Halsentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2016
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Die Halsentzündung ist eine unangenehme Erkrankung, unter der viele Menschen mehrfach im Leben leiden. Das Gute daran ist, dass sie meistens keine schwerwiegende Folgen hat und nach etwa einer Woche wieder verschwunden ist.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Halsentzündung?

Unter dem Begriff Halsentzündung bzw. Pharyngitis wird eine Entzündung der Rachenschleimhäute verstanden. Die Schmerzen sind direkt im Hals wahrnehmbar und werden vor allem beim Schlucken bemerkt.

Die Infektion wird häufig durch Viren verursacht, die aufgrund einer Erkältung den Körper besiedelt haben. In manchen Fällen sind aber auch Bakterien die Ursache. Im Grunde kann die Halsentzündung in jedem Alter auftreten. Kinder sind jedoch statistisch gesehen öfter betroffen als Erwachsene.

Ursachen

Eine Halsentzündung tritt besonders häufig zusammen mit einem grippalen Infekt auf. Dann sind nämlich ohnehin Viren im Körper, die die Schmerzen verursachen. Bakterien können ebenfalls Ursache einer Halsentzündung sein.

In den meisten Fällen leiden Betroffene jedoch an einem grippalen viralen Infekt, woraus dann eine bakterielle Halsentzündung resultiert. In diesem Fall vermehren sich die Bakterien und Viren durch Tröpfcheninfektion. Sollte ein bereits erkrankter Mensch niesen oder husten, werden sich die Erreger in der Atemluft verteilen und somit andere Menschen infizieren.

Selbst wenn ein Kranker mit einem gesunden Menschen spricht, kann eine Infektion stattfinden. Eher selten sind Bakterien die alleinige Ursache. Sollte sich die Schleimhaut im Rachen bakteriell entzünden, sind meistens bestimmte Streptokokken für die akute Halsentzündung verantwortlich.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome:

Das erste Anzeichen einer Halsentzündung ist ein trockenes Gefühl im Hals- und Rachenraum. Beim Schlucken werden besonders große Schmerzen auftreten. Kurz darauf wird sich dann das Hauptsymptom bemerkbar machen. Die Halsschmerzen treten ein, sodass sich die Schluckbeschwerden verschlimmern.

In manchen Fällen sind die Schmerzen so groß, dass die Betroffenen gar nicht mehr sprechen wollen. Nahezu immer kommt leichtes Fieber hinzu. Sollten Bakterien die Ursache sein, werden die Symptome deutlich stärker ausgeprägt sein. Hohes Fieber ist dann keine Seltenheit.

Je nachdem wie schwerwiegend die Halsentzünnung ist, werden die Symptome über mehrere Tage anhalten und dann langsam abklingen. Kinder leiden fast immer an hohem Fieber, egal ob es sich um eine bakterielle oder virale Halsentzündung handelt.

Diagnose

Die Beschwerden sind recht typisch, sodass der Arzt die Diagnose Halsentzündung recht schnell stellen wird. Er wird jedoch zunächst einen Blick in den Rachen werden. Somit kann er direkt an den Ort des Geschehens blicken. Die Zunge des Betroffenen wird mit einem Spatel nach unten gedrückt, sodass die Sicht verbessert wird.

Bei allen Formen der Halsentzündung ist die Rachenhinterwand angeschwollen und leicht rot. Bei der bakteriellen Halsentzündung findet man oft gelbliche, mit Eiter befüllte Erhebungen, die als Stippchen bezeichnet werden. Sollte eine bakterielle Halsentzündung vermutet werden, wird ein Abstrich von der Rachenschleimhaut gemacht. Diese wird dann im Labor mit dem Erregertypen identifiziert.

Behandlung und Therapie

Da die virale Halsentzündung meistens durch die gleichen Erreger ausgelöst wird, wie ein Schnupfen, gilt die 7 Tage-Regel: Die Halsentzündung kommt 7 Tage - Die Halsentzündung geht 7 Tage! Die Erkrankten sollten sich in dieser Zeit also immer schonen, damit die Krankheit tatsächlich auskuriert wird.

Gurgeln mit Salzwasser desinfiziert den Hals-Rachenraum und lindert Schluckbeschwerden.

Der Arzt wird demnach ein paar Tage Bettruhe verordnen. Raucher sollten außerdem auf Zigaretten verzichten. Damit die Schmerzen ein wenig gelindert werden, werden manchmal Lutschtabletten verabreicht. Sollte das nicht ausreichen, werden Schmerzmittel helfen. Diese Medikamente wirken obendrein entzündungshemmend, weswegen der Arzt nicht-steroidale Antirheumatika verschreiben wird.

Paracetamol oder ASS sind recht weit verbreitet, jedoch sollten Kinder mit Fieber kein ASS erhalten, da dieses hin und wieder zu schweren Komplikationen führen kann. In der Regel heilt die Halsentzündung auch ganz von selbst ab, wenn man sich genügen Ruhe gönnt. Eine bakterielle Halsentzündung muss mit Antibiotika behandelt werden.

Sollte es sich bei der Halsentzündung um Streptokokken handeln, muss schnell gehandelt werden, da sich dann rheumatisches Fieber und alle weiteren Folgen vermeiden lassen. Das Präparat sollte so lange eingenommen werden, wie es verordnet wurde. Selbst wenn die Schmerzen bereits verschwunden sind, macht es oft Sinn weiterhin Antibiotika zu nehmen.

Somit wird ein Rückfall und eine Resistenzbildung der Erreger vermieden. Die Antibiotika-Therapie, die gegen die Halsentzündung wirkt, dauert in der Regel 10 Tage. Nebenwirkungen treten meistens keine auf. Wenn aber doch, dann äußern diese sich meistens in Form von Hautausschlägen oder Magen-Darm-Beschwerden.

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Vorbeugung

In einem gewissen Maße lässt sich die Halsentzündung vorbeugen. Wenn man eine Person kennt, die gerade eine Erkältung hat, sollte man an jene nicht zu nahe herantreten. Die Krankheitserreger sind aber in der gesamten Luft verteilt, weswegen man demnach auch nicht Einkaufen gehen dürfte. Komplett verhindert werden kann eine Ansteckung daher nicht.

Die meisten Infektionen und daraus resultierenden Halsentzündungen treten im Winter auf. Daher sollte man sich in den kalten Monaten besonders vitaminreich und gesund ernähren und außerdem reichhaltig Flüssigkeit zu sich nehmen. Somit werden die Abwehrkräfte gestärkt.

Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft tragen ebenfalls dazu bei, das Immunsystem zu mobilisieren. Mit einem gesunden und starken Abwehrsysteme kann einer Halsentzündung oft äußerst gut vorgebeugt werden.

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