Tietze-Syndrom (Morbus Tietze)


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 22. August 2018

Das Tietze-Syndrom, auch Morbus Tietze genannt, bezeichnet eine Erkrankung, bei der die Knorpelansätze der Rippen bzw. des Brustbeins teils sichtbar anschwellen und Schmerzen verursachen. Die Ursachen für die Symptome können oftmals nicht eindeutig geklärt werden. In manchen Fällen verschwinden die Beschwerden nach einigen Monaten von selbst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Tietze-Syndrom (Morbus Tietze)?

Charakteristisch für das Tietze-Syndrom (Morbus Tietze) sind Schmerzen im Bereich des Brustbeins beim Husten und Einatmen.

Morbus Tietze, in der Fachsprache als Chondropathia tuberosa bekannt, ist eine Schwellung im Bereich der Rippen und/oder des Brustbeins. Genaugenommen sind es die Knorpel der betroffenen Knochenansätze, die unterschiedlich stark anschwellen und unter anderem Druckschmerzen und Beschwerden beim Ein- und Ausatmen hervorrufen.

Eine Entzündung, wie sie auf den ersten Blick vermutet werden könnte, liegt der dem Tietze-Syndrom meist nicht zugrunde. Da die Beschwerden auch von anderen Erkrankungen wie Herzbeschwerden ausgelöst werden können, sollte eine umfassende Untersuchung stattfinden.

Morbus Tietze äußert sich durch spontan auftretende Schwellungen im Brust- und Rippenbereich, die teils von außen sichtbar sind. In vielen Fällen sind diese von teils starken Schmerzen begleitet. Es gibt aber auch Einzelfälle, die bis auf die Schwellungen keinerlei Symptome aufweisen. Oftmals bereiten besonders der Druck auf den betroffenen Bereich und auch das tiefe Ein- und Ausatmen schmerzen. Teilweise strahlen diese Schmerzen bis in den Halsbereich aus.

Morbus Tietze wird in vielen Fällen nach einer Einlieferung des Betroffenen in eine Klinik diagnostiziert. Häufig werden die Beschwerden für einen Herzinfarkt oder eine Angina Pectoris gehalten. Allein schon aus diesem Grund sollte eine umfassende medizinische Untersuchung stattfinden, um andere gefährlichere Erkrankungen auszuschließen.

Das Tietze-Syndrom ist zwar schmerzhaft und belastend für den Betroffenen, aber nicht lebensgefährlich. Der behandelnde Arzt kann die Erkrankung meist nach einer regulären Untersuchung des Patienten feststellen, unter anderem durch einen Drucktest auf die betroffenen Stellen. Ein ausführliches Gespräch kann bei der Diagnose ebenfalls hilfreich sein. Wird eindeutig Morbus Tietze festgestellt, kann anschließend mit einer entsprechenden Therapie begonnen werden.

Des Weiteren weisen Betroffene oft einen beschleunigten Puls und ein übersteigertes Hitzegefühl auf, das auch mit einem schmerzhaften Brennen einhergehen kann. Viele der Symptome des Tietze-Syndroms sind zunächst unspezifisch; eine konkrete Diagnose kann nur durch einen Fachmediziner erfolgen.

Ursachen

Die Ursachen für das Tietze-Syndrom können oftmals nicht genau bestimmt werden. Die Beschwerden treten häufig ohne einen erkennbaren Auslöser aus. Auch intensive medizinische Untersuchungen bleiben nicht selten ohne Befund. Es wird allerdings vermutet, dass bestimmte Faktoren dazu beitragen können, dass Morbus Tietze entwickelt wird.

Dazu können unter anderem Mikrobrüche der betroffenen Knochen gehören, die etwa durch Ermüdung oder Überlastung entstehen. Auch ein vorheriger operativer Eingriff, der ein Öffnen des Brustkorbs beinhaltet, kann zur späteren Entstehung von Morbus Tietze beitragen.

Oftmals sind Menschen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr betroffen, wobei sich die Beschwerden mit zunehmendem Alter verstärken. Allerdings ist auch ein Auftreten bei Kindern nicht ausgeschlossen. Statistiken zufolge sind Frauen deutlich häufiger von Morbus Tietze betroffen als Männer.

