Dysphagie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2015
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Der menschliche Körper muss regelmäßig mit Flüssigkeit versorgt werden. Die Zufuhr der Flüssigkeit erfolgt in der Regel über den Mund. Im Rahmen einer Dysphagie kann es jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen in Bezug auf die Zufuhr von Flüssigkeit kommen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Dysphagie?

Der Begriff Dysphagie oder auch Schluckstörung, bezeichnet in der modernen Medizin sowohl leichte als auch schwere Schluckbeschwerden. Diese resultieren aus der Beeinträchtigung von Strukturen der Schluckfunktion.

Resultierend aus einer Dysphagie müssen die betroffenen Patienten im Rahmen der Nahrungsaufnahme besonders viel Kraft aufbringen. Die Ursachen einer Dysphagie wurden bereits in den vergangenen Jahren einer detaillierten Untersuchung unterzogen.

Ursachen

Eine Dysphagie tritt in der Regel als die Folge einer neurologischen Grunderkrankung in Erscheinung. So wird eine Dysphagie immer wieder im Anschluss an einen Schlaganfall diagnostiziert. Oftmals tritt eine Dysphagie auch im Rahmen eines Unfalls in Erscheinung.

Gemäß den Aussagen von erfahrenen Medizinern leiden vor allem Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma unter einer Dysphagie. Die bereits erwähnten Ursachen stellen jedoch nur einen Bruchteil der möglichen Ursachen dar. Nicht selten basiert eine Dysphagie auf einer geschwächten Muskulatur. Besonders deutlich wird diese Tatsache am Beispiel von Parkinson. Desgleichen kann eine Dysphagie bei Erkältungskrankheiten, Entzündungen oder Struma ausgelöst werden.

Eine Dysphagie kann auch als das Resultat eines Tumors im Bereich der Schluckwege in Erscheinung treten. Neben dem Mund werden sowohl der Hals als auch die Speiseröhre als ein wichtiger Bestandteil der Schluckwege angesehen. In Abhängigkeit zur jeweiligen Ursache kann eine Dysphagie mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen.

Krankheiten

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Dysphagie:

Im Rahmen einer Dysphagie leiden die betroffenen Patienten nicht selten unter einem starken Druckgefühl im Bereich des Halses. Die aufgenommene Nahrung kann nicht mehr einwandfrei in den Magen befördert werden. Neben Erstickungsanfällen werden auch Hustenanfälle immer wieder als ein typisches Symptom einer Dysphagie genannt.

Eine Dysphagie führt in den meisten Fällen zu massiven Kaustörungen. Diese Kaustörungen können zu einem Ausfluss von Speichel aus dem Mund führen. Da sich in den meisten Fällen eine Schwäche im Bereich der Muskulatur für das Auftreten einer Dysphagie verantwortlich zeichnet, kann auch die Zunge in ihrer Funktion beeinträchtigt sein. Trotz des medizinischen Fortschritts kann eine Dysphagie immer erst dann behandelt werden, wenn eine aussagekräftige Diagnose erstellt wurde.

Diagnose

Gurgeln mit Salzwasser desinfiziert den Hals-Rachenraum und lindert Schluckbeschwerden.

Ob die beschriebenen Symptome wirklich auf eine Dysphagie hinweisen, kann nur von einem fachkundigen Arzt beurteilt werden. Darüber hinaus kann nur ein entsprechend ausgebildeter Arzt das Ausmaß einer Dysphagie bestimmen. Die Erstellung einer aussagekräftigen Diagnose erfolgt in den meisten Fällen in einem Krankenhaus. Die in einem Krankenhaus tätigen Neurologen haben besonders viel Erfahrung in Bezug auf die Behandlung einer Dysphagie.

Einen wesentlichen Bestandteil der modernen Diagnostik stellt die Anamnese dar. Bei der Anamnese handelt es sich um eine umfangreiche Befragung der Patienten. Da die bereits aufgeführten Symptome auch auf andere Krankheiten hinweisen können, wird im Rahmen der Anamnese oftmals eine spezielle Checkliste abgearbeitet. Nur so können Fehler vermieden werden.

Im Anschluss an die Befragung müssen sich die betroffenen Patienten oftmals einer körperlichen Untersuchung unterziehen. Im Rahmen einer Computertomografie können beispielsweise Tumore als eine mögliche Ursache für eine Dysphagie ermittelt werden. Eine Endoskopie ermöglicht dem behandelnden Arzt ebenfalls einen detaillierten Überblick über das Ausmaß der Erkrankung. Resultierend aus den möglichen Komplikationen sollte eine Dysphagie so schnell wie möglich behandelt werden.

Behandlung

Die Behandlung einer Dysphagie kann sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden. In Abhängigkeit zur vorliegenden Ursache wird ein detaillierter Therapieplan erstellt. Aus diesem Grund steht nicht selten die Durchführung einer Schlucktherapie im Vordergrund der Behandlung. Darüber hinaus können spezielle Hebeübungen die Muskulatur im Bereich des Kopfes aktiv stärken.

Im Rahmen der Schlucktherapie erlernen die betroffenen Patienten unter anderem auch spezielle Schlucktechniken, welche einem Erstickungsanfall vorbeugen können. Im Anfangsstadium der Behandlung dürfen die betroffenen Patienten oftmals nur leichte Kost zu sich nehmen. So stehen beispielsweise pürierte Speisen auf dem Speiseplan der betroffenen Patienten. Ein gleichzeitiger Einsatz von speziellen Bestecken ist ebenfalls möglich.

Sofern es sich um eine besonders schwere Form der Dysphagie handelt, muss eine Magensonde gelegt werden. Nur so kann einer Unterernährung wirksam vorgebeugt werden. Ein Luftröhrenschnitt wird immer dann durchgeführt, wenn der Speichel der betroffenen Patienten in die Luftröhre eindringt. Ergänzend zu den bereits erwähnten Therapieverfahren werden in den meisten Fällen auch spezielle Medikamente eingesetzt. Unbehandelt kann eines Dysphagie tödlich enden.

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Vorbeugung

Bis dato kann einer Dysphagie nicht vorgebeugt werden. Zur Vermeidung von kurzzeitigen Schluckbeschwerden ist zu empfehlen, die aufgenommene Nahrung sorgfältig zu zerkleinern. Beschwerden im Bereich der Schluckwege sollten ebenfalls frühzeitig behandelt werden. Nur so kann das Auftreten einer Dysphagie so gut wie möglich verhindert werden.

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