Knochenhautentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. September 2012

Eine Knochenhautentzündung ist eine akute oder chronische Erkrankung, die sich nicht auf den gesamten Knochen, sondern lediglich auf einen einzelnen Bestandteil, die Knochenhaut bezieht. Grundsätzlich ist eine Knochenhautentzündung durch typische Entzündungssymptome (Schwellung, Rötung) gekennzeichnet. Außerdem klagen Betroffene häufig über Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum anhalten können.

Inhaltsverzeichnis

Definition Knochenhautentzündung

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Die Knochenhautentzündung wird auch als Periostitis bezeichnet, wobei die Silbe periost für den Knochen steht. Die Endung -itis ist kennzeichnend für Entzündung. In diesem Zusammenhang ist bei einer Knochenhautentzündung ausschließlich das Periost involviert.

Bei einer Knochenhautentzündung kommt es zu abweichenden Erscheinungsformen. Diese bilden die Grundlage dafür, dass zwischen einer eitrigen und einer akuten Knochenhautentzündung unterschieden werden muss. Die Knochenhautentzündung kann sowohl bei Kindern als auch im Erwachsenenalter auftreten und durch ganz spezifische diagnostische Verfahrenstechniken nachgewiesen werden.

Ursachen von Knochenhautentzündung

Neben inneren kommen bei der Ursachenfindung der Knochenhautentzündung auch äußere Auslöser in Frage. Bekannt sind Zusammenhänge zwischen dem Ausbruch einer Knochenhautentzündung und mikrobiellen Keimen sowie Über- und Fehlbelastungen der Knochen. Mikrobioelle Ursachen werden bei der Knochenhautentzündung hauptsächlich durch den Staphylococcus aureus dargestellt.

Darüber hinaus kommen ebenfalls sogenannte Streptokokken oder andere Eiter erzeugende Bakterienstämme in Betracht. Nicht nur die Bakterien, sondern gleichfalls andere Mikroorganismen wie Viren können eine Ursache für eine Knochenhautentzündung sein.

Eine akute Periostitis oder Knochenhautentzündung kann ebenfalls durch mechanische Einwirkungen hervorgerufen werden. In der Regel kommen in diesem Bezug neben Fehlbelastungen auch lokale Überbelastungen des Knochens in Betracht.

Symptome und Verlauf von Knochenhautentzündung

Mögliche Beschwerden bei einer Knochenhautentzündung:

  • Schmerzen der betroffenen Körperregion
  • Schienbeinschmerzen als typisches Überlastungssymptom bei Sportlern (Joggen)
  • typische Entzündungzeichen (Schwellung, Rötung, Erwärmung)
  • Eiterausfluss

Eine Knochenhautentzündung ist charakterisiert durch zunächst auftretende typische Entzündungszeichen, die grundsätzlich aus einer örtlichen Rötung, Schwellung, Erwärmung und Schmerzhaftigkeit der betroffenen Region bestehen. Aus diesem Grund kommt es am Anfang einer Knochenhautentzündung zuerst zu einer Anschwellung an den spezifischen Arealen. Auch eine minimale Rötung und natürlich die intensive und recht hartnäckige Schmerzhaftigkeit begleiten die Patienten während der Knochenhautentzündung.

Bei einer eitrigen Knochenhautentzündung treten ganz spezielle Krankheitszeichen auf. Die akute Knochenentzündung zeigt sich in starkem Unwohlsein und einer Reduzierung des Allgemeinzustandes. Die Schmerzen sind lokal begrenzt und sehr stark. Bei einer eitrigen Knochenhautentzündung kann es zu eitrigem Ausfluss auf Grund einer sogenannten Fisteleiterung kommen.

Behandlung von Knochenhautentzündung

Die Behandlung einer beginnenden Knochenhautentzündung kann bereits mit der Kühlung der angegriffenen Bereiche beginnen. Als Hausmittel eignen sich Wickel aus Quark oder Kühlakkus. Bei einer eitrigen Periostitis werden hoch dosierte antibiotisch wirkende Medikamente eingesetzt. Gegen die Schmerzhaftigkeit dienen schmerzlindernde Arzneistoffe als wirksame Mittel bei einer Knochenhautentzündung.

Um eine Therapie zu unterstützen, bieten die behandelnden Ärzte Massagen und krankengymnastische Übungen an und verschreiben entzündungshemmende Arzneistoffe.

Diese sollen die Muskeln stärken und die Durchblutung der Knochenhaut fördern. Auch äußerlich anzuwendende Substanzen wie Salben und andere Einreibungen begünstigen die Abheilung der Knochenhautentzündung.

Bei sehr starken und lang anhaltenden Schmerzempfindungen kann bei einer Knochenhautentzündung ein nahe am Rückenmark gesetzter Katheter sinnvoll sein, der eine sogenannte kontinuierliche epidurale Blockade gewährleistet und die Schmerzen optimal verringern kann.

Die Reizleitung des Schmerzes wird unterbrochen und die Durchblutung der Knochenhaut erhöht sich in diesem Bereich. Diese spezielle Katheterisierung kommt bei einer Knochenhautentzündung am Schienbein häufig vor. Darüber hinaus stellen auch die örtlich eingebrachten schmerzbetäubenden Arzneistoffe eine wirksame Hilfe gegen die dauerhaften Schmerzen dar.

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Vorbeugung von Knochenhautentzündung

Zweifelsohne ist es möglich, der Entstehung einer Knochenhautentzündung vorzubeugen. Insbesondere bei intensiver sportlicher Betätigung sollten ein umfangreiches Erwärmungstraining für die Muskulatur und eine langsame Leistungssteigerung als Prophylaxe gegen eine Knochenhautentzündung als sinnvoll erachtet werden. Starken Erschütterungen und Stößen beim Training muss durch entsprechend dämpfendes Schuhwerk vorgebeugt werden.

Die Periostitis führt in den meisten Fällen zu einer unwillkürlichen Vermeidung von Belastungen wegen der Schmerzen und kann in gewissem Grade zu einer vorübergehenden Einschränkung der Lebensqualität führen. Die Knochenhautentzündung ist durch unterschiedliche Arten und Verlaufsformen gekennzeichnet.

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