Wann zum Arzt?

Schmerzen im Brustbein, die vor allem beim Seufzen, Niesen, Husten und Einatmen auftreten, sollten von einem Arzt abgeklärt werden. Zwar ist das Tietze-Syndrom keine schwere Erkrankung, jedoch kann es mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden sein. Zudem ähneln die Symptome denen eines Herzinfarkts, wodurch es zu einer Panikattacke kommen kann. Deshalb und um andere, möglicherweise ernste Erkrankungen auszuschließen, sollten die Krankheitszeichen von einem Allgemeinarzt untersucht werden. Das Tietze-Syndrom wird außerdem von einem Orthopäden oder Rheumatologen behandelt.

Bei Symptomen, die auf einen Herzinfarkt hindeuten sollte die Notaufnahme aufgesucht werden. Während der Behandlung ist keine enge Rücksprache mit dem Arzt notwendig. Die verordneten Medikamente sind leicht und rufen meist keine Neben- oder Wechselwirkungen hervor. Sollte es allerdings zu Beschwerden kommen, wird am besten der Arzt informiert. Bei chronischen Schmerzen ist eine weitergehende Untersuchung in einer Fachklinik vonnöten. Die Patienten sollten zudem einen Physiotherapeuten hinzuziehen, um durch gezielte sportliche Maßnahmen die Schmerzempfindlichkeit zu reduzieren.

Symptome und Verlauf

Beim Morbus Tietze kommt es zu einer Schwellung im Bereich des Brustbeinansatzes der zweiten oder dritten Rippe. Diese geschwollene Stelle ist druckschmerzhaft. Die Symptome des Morbus Tietze bestehen also vor allem in Schmerzen im Bereich der Brust und einer lokal umgrenzten Schwellung. Das Ausstrahlen der Schmerzen in den gesamten Bereich der Brust und die umliegenden Strukturen ist durchaus möglich. Charakteristisch für den Morbus Tietze sind der Druckschmerz an der betroffenen Stelle und die lokal begrenzte Schwellung im Bereich des Brustbeinansatzes der zweiten oder dritten Rippe. Bedingt durch den Schmerz können auch Schmerzen und/oder Probleme beim Ein- und Ausatmen auftreten.

Es ist zudem durchaus möglich, dass die Beschwerden bei heftigen Bewegungen und bei Anstrengung stärker werden. Auch ein Ausstrahlen in die Schulter und in den Arm ist denkbar. Es wird deutlich erkennbar, dass die Symptome relativ unspezifisch sind und auch auf Erkrankungen des Herzens und der Lunge zutreffen können. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Untersuchung bei den genannten Beschwerden von großer Bedeutung.

Das Tietze-Syndrom klingt nach einigen Monaten meist vollständig ab. Da die Ursachen der Erkrankung bisher nicht bekannt sind, ist keine kausale Therapie möglich. Insgesamt ist davon auszugehen, dass das Tietze-Syndrom zwar unangenehm und durchaus schmerzhaft sein kann, insgesamt jedoch harmlos ist. Die Prognose ist gut, bleibende Beschwerden sind nach dem Abklingen der Symptomatik nicht zu erwarten. Die Behandlung erfolgt nur symptomatisch, kann jedoch dazu führen, dass die Beschwerdefreiheit früher erreicht wird.

Diagnose

Die Diagnose des Morbus Tietze (Tietze-Syndrom) erfolgt anhand des klinischen Erscheinungsbildes und durch Ausschluss anderer möglicher Krankheiten. Der Arzt wird zunächst nach dem Auftreten der Beschwerden fragen und anschließend eine körperliche Untersuchung durchführen. Differentialdiagnostisch sind vor allem der Ausschluss der Kostochondritis und der Angina pectoris durchzuführen. Klinisch erscheint das Tietze-Syndrom recht eindeutig durch eine abgrenzbare druckschmerzhafte Schwellung im Bereich des Brustbeinansatzes der zweiten und dritten Rippe.

