Geschwollene Beine

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. März 2015
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Geschwollene Beine sind ein häufig auftretendes Gesundheitsproblem, welches die unterschiedlichsten Ursachen haben kam. Männer und Frauen sind gleichermaßen von dieser Venenschwäche betroffen, die sich durch geschwollene Beine oder nur angeschwollene Fußfesseln auszeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Was sind geschwollene Beine?

Geschwollene Beine sind eine Ansammlung von Wasser im Körpergewebe, welches aus den Gefäßen in den Beinen ausgetreten ist und sich im umgebenden Gewebe angelagert hat. Diese abgegebene Wassermenge ist so groß, dass sie vom Körper nicht absorbiert werden kann. Stattdessen entstehen Schwellungen (Ödeme).

Diese Ödeme können theoretisch überall im Körpergewebe auftreten und somit auf sehr spezifische Krankheiten hinweisen. Bei geschwollenen Beinen liegt häufig eine Störung vor, welche die Funktion des Venensystems oder die auf das Venensystem wirkenden Funktionen beeinflusst.

Ursachen

Die Entstehung von geschwollenen Beinen begründet sich in einer Veränderung des Druckverhältnisses zwischen den betroffenen Gefäßen und dem umliegenden Gewebe. Dieses kann vielfältige Ursachen haben. Häufig ist es lediglich eine falsche Belastung der Beine durch langes Sitzen bzw. Stehen oder zu wenig Bewegung.

Zudem existiert eine vererbbare Veranlagung, die eine Schwäche der Venen begünstigt. Des Weiteren gehören geschwollene Beine zu den typischen Schwangerschaftsleiden, da sich der Hormonhaushalt massiv verändert.

Einige Krankheitsbilder besitzen zudem angeschwollene Beine oder Füße als Begleiterscheinung. Dazu gehören ein Herzklappenfehler, Herzinsuffizienz, medikamentöse Nebenwirkungen, Gefäßverschlüsse sowie Entzündungen in den Gefäßen. Aus diesen Gründen sollten geschwollene Beine mit einem Arzt abgeklärt werden.

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose von geschwollenen Beinen nimmt der Arzt detailliert die bisherige Krankheitsgeschichte des Betroffenen auf. Zudem betrachtet der Arzt mittels Blickdiagnose eingehend das äußere Krankheitsbild sowie die Beine an sich. So können Krampfadern oder Hautkrampfadern auf eine Venenerkrankung hinweisen, so dass andere Krankheiten ausgeschlossen werden können. Ferner drückt der Arzt bei der physischen Untersuchung zart auf die angeschwollenen Körperpartien. Verbleibt für längere Zeit eine Hautdelle, können Wassereinlagerungen vorliegen. Einen guten Überblick über den Zustand der Venen erhält der Arzt zudem über eine Ultraschalluntersuchung oder eines Einspritzens von Kontrastmittel unter die Haut. Werden geschwollene Beine nicht ärztlich abgeklärt, können sie zu Thrombosen, offenen Beinen oder gefährlichen Embolien führen.

Behandlung und Therapie

Zur Behandlung von geschwollenen Beinen bieten sich kalte Wickel an sowie ein Hochlegen der Füße. Somit wird aufgrund der natürlichen Schwerkraft ein Abfließen der überflüssigen Flüssigkeit ermöglicht. Auch zum Schlafen sollten die Beine leicht erhöht positioniert werden. Längere Zeiten im Stehen und Liegen sind zu vermeiden.

Weitere hilfreiche Maßnahmen stellen Wechselduschen dar, Medikamente zur Entwässerung sowie professionelle Lymphdrainagen.

Bei einer angeborenen Schwäche der Venen ist eine spezielle Gymnastik für die Beine zu empfehlen. Dazu gehören beispielsweise Sportarten wie Radfahren und Wandern. Wichtig ist es, die Wadenmuskulatur zu trainieren, um das abgesackte Blut zum Herzen zurückzupumpen.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht im Tragen von Kompressionsstrümpfen. Individuell angepasst üben sie auf das Venensystem Druck aus. Dieser Druck lässt die Gefäße einengen und erlaubt dadurch eine bessere Schließung der Venenklappen.

Zudem verbessert sich der Stoffwechsel in den Beinen, was ebenfalls einer erfolgreichen Behandlung dienlich ist. Auch chirurgische Eingriffe an den Venen können gegen geschwollene Beine helfen.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung von geschwollenen Beinen richtet sich selbstverständlich nach den Ursachen. Im Generellen können sie jedoch durch eine richtige Behandlung der Beine vermieden werden. So sollte auf langes Stehen verzichtet werden, während beim Sitzen die Beine gelegentlich hochgelegt werden sollen. Des Weiteren sollte durch eine gesunde körperliche Betätigung die Wadenmuskulatur gestärkt werden, was sich wiederum positiv auf die Venen auswirkt. Ausreichendes Trinken von Tee und Wasser sowie ein geringer Alkohol- und Nikotingenuss wirken ebenfalls vorbeugend gegen geschwollene Beine.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Kurt kommentierte am 06.07.2016 um 03:31 Uhr

Habe seit 3 Jahren ständig Hautablösungen an beiden Füssen in der Beuge, die nicht stoppen. Mache ständig Fetteinreibungen. Gleichzeitig sind beide Fußgelenke verdickt. Mit Wassereinlagerungen! Begonnen hat es mit einer Behandlung mit Heparinhaltiger Salbe gegen die ich allergisch bin.