Schmerzempfindliche Brust

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Januar 2017
Sie sind hier: Gesundpedia.deSymptome Schmerzempfindliche Brust

Eine schmerzempfindliche Brust tritt als Symptom auch bei Männern auf, in der Regel sind jedoch Frauen von diesem Leiden betroffen. Das Symptom kann dabei in jedem Alter auftreten und bereitet den betroffenen Personen meistens große Sorgen. In vielen Fällen ist die Ursache für die schmerzempfindliche Brust jedoch kein ernsthafter Hintergrund.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine schmerzempfindliche Brust?

Hier informieren!

Medikamente gegen: Schmerzen

Eine schmerzempfindliche Brust kann sich auf verschiedene Arten und Weisen äußern. Die Merkmale der Symptome variieren im Detail von Person zu Person, haben jedoch auch einige Gemeinsamkeiten. So zeichnet sich die schmerzempfindliche Brust grundsätzlich durch ihre besondere Sensibilität aus. Durch das veränderte Schmerzempfinden kann schon eine leichte Berührung der Brust – sowohl an den Brustwarzen als auch am Fettgewebe – Schmerzen verursachen.

In vielen Fällen geht das Symptom der schmerzempfindlichen Brust mit anderen Problemen einher. Viele Betroffene klagen so zum Beispiel über ein ziehendes Gefühl in der Brust. Manchmal schmerzt die Brust auch bereits, bevor eine Berührung stattfindet. Diese Symptome rufen bei den meisten betroffenen Personen Ängste und Sorgen hervor, weshalb es besonders wichtig ist, frühzeitig die Ursachen abzuklären.

Ursachen

Ähnlich wie die genauen Symptome können sich auch die Ursachen stark voneinander unterscheiden. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass vor allem bei betroffenen Frauen die Ursachen häufig im Hormonhaushalt begründet liegt. Bei hormonellen Veränderung reagieren meistens die Brüste mit einem veränderten Schmerzempfinden – das ist vor allem in der Pubertät und der eintretenden Menopause der Fall. Auch das Absetzen der Pille beziehungsweise der Beginn der Einnahme können diesen Effekt hervorrufen. Auch während der Periode ist es nicht unüblich, dass die Brüste schmerzempfindlicher werden. Selbiges gilt für Schwangerschaften.

Abseits der hormonellen Änderungen können auch erweiterte Milchgänge das erhöhte Schmerzempfinden verursachen. Hier liegt häufig auch ein Spannungsgefühl vor. Auch Entzündungen oder natürlich gutartige sowie bösartige Zysten können zu einer schmerzempfindlichen Brust führen. Bei Männern handelt es sich in den meisten Fällen um eine Vergrößerung der Brustdrüse, aber auch Übergewicht kann zu einem Spannungsgefühl in der Brust und damit zu einem sensibleren Schmerzempfinden führen. Bösartige Zysten im Brustbereich treten bei Männern vergleichsweise selten auf.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Grundsätzlich besteht bei einer schmerzempfindlichen Brust nicht immer Grund zur Sorge. Häufig handelt es sich um eine harmlose Reaktion der Brust auf eine Veränderung des Hormonhaushalts, weshalb betroffene Personen vor allem bei Symptomen während der Periode, der Schwangerschaft, der Menopause sowie nach dem Absetzen der Pille nicht sofort in Panik ausbrechen müssen. In einigen Fällen ist es allerdings ratsam, sich an einen Arzt zu wenden: Tritt die Schmerzempfindlichkeit der Brust auf, ohne, dass hormonelle Veränderungen vorliegen, lohnt sich ein Arztbesuch. Auch dann, wenn die Brust oder die Brustwarzen zusätzlich anschwellen, die Schmerzen zu stark werden oder Verhärtung spürbar werden, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Der behandelnde Arzt untersucht die Brust dann und tastet diese ab, um eine Diagnose zu stellen. Bei spürbaren Zysten und Verhärtungen handelt es sich häufig um eine sogenannte Mastopathie, die durch einen Überschuss an Östrogen verursacht wird. Diese ist in der Regel völlig ungefährlich und tritt bei einem großen Teil der Frauen irgendwann im gebärfähigen Alter auf.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung und die Therapie richten sich in erster Linie ganz nach der Diagnose des Arztes. Handelt es sich bei der erhöhten Schmerzempfindlichkeit der Brust um ein Symptom, das aufgrund der hormonellen Veränderung im Körper auftritt, sollte die Brust in der Regel vor allem geschont werden. Weiterhin sollte auf enge Kleidung verzichtet werden, um die Symptome nicht zu verschlimmern. Für Frauen gilt dabei vor allem, nicht zu enge BHs zu tragen. Vielen betroffenen Personen helfen klassische Hausmittel bei einer schmerzempfindlichen Brust: So wird zum Beispiel kühler Speisequark auf ein Tuch oder eine Kompresse gestrichen, die wiederum auf die Brust gelegt wird, um die Schmerzempfindlichkeit zu lindern.

Handelt es sich um hormonelle Probleme, können pflanzliche Heilmittel eingesetzt werden: Mönchspfeffer und Johanniskraut haben sich in diesen Fällen bewährt. Bei der sogenannten Mastopathie, also den meist gutartigen Zysten und Verhärtungen im gebärfähigen Alter, kann Gestagen verabreicht werden. Dieser Wirkstoff wird als Gel auf die Haut aufgetragen oder als Tabletten eingenommen. Bei organischen Ursachen – also zum Beispiel einer Zyste oder Brustkrebs – gestaltet sich die richtige Behandlung natürlich schwieriger. In schweren Fällen einer Brustkreberkrankunen können sich Frauen dazu entscheiden, sich die Brüste abnehmen zu lassen. Meistens hilft jedoch bereits eine gezielte operative Entfernung der bösartigen Zyste.



Vorbeugung

Eine Vorbeugung gegen die schmerzempfindliche Brust erweist sich als schwierig: Fast jede Frau ist irgendwann in ihrem Leben von diesem Symptom betroffen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die eigene Brust selbst regelmäßig abzutasten – nach der Pubertät geschieht dies am besten einmal im Monat während der Periode.

So werden Zysten und Verhärtungen frühzeitig erkannt und können effektiv bekämpft werden. Außerdem sollten Frauen auch regelmäßig zur Krebsvorsorge bei ihrem Frauenarzt gehen. Um Spannungsgefühlen vorzubeugen, ist es zudem sowohl für Frauen als auch für Männer ratsam, Übergewicht zu vermeiden und bei vorliegenden Gewichtsproblemen abzunehmen, um die schmerzempfindliche Brust zu vermeiden.

Bücher über Brustschmerzen

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schmerzempfindliche Brust?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?