Die Abgrenzung zur Kostochondritis kann recht einfach erfolgen, da bei dieser keine Schwellung, Rötung oder Überwärmung auftritt. Von der Angina pectoris lässt sich das Tietze-Syndrom leicht abgrenzen, da eine reproduzierbarer Druckschmerz an einer bestimmten Stelle auftritt und eine Schwellung vorliegt. Auch ein EKG wird häufig geschrieben, um einen Herzinfarkt als Ursache der Beschwerden auszuschließen.

Weitere diagnostische Maßnahmen, die durchgeführt werden können sind z. B. Röntgenaufnahmen, um eine Verletzung der Rippen auszuschließen. Häufig erfolgt auch ein Abhören der Atemgeräusche, um eine Beteiligung der Lunge oder der Bronchien auszuschließen. Zudem ist es möglich, dass eine Sonografie durchgeführt wird. Diese Maßnahmen dienen dazu, innere Erkrankungen und Verletzungen als Ursache der Beschwerden auszuschließen. Nach Ausschluss anderer Ursachen kann das Tietze-Syndrom diagnostiziert werden. Die Diagnostik besteht also zunächst darin, andere möglicherweise bedrohliche Ursachen auszuschließen.

Behandlung und Therapie

Das Tietze-Syndrom kann im besten Fall nach einigen Monaten von alleine wieder verschwinden und die Beschwerden somit ein Ende finden. Da es während der Erkrankung zu teils starken Schmerzen kommt, wird der behandelnde Arzt höchstwahrscheinlich eine entsprechende Schmerztherapie einleiten. Unter anderem kann medikamentös mit Schmerzmitteln behandelt werden.

Welche Wirkstoffe verabreicht werden, hängt im Einzelfall davon ab, wie stark die Schmerzen ausfallen. Einige Betroffene benötigen nur leichte Schmerztabletten bzw. Antirheumatika; in schweren Fällen muss der Wirkstoff direkt ins Rückenmark gespritzt werden, um die Symptome lindern zu können.

Auch der Einsatz von muskelentspannenden Medikamenten kann die Beschwerden von Morbus Tietze eindämmen. Da andauernde Schmerzen sich auch auf das seelische Befinden des Patienten auswirken können, werden teilweise auch Antidepressiva eingesetzt.

Manche Ärzte setzen beim Tietze-Syndrom zusätzlich auch auf alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur. Zusätzlich zu einer medikamentösen Therapie wird häufig Krankengymnastik verordnet, um die Beweglichkeit des Betroffenen zu erhalten und die Muskeln zu lockern.

Unterstützend können, je nach Einzelfall, auch Wärme- bzw. Kältetherapien eingesetzt werden. Welche Behandlungsmethoden im individuellen Fall am wirksamsten sind, lässt sich in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt herausfinden.

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Vorbeugung

Dem Tietze-Syndrom lässt sich nicht direkt vorbeugen. Da die Beschwerden oftmals spontan und ohne einen bekannten Auslöser auftreten, können kaum vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Treten allerdings Symptome auf, die eventuell auf Morbus Tietze hindeuten könnten, ist es ratsam, möglichst bald medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wie bei den meisten Erkrankungen gilt auch für das Tietze-Syndrom: Je früher eine entsprechende Therapie eingeleitet wird, umso besser stehen die Chancen, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Quellen

  • Rüther, W. & Lohmann, C.H.: Orthopädie und Unfallchirurgie, Urban & Fischer, 20. Auflage, 2014
  • Heisel, J.: Physikalische Medizin - Praxiswissen Halte- und Bewegungsorgane, Georg Thieme Verlag, 1.Auflage, 2005
  • Mayer, C. et Siems, W.: 100 Krankheitsbilder in der Physiotherapie, Springer Medizin Verlag, 1.Auflage, 2011
  • Imhoff, A.B. et al.: Checkliste Orthopädie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2014


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Karin 52 kommentierte am 31.10.2014

Ich habe das Tietze-Syndrom, sichtbar am Brustbein und habe schon oft festgestellt, dass die Schmerzen durch Kälte (z.B. kalten Wind) verstärkt werden.

