Frozen Shoulder (Schultergelenk­entzündung)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. Dezember 2014
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Eine Schultergelenkentzündung oder besser unter frozen shoulder bekannt, bezeichnet schmerzhafte Veränderungen im Schulterbereich, die Bewegungen aller Art schlussendlich sehr einschränken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Frozen Shoulder?

Alle Veränderungen im Schultergürtel, die zu Schmerzen und schließlich zu einer Steifheit der Schulter führen, bezeichnet man als Schultergelenkentzündung. Betroffene Patienten sind in ihrer Bewegungsfähigkeit meist deutlich eingeschränkt. Aus diesem Grund nennt man diese Erkrankung auch Schultersteife oder Frozen Shoulder.

Sehr häufig sind Männer und Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren betroffen. Meist sind die Symptome nur an einer Schulter erkennbar; nur bei jedem dritten Patienten sind beide Schultern betroffen.

Ursachen von Frozen Shoulder

Der Frozen Shoulder kann eine Vielzahl an unterschiedlichen Ursachen zugrunde liegen. Neben einer Schleimbeutel- oder einer Sehnenentzündung kann auch das Impingementsyndrom der Auslöser für die Frozen Shoulder sein. Verändern sich die Knochen oder Sehnen im Schulterbereich, kann dies auf Verletzungen oder Unfälle zurückzuführen sein.

In den meisten Fällen aber tritt die Erkrankung bei älteren Menschen auf und ist dann auf eine allgemeine Verkalkung der Schultern und Sehnen zurückzuführen. Kann der Arzt keine erkennbaren Ursachen für die Schultergelenkentzündung finden, spricht man von einer primären Frozen Shoulder. Bei der sekundären Frozen Shoulder wiederum sind Verletzungen oder Unfälle als Ursache genau feststellbar.

Möglicherweise spielt bei der Entstehung der Schultergelenkentzündung eine erbliche Veranlagung eine Rolle; erwiesen ist dies jedoch nicht. Sicher ist, dass Menschen, die an diversen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes leiden, deutlich häufiger von einer Frozen Shoulder betroffen sind.

Symptome und Verlauf von Frozen Shoulder

Typische Symptome einer Schultergelenkentzündung:

Die Schultergelenkentzündung ist eine schleichende Erkrankung, die zunächst mit nächtlichen Schulterschmerzen beginnt. Diese verschlimmern sich im Laufe der Zeit so sehr, dass die Schulter schließlich sehr in ihrer Bewegung eingeschränkt ist. Bei einigen Patienten kann es zudem zu einer Überwärmung der Schulter kommen; auch ein angeschwollenes Schultergelenk ist keine Seltenheit.

Bei einer Schultergelenkentzündung kann man von drei verschiedenen Stadien ausgehen: Das erste Stadium ist gekennzeichnet von nächtlichen Schulterschmerzen, während in der zweiten Phase eine zusätzliche Versteifung stattfindet. In diesem Stadium kann es passieren, dass die Schultermuskulatur zurückgeht und die Patienten eine Art Schonhaltung einnehmen. Dies wiederum kann neue Schmerzen, ausgehend vom Nacken oder der Brust, verursachen.

Die dritte Phase wiederum ist schmerzfrei; nun klingen die Symptome langsam ab. Bezeichnet wird diese Phase auch als Thawing Shoulder. Wie lange diese Phase dauert, ist von Patient zu Patient verschieden; bei einigen Patienten werden die Schulterschmerzen chronisch. In diesem Fall können die Schulterschmerzen schlimmere Erkrankungen wie eine Schulterarthrose auslösen.

Diagnose von Frozen Shoulder

Anhand der geschilderten Beschwerden kann der Arzt die Frozen shoulder meist eindeutig diagnostizieren. Bei der körperlichen Untersuchung reagiert der Patient meist auf einen Druck der Schulter. Unter Umständen wird er Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen durchführen, um Gewissheit zu bekommen. Die Röntgenaufnahme weist in der Regel keine Auffälligkeiten auf. Muskeln, Sehnen und Bänder wiederum können mit der Ultraschalluntersuchung gut betrachtet werden.

