Hornhautgeschwür

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Lichtempfindlichkeit sowie tränende und schmerzhafte Augen sind die ersten Anzeichen für ein Hornhautgeschwür. Das Ulcus corneae muss relativ schnell von einem Arzt behandelt werden. So kann der Patient etwaige Folgeschäden durch das Hornhautgeschwür vermeiden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Hornhautgeschwür?

Das Hornhautgeschwür tritt direkt am Rand der Hornhaut auf. Dadurch entsteht eine Infektion, sodass Erreger durch diese kleine Verletzung, direkt an der Oberfläche der Hornhaut, eindringen. Die Erreger sorgen für ein gereiztes sowie gerötetes Auge. Die Hornhaut des Auges ist jedoch extrem wichtig für die Sehfähigkeit. Das bedeutet, dass der Betroffene nicht zögern darf und sofort von einem Augenarzt behandelt werden muss.

Durch das Hornhautgeschwür kann eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit gegeben sein. Der Patient bemerkt die Verletzung des Auges oftmals nur durch Schmerzen oder einen nicht mehr zu kontrollierenden Tränenfluss. Diese Verletzung der Hornhaut ist im Endeffekt auch der Auslöser für das Hornhautgeschwür.

Ursachen von Hornhautgeschwür

Das Hornhautgeschwür entsteht durch eine Hornhautentzündung (Keratitis). Hier sind bestimmte Krankheitserreger, durch die Verletzung, in das Auge gelangt und sorgen somit für eine Entzündung. Es gibt jedoch auch weitere Faktoren, die ein Hornhautgeschwür begünstigen. Dazu zählen beispielsweise trockene Augen oder auch das häufige Verwenden von Kontaktlinsen. Trägt der Patient bei einem verletzten Auge noch immer die Kontaktlinsen, erhöhen sich die Chancen, dass er ein Hornhautgeschwür bekommt.

Auch eine Tränensackentzündung fördert das Hornhautgeschwür. Des Weiteren gibt es Grunderkrankungen, welche ein Hornhautgeschwür begünstigen. Dazu zählen etwa rheumatische Krankheiten, ein sehr hohes Lebensalter oder auch Diabetes mellitus, welche ein Hornhautgeschwür auslösen können.

Symptome und Verlauf von Hornhautgeschwür

Typische Symptome eines Hornhautgeschwürs:

Klassische Symptome eines Hornhautgeschwürs sind unter anderem gerötete Augen sowie Augenschmerzen. Ebenfalls beschreibt der Patient, dass er einen Fremdkörper in seinem Auge fühlt. Der Patient ist lichtempfindlich und klagt auch immer wieder über tränende Augen. Das bedeutet, dass er den Tränenfluss nicht kontrollieren kann. Ebenfalls klagen viele Patienten über deutliche Sehstörungen oder auch eine sehr starke Beeinträchtigung ihrer Sehfähigkeit. Damit das Hornhautgeschwür keine bleibenden Schäden verursacht, ist eine rasche Behandlung erforderlich.

Der Verlauf des Hornhautgeschwürs kann mitunter - bei einer Nichtbehandlung - fatale Folgen mit sich bringen. Das bedeutet, dass der Patient bei den ersten Anzeichen, sofort einen Mediziner aufsuchen muss. Das Sehvermögen kann innerhalb weniger Stunden derart getrübt werden, dass nach der Therapie des Arztes eine Narbe auf der Hornhaut bestehen bleibt. Diese Narbe, direkt auf der Hornhaut, sorgt für eine sehr starke Sehbeeinträchtigung. Bei einer Nichtbehandlung ist sogar das Erblinden, des vom Hornhautgeschwür betroffenen Auges, möglich.

Diagnose von Hornhautgeschwür

Die Diagnose Hornhautgeschwür stellt der behandelnde Arzt. Hier ist es ratsam, sich - bei den oben erwähnten Symptomen - von einem Spezialisten bzw. Facharzt untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt im Rahmen einer Anamnese die Diagnose. Bereits durch das Gespräch mit dem Patienten und der Schilderung der Symptome kann der behandelnde Arzt beinahe sicher sein, dass es sich um ein Hornhautgeschwür handelt. Mittels Spaltlampe untersucht der Arzt das betroffene Auge. Mit einer Spülung des Tränengangs sowie auch einer Reinigung desselben, kann der Arzt eine Bestätigung seines Verdachtes einholen. Ebenfalls ist ein Abstrich vom Hornhautgeschwür sowie der Augenbindehaut - in einigen Fällen - notwendig.

Behandlung von Hornhautgeschwür

Eine Behandlung sowie Therapie, gegen das Hornhautgeschwür, findet im Regelfall örtlich statt. Das bedeutet, dass der Mediziner die Tränenwege spült. Trägt der Patient Kontaktlinsen, sollte er - bis zur kompletten Heilung der Hornhaut - darauf verzichten. Doch neben der Behandlung des Hornhautgeschwürs, muss der Arzt auch die Erreger bekämpfen. Hier verabreicht der Arzt antibiotische Augentropfen. Stellt der Arzt auch eine Entzündung der Augenhaut fest, ist eine Therapie mittels Antibiotika notwendig. Diese erhält der Patient in Tablettenform.

Stellt der Arzt bereits Schäden an der Hornhaut fest (Löcher oder ein stark fortgeschrittenes Hornhautgeschwür), steht dem Patient im Endeffekt nur die Operation als einzige sinnvolle Behandlungsmöglichkeit, zur Verfügung. Bei der Operation findet eine Transplantation der Hornhaut statt. Oftmals ist eine Operation nicht ausreichend, sodass der Patient mehrere Eingriffe über sich ergehen lassen muss. Auch wenn die konservative Therapie (Augentropfen sowie Medikamente) keine Wirkung zeigt, ist ein Eingriff notwendig. Die Behandlungsdauer erstreckt sich oftmals über einige Wochen.

Auch bei einer rheumatischen Ursache des Hornhautgeschwürs ist es notwendig, dass dies operativ behandelt wird. Jedoch besteht die Gefahr der Neubildung des Hornhautgeschwürs. Bleibt nach einer konservativen Behandlung eine Narbe auf der Hornhaut zurück, hat der Patient eine Beeinträchtigung des Sehvermögens. Hier ist nur mehr die Linderung, durch die Folgen des Hornhautgeschwürs, mit Hilfe einer Hornhauttransplantation möglich.

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Vorbeugung von Hornhautgeschwür

Eine Vorbeugung des Hornhautgeschwürs ist nur bedingt möglich. Wichtig ist, dass der Patient darauf achtet, dass er direkte Schäden an der Hornhaut vermeidet. Das bedeutet, dass er vor allem auf die notwendige Hygiene, beim Verwenden von Kontaktlinsen, achten muss. Kontaktlinsen sollten generell nur einen Tag - und nie über die Nacht beim Schlafen - eingesetzt sein. Ansonsten besteht die Gefahr einer Verletzung und eines Hornhautgeschwürs.

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