Ute kommentierte am 12.11.2014

Ich leide schon seit 4 Jahren am Tietze-Syndrom. Es wurde erst vor Kurzem diagnostiziert, da die Erkrankung bisher so unbekannt ist. Zu jedem Bericht im Internet gibt es Stellungsnahmen, die besagen, dass die Schwellung nach spätestens einem halben Jahr von allein verschwindet. Bei mir trifft das leider nicht zu. Die Schwellung und die Schmerzen sind stetig vorhanden. Wer hat die gleichen Erfahrungen gemacht oder kennt eine Behandlungsmethode?

Karl 49 kommentierte am 19.01.2015

Bei mir hilft Wärme mit einer Rotlicht-Lampe für ca. 10 Minuten am Abend. Das verspricht Linderung am nächsten Tag für mehrere Stunden. Sauna mit Tauchbecken wirkt bei mir noch besser (Linderung bis zu 2 Tage lang)!

Regina kommentierte am 11.11.2015

Ich habe die Schwellung vor einem halben Jahr bemerkt. Ich habe keinerlei Schmerzen, lediglich manchmal habe ich das Gefühl, als ob sich mein Gelenk wieder einrenken müsste. Ich hoffe, es verschwindet plötzlich von selbst, genau wie es gekommen ist. 3 Ärzte konnten mir nichts dazu sagen, bis ich durch Zufall einen Chirurgen gefragt habe.

Conny61 kommentierte am 29.12.2015

Ich leide seit 5 Jahren am Tietze-Syndrom. Vor 1 Jahr wurde es erst diagnostiziert. Bisher hat nichts geholfen außer Schmerzmittel (Diclofenac). Infiltrationen helfen nur 1-2 Tage. Nach 14-tägiger Cortison-Gabe wurden die Schmerzen besser, traten aber nach Absetzen sofort wieder auf. Die Schmerzen sind manchmal so extrem, dass ich nicht liegen kann und jeder Atemzug schmerzt. Mein Orthopäde weiß momentan auch nicht weiter. Kann mir jemand helfen?

Melli31 kommentierte am 04.02.2016

Ich bin 31 Jahre alt und habe noch nie von dieser Krankheit gehört - bis jetzt. Alle Symptome passen genau und ich habe das damals als Kind schon ein paar mal gehabt. Damals wussten die Ärzte aber nicht was mir fehlt. Seit einigen Monaten habe ich starke Schmerzen und diese Schwellung am Brustbein. Genau darunter habe ich eine Narbe von einer Nierenoperation, dadurch wirkt die betroffene Stelle extrem dick. Morgen werde ich einen Arzt aufsuchen, denn ich bin mir sicher, dass ich auch unter dieser Krankheit leide. Die ausstrahlenden Schmerzen in Schulter und Arme, dass alles quält mich schon seit etlichen Monaten.

Wally kommentierte am 20.02.2016

Ich hab das Tietze-Syndrom schon einige Jahre lang! Aber seit 2016 wir es immer öfter und schwerer!Es kommt ganz plötzlich und ich denke immer es reißt mir den Brustkorb auseinander! Heute war es so schlimm wie noch nie! Es macht mir Angst! Ich weiß nicht weiter! Was kann ich tun um es besser in den Griff zu bekommen?

Helga kommentierte am 27.04.2016

Ich habe das Tietze-Syndrom seit 4 Jahren, aber an einer eher untypischen Stelle, nämlich am Schlüsselbein! Leider kann kein Arzt helfen.

chrissy kommentierte am 12.05.2016

Bei mir wurde es vor einer Woche diagnostiziert, ich bin 24 Jahre und versuche mich zu erinnern wann ich es das erste Mal hatte, das muss ca. 5-7 Jahre oder so her sein. Ich habe es immer wieder, es kann sein dass alles gut ist, vielleicht für ein paar Wochen und auf einmal ist es wieder da, zuerst ganz leicht und dann wird es innerhalb von ein paar Tagen immer schlimmer, ich lege mir die Wärmflasche mit kochend heißem Wasser drauf, das betäubt. Wärmende Rheumasalbe lindert es auch ein wenig und Ruhigstellen des rechten Oberkörpers. Aber man kann doch nicht nichts tun! Die Untersuchungen waren der Hammer, frei nach dem Motto, man muss sich vorstellen, man geht als Laie zum Arzt und der Fachmann erklärt dann, „Was ist ihr Problem? Auf dem Röntgenbild ist nichts zu erkennen?“. Ich hab irgendwann selbst geglaubt, dass ich es mir nur einbilde und bin dann erst einmal zu keinem Arzt mehr gegangen, bis ich nicht mehr arbeiten konnte. Jetzt habe ich Physiotherapie und stärkere Tabletten.

