Atkins-Diät

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. November 2014
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Die Atkins-Diät wurde nach ihrem Erfinder, dem US-amerikanischen Kardiologen und Ernährungswissenschaftler Robert C. Atkins (1930 - 2003) benannt. Selbst übergewichtig, hat sich Atkins dem Ziel verschrieben, eine Diät zu entwickeln, bei der man abnimmt, ohne zu hungern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Atkins-Diät?

1972 mündeten seine Forschungen in die Publikation der sogenannten Atkins-Diät. Diese verzichtet nahezu vollständig auf Kohlenhydrate (Low-Carb-Prinzip) und nutzt stattdessen Fette und Eiweiße (Proteine) als Energielieferanten.

Durch diese ketogene Ernährung der Atkis-Diät – Fett wird hier in Keton-Körper umgewandelt – soll der Stoffwechsel positiv beeinflusst werden, stoffwechselbedingte Erkrankungen sollen geheilt oder zumindest gebessert werden.

Die Atkins-Diät wurde als Diät-Revolution gefeiert und fand Millionen von Anhängern, die in ihr einen alternativen Lebensstil sahen.

Grundsätze, Ziele & Prinzip

Zur Umstellung des Stoffwechsels auf Ketone (sog. Ketose) wird bei der Atkins-Diät zunächst der Glykogenspeicher geleert. Kohlenhydrate dürfen in dieser Phase nur aus grünem Gemüse bzw. Salat kommen und 20 Gramm pro Tag nicht überschreiten. Dafür sind alle Arten von Fleisch ebenso erlaubt wie Fisch, Eier, Käse und Fette.

Ziel des Einstiegs in die Atkins-Diät ist es, ein Gleichgewicht zwischen Glukose und Ketonkörpern herzustellen. Überflüssige Ketonkörper sollen über die Atmung, die Haut und den Urin ausgeschieden, die Glukosekurve des Blutes stabilisiert werden. Nach ungefähr vierzehn Tagen wird bei der Atkins-Diät die Kohlenhydrate-Zufuhr um ca. 5 Gramm pro Woche gesteigert. Gemüse bleibt der Hauptlieferant für Kohlenhydrate, aber auch Beerenobst ist nun möglich.

Wenn sich das Gewicht bei ungefähr zwei bis fünf Kilo über dem Wunschgewicht stabilisiert hat, ist es Zeit für Phase drei der Atkins-Diät. Diese besteht in einer nochmaligen Steigerung der Kohlenhydratzufuhr, um ein langsameres Abnehmen zu gewährleisten und damit dem Stoffwechsel Zeit zu geben, sich an die Veränderungen zu gewöhnen. Hat man das Wunschgewicht erreicht, wird Phase vier der Atkins-Diät eingeläutet: die Dauerernährung nach der Gewichtsabnahmen. Stärkereiche Gemüse wie Mais und Kartoffeln werden bei der Atkins-Diät ebenso gemieden wie Weißmehl und Zucker. Es ist nun nicht mehr erforderlich, den Stoffwechsel weiter in der Ketose zu halten.

Durchführung & Anwendung

Wer mit der Atkins-Diät abnehmen und vor allem langfristig sein Gewicht halten will, muss durch die grammweise Erhöhung der Kohlenhydratzufuhr und genaues Wiegen herausfinden, ab welcher täglichen Kohlenhydratmenge er persönlich zunimmt.

Bei den meisten Menschen, die sich nach der Atkins-Diät ernähren, pendelt sich die Kohlenhydratmenge bei vierzig bis sechzig Gramm pro Tag ein. Zwar sind bei der lebenslangen Atkins-Diät nach der Gewichtsabnahme wieder bedeutend mehr Lebensmittel erlaubt, Teigwaren und Kartoffeln sowie alle daraus hergestellten Produkte sollten der Atkins-Diät zufolge jedoch auch weiterhin nur in Ausnahmefällen genossen werden.

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Kritik & Risiken

Bis heute ist die Atkins-Diät nicht unumstritten. Kritikern gilt sie nicht nur als einseitig, sondern gar als potenziell gesundheitsschädlich, da der Fettgehalt bei einer Ernährung nach der Atkins-Diät bei über fünfzig Prozent liegt. Schließlich bestätigten Studien immer wieder die Zusammenhänge zwischen Nahrungsfetten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Im praktischen Test hingegen konnte dieser schädigende Effekt der Atkins-Diät nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Neben dem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehen Kritiker ein weiteres Problem der Atkins-Diät darin, dass sie dem Körper weniger Kohlenhydrate zur Verfügung stellt, als dieser für die Versorgung des Gehirns und der Muskeln mit Zucker benötige.

Dies führe zu Schwächeanfällen, Muskelkrämpfen, Durchfällen und Hautausschlägen. Eine ketogene Ernährung könne über eine längere Zeit zu Verstopfungen und Akne, aber auch schwerwiegenden Problemen wie Niereninsuffizienz oder Leberschäden führen. Eine neuere Langzeitstudie (Johns Hopkins Medical Institutions, High-Fat Ketogenic Diet to Control Seizures Is Safe Over Long Term, Study Suggests, 17. Februar 2010) jedoch konnte diese Befürchtungen nicht bestätigen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Jasmin kommentierte am 21.04.2015 um 20:38 Uhr

Hallo an alle, ich habe einen coolen Beitrag gefunden über die Atkins Diät: http://www.derneuemann.net/atkins-diaet-abnehmen/4657