Dysurie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. März 2016
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Die Dysurie bezeichnet die Blasenentleerung, die mit Schmerzen verbunden ist. In der Regel ist sie dann erschwert und oft auch mit teilweise massiven Schmerzen verbunden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Dysurie?

Mit Dysurie (altgriechisch: „dys“ – miss-, un- und „ouron“ – Harn) wird in der medizinischen Fachsprache eine erschwerte, aber gewollte Blasenentleerung bezeichnet, die oft mit Blasenschmerzen verbunden ist. Die Dysurie stellt dabei ein so genanntes Leitsymptom der Harnblasenentleerungsstörungen dar und tritt meist zusammen mit der so genannten Pollakisurie (häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen) auf.

Bei dieser Erkrankung kommt es unter Umständen vor, dass auch nur ein paar wenige Tröpfchen Urin ausgeschieden werden. Die Algurie sowie die Strangurie sind Formen der Dysurie. Von einer Algurie wird gesprochen, wenn das Harnlassen Schmerzen verursacht. Die Strangurie ist in der Regel von Blasenkrämpfen gekennzeichnet. Für die Strangurie sind dabei in der Regel Entzündungen der Harnwege (z. B. Zystitis oder auch Urethritis) ursächlich.

Ursachen

Als Ursache für die Dysurie kann ein Harnwegsinfekt, verursacht durch Bakterien (z. B. Escherichia coli), möglich sein. Dabei kommt es zu einer entzündlichen Veränderung der Blase und/ oder der Harnleiter. Auch Vorerkrankungen wie Blasenkatarrh, Harnröhrenprobleme, Blasensteine sowie eine Entzündung der Bläschendrüse oder auch eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse können ursächlich für die Dysurie sein.

Meist erleiden Frauen aufgrund der kürzeren Harnröhre häufiger eine Dysurie, als Männer. Experten vermuten, dass auch psychosomatische Ursachen für die Dysurie verantwortlich sein könnten.

Bei der Dysurie ist das Wasserlassen oft erschwert und meist auch mit Schmerzen verbunden, oft geht die Erkrankung auch mit einem extremen Harndrang einher. Bei einem gesunden Menschen erfolgt etwa bis zu sechs Mal pro Tag die Blasenentleerung, bei der Dysurie erfolgt die Entleerung der Blase wesentlich häufiger, dafür aber mit einer geringeren Menge an Urin. Schmerzbedingt erfolgt die Entleerung oft nur tröpfchenweise.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Der Arzt stellt die Diagnose Dysurie in der Regel anhand der vom Patienten geschilderten Symptome. Während einer körperlichen Untersuchung wird der Arzt die Flanken im Bereich der Nieren abklopfen. Reagieren die Nieren auf den Klopfschmerz empfindlich, könnte dies auf eine Entzündung der Nieren hinweisen.

Die Diagnose und auch die Auffindung der Ursache werden häufig mittels einer Urinuntersuchung gesichert. Dabei erfolgt eine genaue Untersuchung des Harns auf Beimengungen von Blut, Bakterien, Eiter oder andere Fremdkörper.

Eine weitere Möglichkeit zur sicheren Diagnosestellung ist die Untersuchung von Restharn, bei der mit Hilfe von Ultraschall die in der Blase zurückgebliebene Menge an Harn nach dem Wasserlassen untersucht wird. Generell sollten auch die ableitenden Harnwege in einer Ultraschalluntersuchung auf mögliche Erkrankungen (z. B. Steine) untersucht werden.

Wenn die Dysurie nicht behandelt oder verschleppt wird, dann kann ein chronischer Verlauf eintreten. Probleme mit dem Wasserlassen könnten unter Umständen in seltenen Fällen zu einem Urinrückstau in die Blase führen, was sich dann meist zu einer Blasenentzündung entwickelt.

Ist die Dysurie mit einem völligen Verschluss (so genannte Harnverhaltung) verbunden, dann muss die Erkrankung sofort behandelt werden. Bei Männern ist die Dysurie möglicherweise eine Folgeerscheinung einer vergrößerten Prostata, bei der es zu einem Verschluss der ableitenden Harnwege kommt. In diesem Fall besteht im Prinzip eine Unfähigkeit der Blasenentleerung.

Behandlung

Ist ein Patient an einer Dysurie erkrankt, dann ist es notwendig, neben den vorhandenen Symptomen auch die möglichen Ursachen zu behandeln. Die jeweiligen medizinischen Beschreibungen zur Diagnose geben Informationen zur konkreten Medikation im Fall einer Dysurie.

Die Linderung der Schmerzen beim Wasserlassen sowie auch bei akuten Problemen kann mit Hilfe von speziellen Nieren-Blasen-Tees erfolgen. Eine hohe Flüssigkeitsaufnahme ist generell wichtig für die Behandlung der Dysurie. So sollte vor allem im Zeitraum zwischen 17 und 19 Uhr eine besonders große Menge Flüssigkeit aufgenommen werden, da während dieses Zeitraums sowohl Blase als auch Nieren in ihrer aktiven Phase sind.

Unter Umständen können zur Linderung der Schmerzen bei einer Dysurie auch warme Fuß- oder auch Sitzbäder sowie heiße Packungen aus Leinsamen, die auf die Blasen- und Lendengegend aufgelegt werden, beitragen. Ist der Patient an einer Dysurie erkrankt, dann ist es sinnvoll, zweimal pro Tag ein Glas Wasser mit jeweils zwei Teelöffeln Apfelessig zu trinken, was möglichen Entzündungen vorbeugen kann.

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Vorbeugung

Einer Dysurie kann mit einer ausreichenden Zufuhr von Flüssigkeit (bis zu drei Liter am Tag) vorgebeugt werden. Als weitere vorbeugende Maßnahme sollte es möglichst vermieden werden, dass der Unterleib unterkühlt. Zusätzlich sollte nach dem Geschlechtsverkehr auf eine gründliche Hygiene geachtet werden. So können Infektionen der Harnwege vermieden werden, was auch einer Dysurie vorbeugt.

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