Ina53 kommentierte am 01.07.2016

Ich leide seit 10 Jahren an dem Tietze-Syndrom. Momentan ist es so schlimm, dass mir schlecht und schwindlig dabei wird. Die Angst, dass etwas mit dem Herzen ist, ist immer dabei. Ich leide auch an einem zu hohen Puls, wenn der Schmerz kommt.Versuche mich dann flach hinzulegen und mich zu entspannen. Hilft oft ganz gut. Medikamente nehme ich nur ganz selten, die gehen so auf den Magen.

Donnerstag kommentierte am 11.07.2016

Ich habe chronische Borreliose und bei akuten Schüben habe ich Schmerzen (auf Druck sogar starke Schmerzen) am oberen Brustrippenbogen bis unter die Arme und zwischen der Brust (also an den Knochen). Bei längerer Antibiotika-Einnahme verschwinden diese Schmerzen! Vielleicht auch mal Borrelien in Betracht ziehen, denn die lieben ja Wärme und die ist ja unter der weiblichen Brust und unter den Armen gegeben. Ich habe allerdings dann auch noch andere Beschwerden.

Christel kommentierte am 12.08.2016

Seit ca. drei Jahren habe ich, wenn ich etwas zügig laufe unerklärliche Schmerzen im Brustbereich. Diese ziehen ringsherum in den Rücken. Schwellungen kann ich nicht feststellen. Nach ca. einer halben Stunde sind die Schmerzen meistens weg. Röntgenbilder haben nichts gezeigt, auch beim MRT konnte nichts festgestellt werden. Jetzt hat mir mein Orthopäde Magnetfeldbehandlung empfohlen, die allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Hilft das?

Line kommentierte am 01.12.2016

Bei mir sind Schlüsselbein und Brustbein dick. Mein Arzt sagt, das wird so bleiben. Wärme und Ruhe tun gut und im Winter gibt es zum Glück Pulli und Halstuch. Die Ungewissheit ist nicht schön. Mit den Schmerzen muss ich umgehen, habe noch einiges mehr auf der Diagnoseliste.

gutzeit kommentierte am 15.12.2016

Ich leide schon seit Jahren unter linksseitigen oft starken Schmerzen, auch Schwellungen und Druckschmerzen. Es wurden 2 Herzkatheteruntersuchungen gemacht, ohne Ergebnis. Eine genaue Diagnose habe ich noch nie erhalten. Die Schmerzen treten meist bei körperlicher Erregung auf. Jetzt nehme ich Antidepressiva ein.

Sylvia kommentierte am 03.01.2017

Ich leide seit 3 Jahren am Tietze-Syndrom. Hab schon vieles probiert um die Schmerzen los zu werden. Akupunktur, Physiotherapie, Tabletten, Salben, Wärme und Kälte. War auch schon 2 mal im Krankenhaus, weil ich gedacht habe, dass es das Herz sein könnte. Mir wurde jetzt gesagt ich muss mit den Schmerzen leben. Das kann und will ich nicht. Durch die lange Zeit mit dem Schmerz hab ich Angstzustände bekommen und bin in psychiatrischer Behandlung. Hab mir jetzt einen Termin bei einem Chiropraktiker geholt und hoffe, dass er mir weiterhelfen kann.

jacky kommentierte am 24.03.2017

Habe seit ca. 3 Jahren das Tietze-Syndrom. Es wurde aber erst vor kurzem von einem Orthopäden diagnostiziert, mit einer Szintigrafie. Spritzen mit Ldocain und Akupunktur brachten nur kurzfristige Linderung. Diclofenac und Ibuprofen darf ich wegen Nierenproblemen nicht nehmen. Ich könnte manchmal vor Schmerzen heulen, vor allem wegen meiner Arbeit an der Kasse. Bei jedem Heben und Atmen diese Schmerzen, die bis in die Schulter und den Arm ausstrahlen. Es dauert ca. 3 bis 4 Monate bis diese quälenden Schmerzen nachlassen. Jeder Tipp für eine Besserung ist herzlich willkommen, im Moment leide ich erneut seit 6 Wochen.

