Magen und Magensäure

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. Juni 2015
Gesundpedia.deAnatomie Magen und Magensäure

Der Magen ist eine sackartige Erweiterung des Verdauungskanals und er schließt sich direkt an die Speiseröhre an. Dieses Organ spielt eine bedeutende Rolle bei der Verdauung und hat mehrere Aufgaben zu erfüllen.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Der Magen speichert eine schnell verzehrte Nahrung und gibt sie schrittweise an den Zwölffingerdarm weiter. Seine kräftige Muskulatur vermischt die bereits durchgekaute Nahrung mit dem Magensaft zu einem glitschigen Brei. Seine Hauptaufgabe ist aber die weitere Aufspaltung der Eiweiße (Proteine), woran die Salzsäure und Eiweiß- spaltende Enzyme (Pepsin) entscheidend beteiligt sind.

Diese Stoffe bewirken, dass aus den wasserunlöslichen Eiweißen wasserlösliche Aufspaltungsprodukte (Peptide- genauer Polypeptide) entstehen, die später im Dünndarm durch die Wirkung anderer dort vorhandener Enzyme zu den kleinsten Einheiten, den Aminosäuren abgebaut werden. Die Aminosäuren passieren die Darmwand und werden mit Hilfe des Blutes zu jeder Zelle unseres Körpers transportiert.

Aufbau und Funktion

Der Magen ist von einer dicken Schleimschicht ausgekleidet, die u.a von Nebenzellen der Schleimhautdrüsen gebildet wird und ihn vor Eigenverdauung schützt. Ist die Säureproduktion zu stark oder der Schutzfilm des Schleims zu dünn, kommt es zu Defekten in der Schleimhaut, Magengeschwüre entstehen.

Die Magenschleimhaut besitzt viele kleine schlauchförmige Drüsen, in denen sich vor allem Haupt- und Belegzellen befinden. Die Belegzellen produzieren Salzsäure und die Hauptzellen bilden Pepsinogen, eine Vorstufe des Pepsins.

Das Pepsin ist ein Enzym, das nur im sauren Milieu aktiv ist und wasserunlösliche Eiweiße (Proteine)zu wasserlöslichen Peptiden abbaut bzw. verdaut. Das Hormon- Gastrin- fördert die Säurebildung und wird ebenfalls in der Magenwand gebildet.

Magensäure

Die Speiseröhre, die die aufgenommene Nahrung durch peristaltische Bewegungen in den Magen transportiert, kann von den Säuren im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt werden. Diese Säuren sind so aggressiv in ihrer Wirkung, dass sie nur im Magen durch seine robuste und schleimbelegte Wand keinen Schaden anrichten können.

Die Magensäure denaturiert die in der Nahrung enthaltenen Eiweiße und stellt das optimale pH- Milieu für die Pepsinwirkung her.

Denaturierung bewirkt die Gerinnung des Eiweißes, wodurch es seine Oberfläche vergrößert und Enzyme schneller und intensiver einwirken können.

Im frisch gebildeten Magensaft entsteht also zunächst nur unter Einwirkung von Salzsäure- langsam- das aktive Enzym Pepsin aus dem Pepsinogen (unwirksame Vorstufe des Pepsins). Dieses Pepsinogen kann als inaktive Form des Pepsins noch keinen Schaden in den Zellen anrichten.

Der Magen bildet eine Sterilisationseinheit, denn durch die im Magensaft vorhandene Säure werden die mit der Nahrung eingeschleusten Erreger wirkungsvoll abgetötet.

Rezeptfreie Medikamente bei Magen- & Darmbeschwerden


Bücher zum Thema Magen und Verdauung

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Magen und Magensäure?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?