Häufig führt eine allgemeine Verkalkung zu einer Schultergelenkentzündung. Diese Reizung kann die Schulterschmerzen hervorrufen.

Behandlung von Frozen Shoulder

Wie die Frozen Shoulder behandelt wird, hängt in erster Linie von deren Ursache ab. Sehr häufig werden Medikamente beziehungsweise physiotherapeutische Maßnahmen verschrieben. Auch die Akupunktur hat sich als eine Form der Behandlung gut bewährt und konnte bei vielen Patienten die Beschwerden deutlich lindern. Verkehrt wäre es, die Schulter ruhig zu stellen, da dies eine Versteifung fördert.

Allerdings sollte man vor allem bei den krankengymnastischen Übungen die Schulter nicht überfordern. Neben der manuellen Therapie, die häufig verschrieben wird, helfen ebenso Elektrotherapie sowie diverse Wärme- und Kältebehandlungen gut. Alle diese Maßnahmen sollen sowohl die Durchblutung verbessern als auch die Beweglichkeit der Schulter wiederherstellen. Sind die Schmerzen sehr stark, können diese mit entzündungshemmenden Tabletten wie Diclofenac oder Ibuprofen behandelt werden.

Nur in wenigen Fällen ist eine Operation nötig. Haben sich die Beschwerden jedoch nach sechs Monaten noch nicht gegeben oder sind diese sogar schlimmer geworden, sollte man unter Umständen über diese Möglichkeit nachdenken. Vor solch einer Operation sollte man eine Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie durchführen lassen. Diese wird meist mit der sogenannten Schlüssellochtechnik durchgeführt; eine offene Operation an der Schulter wird immer seltener.

Häufig führt der behandelnde Arzt zur Diagnose eine Gelenkspiegelung durch. Während dieser Untersuchung kann er nicht nur eine eindeutige Diagnose stellen, sondern die Schultergelenkentzündung teilweise auch gleich behandeln.

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Vorbeugung von Frozen Shoulder

Vorbeugen kann man der Schultergelenkentzündung kaum. Aber eine gute Körperhaltung und regelmäßige Rückenschule können helfen. Sobald die ersten Beschwerden auftreten ist es sehr wichtig, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Je eher die Behandlung beginnt, desto mehr Erfolg verspricht diese. Eine allzu starke Belastung der Schulter ist zu vermeiden, bis die Ursachen für die Erkrankung geklärt sind.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Sonja kommentierte am 02.04.2016 um 19:39 Uhr

Ich habe 3 Monate unter akuter Frozen Shoulder gelitten, konnte meinen linken Arm nur ca. 10% bewegen. Ich konnte mich nicht alleine ausziehen, nicht selbst Autofahren, nur auf dem Rücken schlafen. Ich war quasi einarmig unterwegs. Ich wurde mit Kortison-Injektion + Kortison-Tabletten behandelt ohne merkliche Besserung. Auch Physiotherapie brachte nur kurzfristig Verbesserung in der Beweglichkeit. Deutsche Ärzte prognostizierten mir einen Krankheitsverlauf von 1-3 Jahren. Vor 2 Wochen habe ich mich in Tallinn/Estland von Dr. Oolo/Trigenics behandeln lassen und nach nur 1 Behandlung (120 min) konnte ich meine Schulter wieder frei bewegen. Dr. Oolo hat seine Behandlungsmethode selbst erfunden (forscht seit über 30 Jahren im Thema) und hat eine Erfolgsquote von 98%. Mein behandelnder Orthopäde in Deutschland war sprachlos und meinte, dass er so etwas in 35 Jahren Berufserfahrung noch nicht erlebt hätte. Leider kennt diese Behandlung in Deutschland niemand, weder Ärzte noch Krankenversicherung.

preppi s kommentierte am 17.05.2016 um 18:30 Uhr

Nach einem Sturz auf die Schulter ist der nächtliche Schmerz da gewesen. Innerhalb von 2 Monaten ohne eine Schonhaltung einzunehmen wurde die Schultersteife massiv. Inzwischen sind es ca. 4 Monate und die Schmerzen sind unaufhaltsam schlimm, ich kann mich kaum noch selber u.a. anziehen und frisieren. Daher denke ich nun an eine OP.