Klaus 67 kommentierte am 02.05.2017

Ich habe das Tietze Syndrom mit 37 Jahren bekommen (wurde es diagnostiziert). Über die Jahre, ich bin jetzt 67 Jahre alt, habe ich festgestellt, das ich die Schmerzen nur nach kurz oder mittelfristigen Überbelastungen im Schulter -Armbereich bekomme. Auch ungewohnte Tätigkeiten führten zu Schmerzzuständen. Durch Wärmebehandlung jeglicher Art habe ich mir immer helfen können. Seit Jahren unterlasse ich Überbelastungen und schweres Tragen und fahre damit am Besten.

kommentierte am 22.06.2017

Ich habe das Tietze-Syndrom seit über 20 Jahren, es begann als ich ca. 23 Jahre war. In den ersten Jahren war es noch so, dass es zwar plötzlich und recht heftig kam, aber auch immer wieder weg ging - teilweise auch für Monate. Die Diagnose habe ich zwar recht schnell damals bekommen, helfen konnte mir aber keiner. Ich habe in den letzten 20 Jahren so ziemlich alles ausprobiert: Kinesiologie, Chiropraktik, Osteopathie, Massagen, Schmerzmittel, Salben aller Art. Geholfen hat letztlich nichts. In den letzten 3 Jahren hatte ich fast dauerhaft Schmerzen mit schrecklichen Nächten. Vor 6 Monaten wurde ich von einem Spezialisten (Orthopäden) behandelt. Er hat gleich die richtigen schmerzhaften Punkte zwischen/auf den Rippen erfühlt und mir insgesamt 5 Injektionen gegeben. Es war wie ein Wunder. Ganze 6 Monate war ich komplett schmerzfrei, seit langer langer Zeit mal wieder. Dann kamen wieder Schmerzen, die allerdings harmlos gegen die Jahre bzw. Jahrzehnte davor waren. Ich wollte unbedingt komplett schmerzfrei sein und bin nochmal zu dem Arzt und das ist wieder 7 Monate her - ohne Beschwerden. Der Arzt sagte mir, es gäbe Patienten, bei denen würde eine Behandlung reichen, andere kommen 1-2 Mal im Jahr. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh und dankbar ich darüber bin. Hätte ich das vorher gewusst - ich hätte viel Geld und viel Schlaf gewonnen.

babylon kommentierte am 29.07.2017

Ich hatte im Februar 2017 eine schwere Lungenoperation. Mir wurde der mittlere und untere rechte Lungenflügel entnommen. Nun hab ich seid dieser Zeit starke Schmerzen. Mit der Zeit sind diese um einiges weniger geworden. Jetzt quält mich nur noch das Brustbein und ein paar Rippen. Manchmal ist der Druck unter der rechten Brust so stark, dass ich keine Luft bekomme. Jetzt meinte mein Arzt, dass ich wahrscheinlich das Tietze-Syndrom habe. Mein Physiotherapeut hat mir da schon geholfen nach 2 Sitzungen ist der Schmerz schon viel weniger geworden, stellenweise auch ganz weg. Ich weiß was Schmerzen sind! Nach der OP hab ich lange BTM-Pflaster nehmen müssen sonst hätte ich das alles nicht durchgestanden.

Detlev kommentierte am 09.09.2017

Leide seit knapp 7 Jahren an dem Tietze Syndrom. Bei aktuellen Schüben leide ich unter starkem Brennen und krampfartigen Schmerzen im linken Brustbereich. Bin jetzt seit Jahren bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung. Durch regelmäßige Einnahme von Medikamente habe ich die Krankheit einigermaßen unter Kontrolle. Zur Zeit nehme ich folgende Tabletten ein: Morgens 1x Gabapentin (100 mg), 1x Tilidin (80 mg). Mittags: 1x Gabapentin (100 mg). Abends: 1x Gabapentin (100 mg), 1x Tilidin (80 mg). Nachts 1x Gabapentin (100 mg).

