpfer, der vor allem beim Springen, Gehen, Schlägen und Stößen zum Einsatz kommt.

Des Weiteren wird der Körper beim Stehen stabilisiert, sodass der Mensch über einen aufrechten Stand verfügt. Auf Grund der vielen Funktionen und Belastungen, welche die Hüfte ertragen muss, ist das Gelenk jedoch für Verschleißerscheinungen anfällig.



Erkrankungen der Hüfte

Hüftgelenkserkrankungen sorgen vorwiegend für Schmerzen und auch für Einschränkungen der Beweglichkeit. Mitunter klagt der Betroffene über morgendliche Schmerzen, die direkt nach dem Aufstehen eintreten, Steifheit, sofern lange Ruhepausen genossen wurden sowie auch über Schwellungen des Gelenks.

Die häufigste Erkrankung, welche Erwachsene erleiden können, ist die Coxarthrose. Dabei handelt es sich um Verschleißerscheinungen des Gelenks; hier sind vorwiegend die Hüftpfanne sowie der Hüftkopf beschädigt. Vorwiegend macht sich die Coxarthrose durch Schmerzen beim Gehen bemerkbar, wobei im weiteren Krankheitsverlauf auch Schmerzen im Ruhestand auftreten. Die Ursache der Coxarthrose liegt etwa im Verschleiß des Gelenks.

Mitunter können aber auch Erkrankungen, die bereits im Kindesalter aufgetreten sind (beispielsweise die Hüftdysplasie), für eine Coxarthrose verantwortlich sein. Selbst eine Fraktur der Hüfte oder entzündliche Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, können eine Coxarthrose begünstigen. In wenigen Fällen sind auch Infektionen oder auch Stoffwechselerkrankungen (beispielsweise Gicht) für eine Coxarthrose verantwortlich.

Eine weitere Erkrankung, die mitunter oftmals das Gelenk betrifft, ist die Hüftkopfnekrose. Dabei stirbt das Knochengewebe ab, sodass der Knochen, der direkt am Hüftkopf vorhanden ist, zerstört wird.

Mitunter kann der Patient auch von einer Hüftgelenksentzündung betroffen sein; jene Erkrankung tritt jedoch nur selten auf. Auch Schleimbeutelentzündungen, Labrumläsionen oder Hüftimpingemente können auftreten, zu Schmerzen führen und die Beweglichkeit des Betroffenen einschränken.

Bei Kindern ist vorwiegend die Hüftdysplasie für eine Einschränkung der Beweglichkeit verantwortlich. Dabei handelt es sich um eine angeborene Erkrankung der Hüfte, bei welcher die Hüftpfanne nicht zu ganzen Teilen ausgebildet ist und somit der Hüftkopf nicht gänzlich umschlossen wird, sodass gravierende Einschränkungen in der Mobilität gegeben sind.

Mitunter können auch Morbus Perthes, Coxitis fugax oder auch die Epiphysiolysis capitis femoris im Kindesalter auftreten. In allen Fällen leiden die Kinder unter sehr starken Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen.

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