Enanthem

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 25. April 2017
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Bei einem Enanthem treten im Laufe der Erkrankung Schwellungen der kleinen Gefäße in den Schleimhäuten auf. Diese Schwellungen sind eine Reaktion des Immunsystems. Die Schwellung der Gefäße mit den roten und fleckigen Färbungen an den Schleimhäuten sind typisch für das Enanthem. Oftmals klagen Patienten mit einem Enanthem über Brennen, Jucken sowie auch Schwellungen und Schmerzen an den betroffenen Stellen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Enanthem?

Der Mediziner bezeichnet das Enanthem als Ausschlag der Schleimhäute. Im Regelfall leiden Patienten unter einem Enanthem an einem Befall der Mundschleimhaut. Hier sind rote Flecken oder relativ große rote Flächen zu sehen. Diese breiten sich im Mund sowie Rachenraum aus. Es kann auch zu Schwellungen im betroffenen Gebiet kommen. Ebenfalls treten Bläschen auf. Eine Bläschenbildung bei einem Enanthem ist ein weiteres Symptom.

Ursachen

Es gibt unterschiedliche Ursachen, weshalb der Patient unter einem Enanthem leidet. In erster Linie tritt das Enanthem auf Grund eines Infekts auf. Leidet der Patient unter einer Infektionskrankheit, ist ein Enanthem möglich. Dies wird auf Grund von Viren (etwa Röteln, Masern oder Windpocken) ausgelöst. Auch Bakterien können mitunter verantwortlich sein.

So tritt das Enanthem während Syphilis, Scharlach oder etwa Typhus auf. Säuglinge und Kleinkinder erhalten das Enanthem in Verbindung mit dem relativ selten auftretenden Kawasaki-Syndrom. Das Kawasaki-Syndrom ist eine seltene Erkrankung der Lymphknoten. Diese Erkrankung ist ein Auslöser für Schleimhautausschläge.

Es gibt auch - neben den unterschiedlichen Erkrankungen - die Möglichkeit von Allergien. So gibt es bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien wie etwa eine Allergie gegen Medikamente, welche das Enanthem begünstigt. Auch Vergiftungen (durch Pflegeprodukte) sind mitunter für das Enanthem verantwortlich. Die Ursache muss der behandelnde Mediziner klären, bevor er eine Therapie gegen das Enanthem verordnet.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Enanthem sind Ausschläge an den Schleimhäuten. Diese sind entweder relativ kleinflächig, oder auch relativ großflächig. Je nach Intensität gibt es unterschiedliche Symptome in Form von auftretenden Rötungen und Schwellungen. Der Arzt stellt die Diagnose auf Grund einer Begutachtung des Patienten. In Verbindung mit dem Abklären von weiteren Symptomen erhält der Mediziner die Bestätigung, dass es sich bei der Erkrankung um ein Enanthem handelt. In vielen Fällen ist eine Infektionskrankheit der Auslöser für ein Enanthem.

Diagnose

Das Enanthem klingt nach der Behandlung der Grunderkrankung - oder dessen natürlichen Heilung - in der Regel von selbst ab. Das bedeutet, dass es weder Komplikationen noch Spätfolgen durch das Enanthem gibt. Handelt es sich um ein Enanthem, welches auf Grund einer Allergie oder einer Vergiftung auftritt, ist es für die Mediziner schwierig, die richtige Behandlung zu finden. Schlussendlich muss der Arzt die Grunderkrankung erkennen und sehr wohl diese richtig behandeln. Ist das nicht der Fall, dauert es lange, bis das Enanthem abklingt.

Viele Mediziner wenden spezielle Tests ab, um die richtige Diagnose zu stellen. Diagnostiziert der Mediziner eine Vergiftung oder eine Auslösung durch eine Allergie, versucht dieser diese Ursache zu behandeln. So soll der Patient bestimmte Medikamente weglassen oder auch diverse Nahrungsmittel nicht mehr konsumieren. Wichtig ist, dass der Patient weiß, welche Nahrungsmittel er nicht verträgt - das gilt auch für Medikamente. Oftmals hilft der Besuch beim Allgemeinmediziner - dieser weiß, welche Medikamente möglicherweise eine Allergie auslösen und somit für das Enanthem verantwortlich sind.

Behandlung und Therapie

Im Endeffekt richtet sich die Behandlung des Enanthem nach der Grunderkrankung des Betroffenen. Handelt es sich um Syphilis oder etwa Scharlach, erhält der Patient eine Therapie mittels Antibiotika. Somit lässt nicht nur die Krankheit nach, sondern auch das Enanthem.

Nach dem Abtöten der Bakterien während dem Therapieverlauf, werden nicht nur die Symptome weniger, sondern geht auch das Enanthem zurück. Jedoch gibt es eine lokale Möglichkeit der Behandlung. Hier behandelt der Betroffene das Enanthem durch eine Spülung oder bestimmte Lotion.

Liegt eine starke Infektion vor, die sehr wohl das Enanthem verstärkt, ist eine lokale Behandlung durch entsprechende Medikamente notwendig. Grundlegend wird darauf geachtet, dass der Patient mögliche auslösende Medikamente sowie Nahrungsmittel weglässt, um die Symptome zu lindern und das Enanthem zu beseitigen. Das ist jedoch nur möglich, wenn dieser ein Tagebuch führt, welche Nahrungsmittel er zu sich nimmt - schlussendlich funktioniert das Erkennen einer Allergie auf Grund des "Ausschlussprinzips". Das bedeutet: Welche Nahrungsmittel nimmt der Patient ein, welche die Allergie auslösen?



Vorbeugung von Enanthem

Eine Vorbeugung eines Enanthem ist jedoch nur dann möglich, wenn es sich um eine Allergie oder eine etwaige Vergiftung handelt. Jedoch ist es wichtig, dass der Patient weiß, welche Allergie er hat. Oftmals bemerken Patienten jahrelang nichts von einer Allergie oder Unverträglichkeit, bis erstmals das Enanthem auftritt.

Auf Grund von Infektionskrankheiten ist es nicht möglich, dass hier das Enanthem verhindert wird. Wichtig ist, dass Personen, welche über ein angeschlagenes oder schlechtes Immunsystem verfügen, den Kontakt mit erkrankten Personen meiden. So ist eine Vorbeugung des Enanthem möglich.

Bücher über gesunde Zähne

Quellen

  • Gängler P. et al.: Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme Verlag. 3. Auflage 2010
  • Reitemeier B.: Einführung in die Zahnmedizin. Thieme Verlag. 1. Auflage 2006
  • Gängler, P., et al.: Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Weber, T.: Memorix Zahnmedizin. Thieme, Stuttgart 2009
  • Hellwege, K.D.: Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe, Georg Thieme Verlag, 6. Auflage, 2003
  • Kramer E. Prophylaxefibel, Grundlagen der Zahngesundheit; Deutscher Zahnärzte Verlag (2009)

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