dorothea kommentierte am 10.09.2017

Endlich weiß ich, wie das heißt, was ich da habe. Die Schwellungen mit leichten Schmerzen hatte ich schon als Teenager. Die Schmerzen haben ganz schlimm bis neben das Schulterblatt ausgestrahlt. Inzwischen bin ich 50, die Schwellungen sind noch da, aber die Schmerzen sind schon seit Jahren weg. Was geholfen hat war eine homöopathische Konstitutionsbehandlung und die Dorntherapie, bei der die Wirbel wieder in Stellung gebracht werden. Diese Dorn-Therapie ist total angenehm und eigentlich völlig logisch. Wenn die Wirbel seitlich verdreht sind (durch blöde Bewegung oder durch muskuläre Spannung) dann ist es klar, dass es über die Rippe Druck aufs Brustbein gibt. Und die Verdickung ist wohl eine Schutzreaktion des Körpers. Nur Muskelmassage hilft da bestenfalls vorübergehend, weil schief stehende Wirbel erneut Verspannungen auslösen. Die Wirbelsäule ist ja nicht steif, sondern besteht aus Einzelteilen, die beweglich sind und nur durch die umgebenden Bänder und Muskeln fixiert werden. Und das kann man verändern und die Wirbel ganz einfach wieder in die richtige Position bringen. Chiropraktik hilft da leider nichts, obwohl das für viele Probleme eine gute Therapie ist. Schmerzmittel können nur Symptome lindern, aber nicht die Ursache beheben. Mein Tipp: Dorn-Therapie und dann wenn nötig noch eine homöopathische Behandlung.

Goldi kommentierte am 12.09.2017

Lieber Unbekannter mit Kommentar vom 22.06.2017 um 13:53Uhr:
Dein Beitrag macht mir zum richtigen Zeitpunkt Mut und Hoffnung. Danke vielmals! Ich habe die Problematik seit ca. 15 Jahren. Ich bin selbstständig, konnte bisher jedoch ohne jeglichen Arbeitsausfall "überleben". Nun ist es jedoch so, dass ich seit 8 Wochen insbesondere nachts unglaublich starke Schmerzen habe, dass ich "aus dem Fenster springen möchte". Keine Chance den Schmerzen so zu entgehen. Nicht nur die Schmerzen machen mich kaputt, das Schlimme ist gleichfalls der Schlafentzug. Danach einen 12 Stunden Arbeitstag durchstehen. Ich bin im Moment verzweifelt. Ich riskiere meine Existenz, wenn es weiter so läuft. Ihr Arzt könnte eventuell auch mir weiterhelfen? Ist es möglich, dass Du die Kontaktdaten des Arztes weitergibst? Ich habe im Moment jedoch keine Idee, wie dies in diesem Forum möglich ist. Allerbesten Dank. Übrigens: bei mir scheinen folgende Maßnahmen Linderung zu bringen: 30min Infrarotkabine, intensives Kraul-Schwimmen in mindestens 32° warmem Wasser und Langzeittherapie mit 1xASS 300mg alle 12Std.

Gertie kommentierte am 19.09.2017

Ich (w., 54Jahre) leide seit ca. 5 Jahren am Morbus Tietze. Die Diagnose bekam ich aber erst dieses Jahr von einem Orthopäden in einer Schmerzklinik. Es dauert immer ca. 4 bis 6 Monate bis ich wieder schmerzfrei bin. Ich arbeite an der Kasse und muss mich monatelang mit diesen Schmerzen quälen. Eine medikamentöse Behandlung ist bei mir nicht möglich da ich Nierenprobleme habe. Lidocain wurde auch schon mehrere male gespritzt, es hilft aber nicht. Jede körperliche Anstrengung ist mit großen Schmerzen verbunden. Ich versuche, wenn möglich, immer sehr flach in den Bauch zu atmen, um den Brustkorb nicht zu viel zu dehnen. Wenn ich im Bett bin und mich konzentriere, dann klappt es gut. Außerdem habe ich in der größten Schmerzphase enorme Probleme etwas längere Sätze in einem Atemzug fertig zu sprechen. Es hört sich dann immer wie ein Schnappen nach Luft an. Seit ich weiß, dass es eine Diagnose zu meinem Schmerz gibt geht es mir schon etwas besser.