Augenschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 6. Juli 2016
Gesundpedia.deSymptome Augenschmerzen

Augenschmerzen bezeichnen unspezifische Beschwerden der Augen, die sich durch Jucken, Brennen, schmerzhafte Schwellungen oder Rötungen äußern können. Sie sind lediglich ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Häufig werden Augenschmerzen durch Fremdkörper oder Krankheitserreger hervorgerufen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Augenschmerzen?

Als Augenschmerzen werden allgemeine Beschwerden im Bereich der Augen bezeichnet. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um ein trockenes Brennen.

Häufig kommt es aber auch zu sichtbaren Rötungen, die jucken und sich geschwollen anfühlen können. Tatsächliche Schwellungen kommen ebenfalls vor und verursachen unangenehme Beschwerden.

Augenschmerzen sind meist keine eigenständige Erkrankung, sondern deuten auf eine Infektion oder eine mechanische Reizung hin. Sie sind damit lediglich eins von vielen möglichen Symptomen und haben noch nicht einmal immer etwas damit zu tun, dass die Augen alleine betroffen sind.

Oft treten Augenschmerzen etwa bei Erkältung oder bei Infektionen anderer Art auf, die sich bis hin zu den Augen verschleppt haben.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen von Augenschmerzen sind mechanische Reizung oder Infektionen.

Augenschmerzen entstehen beispielsweise, wenn man zu lange vor dem Bildschirm gegessen hat oder Schwierigkeiten mit der Verträglichkeit von Kontaktlinsen bekommt.

Trockene Augen verursachen charakteristisch brennende Augenschmerzen, die sich leicht von denen unterscheiden lassen, die durch eine Infektion entstanden sind.

Die klassische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) geht beispielsweise mit Augenschmerzen einher, die juckende, trockene und brennende Schmerzen des Auges selbst und Rötungen der Haut nach sich ziehen.

Das Auge kann mit der Zeit auch unangenehm spannen und auf diese Weise Augenschmerzen verursachen. Seltener haben Augenschmerzen andere Ursachen, die seltener sind: Verschiedene Erkrankungen des Augeninneren können zu Schmerzen führen, beispielsweise akute Migräneanfälle oder die Entstehung eines Glaukoms (Grüner Star).

Sehr selten führen Tumorerkrankungen des Kopfraums zu Augenschmerzen, die von innen her zu kommen scheinen und dann jedoch nicht das alleinige Symptom wären.

Diagnose und Verlauf

Die üblichen Augenschmerzen lassen sich sehr schnell auf eine Diagnose zurückführen, denn sie äußern sich charakteristisch. Brennende Augenschmerzen etwa deuten auf ein trockenes Auge hin und treten sporadisch immer wieder auf.

Trockene Augen sind häufig der Grund für Augenbrennen.

Einen linearen Verlauf gibt es nicht, brennende Augenschmerzen durch Austrocknung treten dafür immer wieder auf, wenn das Auge zu stark belastet wurde oder etwa die Kontaktlinse gewechselt und herausgenommen werden muss.

Entzündliche Augenschmerzen gehen mit einer sichtbaren Entzündung des Auges oder eines anderen Bereichs des Kopfes einher, sodass man auch sie leicht auf eine Quelle zurückführen kann.

Schwieriger wird die Diagnose bei Augenschmerzen, deren Ursache nicht so offensichtlich ist. Üblicherweise wird zuerst eine Augeninnendruckmessung beim Augenarzt durchgeführt, da diese Aufschluss über viele mögliche Erkrankungen geben kann. Mit weiteren Hilfsmitteln kann der Augenarzt dann die Diagnose fälle und erkennen, woher die Augenschmerzen stammen.

Behandlung und Therapie

Augenschmerzen lassen sich in der Regel leicht behandeln und die Wirkung tritt innerhalb kurzer Zeit schon ein. Brennende, trockene Augen können getropft werden, dazu reicht bereits Kochsalzlösung, wenn man gerade nichts anderes hat. Andernfalls kann man sich in der Apotheke eine spezielle Tropfenmischung geben lassen oder Lipid-Spray verwenden.

Dieses Spray ersetzt die natürliche Lipidschicht auf dem Auge: Dies ist die äußerste Tränenschicht, die verhindert, dass der Flüssigkeitsfilm auf dem Augapfel verdunstet und das Auge austrocknet. Bei entzündetem Auge hilft eine sanfte Wäsche mit lauwarmem Kamillentee oder einer Mischung aus der Apotheke.

Eine leichte Entzündung klingt mit der Zeit von alleine wieder ab und man sollte das Auge lediglich nicht reiben oder gar kratzen, da das die Reizung nur verschlimmert.

Bei Augenschmerzen ohne erkennbare Ursache oder bei starken Beschwerden, die nicht von alleine wieder verschwinden und immer belastender werden, sollte man sich an den Arzt wenden, denn sie lassen sich meist effektiv mit den richtigen Medikamenten behandeln.

Treten die Augenschmerzen beispielsweise während einer Migräne auf und sind zusätzlich belastend, sollte man sie ebenfalls mit dem Arzt abklären, auch wenn man bereits gegen die Migräne selbst behandelt wird. Augenschmerzen als begleitendes Symptom lassen sich ebenfalls reduzieren und man muss nicht still unter ihnen leiden, wenn man sie auch medikamentös bekämpfen könnte.



Vorbeugung

Mechanisch bedingt Augenschmerzen kann man verhindern, indem man aufs richtige Licht bei der Arbeit achtet und nicht versucht, länger am Bildschirm zu sitzen, als man kann. Zudem helfen Tropfen und Sprays aus der Apotheke, die sich an Kontaktlinsenträger richten und dennoch auch von jedem anderen Betroffenen benutzt werden können. Bei Erkältungen ist Hygiene angesagt, denn so verhindert man, dass sich Krankheitserreger und Keime bis hin zum Auge verschleppen und dort eine Entzündung hervorrufen. Wichtig sind zudem die regelmäßigen Untersuchungen beim Augenarzt, um auch den schwerwiegenden Erkrankungen der Augen vorzubeugen.

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