Rissige Fersen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Dezember 2014
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Rissige Fersen sind trockene eingerissene Stellen an den Füßen. Sie sind von Lebensalter, Beanspruchung, Pflege, Ernährung und Lebenswandel abhängig. Einem ungünstigen Verlauf rissiger Fersen kann vorgebeugt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind rissige Fersen?

Rissige Fersen, auch Schrunden oder Rhagaden genannt, bezeichnen überschüssige, eingerissene Hornhautstellen an dem äußeren Rand der Ferse. Hornhaut an häufig beanspruchten Stellen des Körpers kann vorkommen. Der Übergang von der Hornhaut zur Rhagade passiert bei übermäßiger Inanspruchnahme und nicht ausreichender Pflege.

Durch eine Minderbeachtung der rissigen Fersen im Anfangsstadium wird die äußere Epidermis nur ungenügend mit Fett, Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt. Bei den rissigen Fersen wird nun die äußere Schicht der Haut brüchig, was sich bei weiterer Nichtbeachtung verschlimmert. Infektionen und Blutungen können die Folge rissiger Fersen sein.

Ursachen

Für rissige Fersen ist nicht nur ein ursächlicher Faktor verantwortlich. Zum Ersten ist es die Veranlagung zur trockenen Haut bei einer Minderbeachtung und gleichzeitig übermäßiger Inanspruchnahme. Der Körper versorgt die äußeren Bereiche der Epidermis der Fersen nicht ausreichend mit Nährstoffen, Fett und Feuchtigkeit.

Auch ein Vitamin-E-Mangel und ein Omega3-Fettsäuremangel im Körper begünstigen die Unterversorgung. Rissige Fersen treten auf, wenn die Inanspruchnahme der Füße die Pflege übersteigt.

Die Hautschuppen der äußeren Epidermis werden nicht regelmäßig entfernt, was Austrocknung und Unterversorgung zur Folge haben kann. Rissige Fersen werden begünstigt durch synthetische Socken und unpassendes Schuhwerk.

Diagnose und Verlauf

Das Diagnosemerkmal für rissige Fersen ist eine überschüssige, gerade eingerissene Epidermis an dem äußeren Rand der Füße. Schrunden und Rhagaden sind sichtbar auf einem leicht ausgestülpten trockenen Teil der Hornhaut. Normalerweise werden überschüssige Hautzellen an häufig benutzten Stellen regelmäßig abgeschuppt. Diese Abschuppung hat an den Fersen manuell zu erfolgen. Wenn das nicht vorgenommen wird, und gleichzeitig die betroffenen Stellen nicht ausreichend mit Fett und Feuchtigkeit versorgt werden, ist der Verlauf dieser Erkrankung zunehmend.

Rissige Fersen sind nicht primär gefährlich, werden aber ungünstig beeinflusst durch Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes. Auch Alkohol, Nikotin und Durchblutungsstörungen lassen den Verlauf von rissigen Fersen ungünstiger werden. Im Bereich tiefer Einschnitte können Blutungen entstehen, wodurch Fremdkörper oder Infektionen in den Körper gelangen können. Der Verlauf rissiger Fersen wird bei Nichtbeachtung und zunehmendem Alter mehr. Männer sind häufiger von rissigen Fersen betroffen als Frauen.

Behandlung

Da die Entstehung für rissige Fersen nicht nur eine Ursache hat, hat die Behandlung gleichermaßen diesem Prinzip zu folgen. Mehr Aufmerksamkeit garantiert einen größeren Behandlungserfolg. Genügend Flüssigkeit, insbesondere Wasser und Fruchtsäfte, sind zu trinken. Auch ausreichend Mineralstoffe müssen über die Nahrung bzw. Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.

Zur Pflege der betroffenen Hautstellen ist eine Schrundensalbe aus der Apotheke 2 x täglich aufzutragen. In der ayurvedischen Medizin gibt es die Abhyanga, die ayurvedische Ölmassage, meistens durchgeführt mit Sesamöl. Diese sollte man täglich selbst vornehmen, um die generelle Trockenheit im Körper zu regulieren.

Bei rissigen Fersen sollte zumindestens eine tägliche Fussmassage mit Sesamöl oder Calendulaöl gemacht werden. Es empfiehlt sich, die abgestorbenen Hautzellen an den Fersen regelmäßig zu entfernen. Vor dem Duschen die überschüssigen Bereiche der Fersen mit einem Bimsstein schrubben.

Beim regelmäßigen Bad die Füße gut mit einem Waschlappen bearbeiten. Dann bearbeitet man die überschüssigen Hautstellen an den rissigen Fersen im aufgeweichten Zustand noch intensiver.

Die betroffenen Hautstellen sehr konsequent mit einem trockenen Handtuch trocknen. Danach eine spezielle Schrundensalbe, ein Teebaumöl oder eine Harnstoffsalbe energisch auf die betroffenen Stellen auftragen. Danach die Füße für ca. 20 Minuten ruhen lassen. Regelmäßig zur medizinischen Fußpflege zu gehen, kann eine gute Vorsorge für rissige Fersen sein.

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Vorbeugung

Die beste Vorbeugung für rissige Fersen ist eine intensive Körperpflege und eine ausgewogene Lebensführung. Regelmäßig die Füße pflegen und die Fersen mit einem Bimsstein bearbeiten.

Die Füße regelmäßig einzuölen oder einzucremen kann vorbeugend sein gegen rissige Fersen. Vorbeugende entspannte Ölbäder können vorbeugend sein. Es ist wichtig, genügend gesunde Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Hinsichtlich der Bekleidung sind Baumwollsocken vorzuziehen.

Im Sommer am Strand läuft man am besten barfuß, um überschüssige Hautzellen von den Füßen zu schrubben und die Füße zu mobilisieren. Babys und Kleinkinder haben keine rissigen Fersen, weil ihr Körper im Gleichgewicht ist. Erwachsene müssen Vorsorge betreiben.

Es gehört zu einer normalen Körperpflege, überschüssige Hautzellen an häufig benutzten Stellen regelmäßig zu entfernen. Synthetische Socken oder Schuhe sollten vermieden werden.

Die Nahrung sollte ausgewogen sein. Alkohol und zuviel Zucker sollten vermieden werden. Nicht auf synthetischen Bettlaken schlafen, sondern auf Baumwoll-Bettlaken. Auf eine regelmäßige Zufuhr von Nährstoffen achten. Rissige Fersen erfordern eine regelmäßige Pflege.

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