Hormonell-Erblicher Haarausfall

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. Juni 2015
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Hormonell-Erblicher Haarausfall (Alopecia androgenetica) ist ein Problem, unter dem vorwiegend Männer leiden. Nicht selten weisen schon sehr junge Männer eine Beeinträchtigung ihrer Haarpracht auf, welche mit einem Rückgang des Haarvolumens einhergeht. Dabei bleibt die natürliche Haarfarbe erhalten, ein hormonell-erblicher Haarausfall führt jedoch meist zu den berühmt-berüchtigten Geheimratsecken über den Schläfen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hormonell-Erblicher Haarausfall

Ein hormonell-erblicher Haarausfall ist eine Erscheinung, welche sich als Alopecia androgenetica bezeichnet wird. Ein hormonell-erblicher Haarausfall tritt sowohl bei den Damen als auch bei den Herren auf. Anhand von statistischen Erhebungen hat sich gezeigt, dass hormonell-erblicher Haarausfall zu fast 90 Prozent eine der am meisten auftretende Störung des Haarwuchses darstellt.

Hormonell-erblicher Haarausfall wird in der Fachliteratur oftmals auch unter dem Begriffskomplex androgenetische Alopezie behandelt. Nicht in jedem Fall ist eine Behandlung eines hormonell-erblichen Haarausfalls erforderlich. Die Diagnose hormonell-erblicher Haarausfall stellt an sich keine eigenständige Erkrankung dar. Ein hormonell-erblicher Haarausfall kann jedoch kosmetisch, ästhetisch und psychisch für die Patientinnen und Patienten von Bedeutung sein.

Ursachen

Wie anhand der Bezeichnung hormonell-erblich Haarausfall schon deutlich wird, geht es um eine genetisch bedingte Störung des Haarwuchses. Diese ist als genetische Veranlagung bei jedem Patienten und jeder Patienten anders geartet, sodass ein hormonell-erblich bedingter Haarausfall auch erst in einem späteren Alter auftreten kann.

In den meisten Fällen sind jedoch vor allen Dingen die Männer bereits im zeitigen Erwachsenenalter von den Symptomen betroffen, welche ein hormonell-erblicher Haarausfall mit sich bringt.

Hinter dem Synonym hormonell-erblicher Haarausfall verbirgt sich eine Störung beim Geschlechtshormon Testosteron. Männliche Hormone werden benötigt, damit die Haarfollikel unter der Haut das Wachstum der Haare gewährleisten können. Kommt es durch eine Überproduktion des sogenannten Dihydrotestosterons, wird die Zeit für das Wachstum der Haare reduziert. Durch eine kürzere Wachstumsphase sind dünnere Haare und ein lichter werdendes bis fehlendes Kopfhaar zu erwarten. Darüber hinaus kann hormonell-erblicher Haarausfall durch ein Eingehen des Haarfollikels unumkehrbar sein.

Symptome und Verlauf

Hormonell-erblicher Haarausfall beginnt häufig mit den sogenannten Geheimratsecken.

Ein hormonell-erblicher Haarausfall beginnt meist mit einem Verdünnen des einzelnen Haares. Darüber hinaus wachsen die Haare nicht mehr so schnell wie gewohnt nach.

Ein hormonell-erblicher Haarausfall bedeutet, dass täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Das Haar ist nicht mehr so dicht, es wird schütter und es bilden sich durch den hormonell-erblichen Haarausfall nach und nach kahle Areale. Männer und Frauen, bei denen ein hormonell-erblicher Haarausfall vorliegt, weisen Haarverluste am Hinterhaupt und seitlich der Stirn über den Schläfen auf (Geheimratsecken).

Im späteren Verlauf weist sich ein hormonell-erblicher Haarausfall durch die Entstehung einer Glatze aus. Im Gegensatz von den durch einen hormonell-erblich bedingten Haarausfall stark betroffenen Herren, beginnt ein hormonell-erblicher Haarausfall bei den Damen am Oberkopf in der Nähe des Scheitels. Dort werden die Haare vereinzelter. Ein hormonell-erblicher Haarausfall bei den Frauen beschränkt sich in der Regel auf diese Erscheinung.

Zu den weiteren Anzeichen und Symptomen gehören beim hormonell-erblichen Haarausfall eine Flaumbildung von sogenannten Vellushaaren und ein Haarkranz, der sich an den Seiten des Kopfes oder am unteren Hinterkopf manifestiert. Im Gegensatz zu anderen Beeinträchtigungen des Haares ist ein hormonell-erblicher Haarausfall durch das Bestehenbleiben der Wimpern, Augenbrauen und Barthaare charakterisiert.

Diagnose

Für eine Diagnostik ist es wichtig, dass ein hormonell-erblich bedingter Haarausfall zunächst auf einer Untersuchung des Kopfhaares basiert. Den Medizinern stehen für die Erkennung hormonell-erblicher Haarausfall sogenannte Trichogramme zur Verfügung. Ein hormonell-erblicher Haarausfall wird mit einem Trichogramm in der Art bestimmt, dass aus dem Stirnbereich ausgezupfte Haare auf verschiedene Kriterien hin geprüft werden. Ein hormonell-erblicher Haarausfall führt dazu, dass sich nachweisbare Veränderungen des Haares in Bezug auf dessen Beschaffenheit der Haarwurzel (Haarwurzelstatus), ein vorgegebenes Muster für die normale Verteilung der Haare und dessen Wachstum ergeben. Weichen diese Komponenten von dem Vorgaben eines gesunden Haarwuchses ab, kann ein hormonell-erblicher Haarausfall diagnostiziert werden.

Behandlung und Therapie

Nicht alle therapeutischen Maßnahmen sind von Erfolgt gekrönt, wenn es darum geht, dem hormonell-erblichen Haarausfall Einhalt zu gebieten. Dennoch sollten alle Patientinnen und Patienten, bei denen ein hormonell-erblich bedingter Haarausfall festgestellt wurde und bei denen sich ein großer Leidensdruck einstellt, keine Behandlungsmöglichkeiten unversucht lassen.

Bleibt bei den Männern ein hormonell-erblicher Haarausfall unbehandelt, führt dies im weiteren Verlauf zum kompletten oder überwiegenden Verlust des Kopfhaares.

Bewährte Methoden sind die Transplantationen von Eigenhaar oder eine Einpflanzung von künstlichen Haaren sowie das Einreiben der Kopfhaut (Haartinkturen) mit antiandrogenen Substanzen (z.B. Minoxidil).

Eine Inaktivierung des Dihydrotestosterons kann zudem mit oralen Medikamenten (z.B. Finasterid) bei einem hormonell-erblichen Haarausfall erzielt werden. Bewährt haben sich bei hormonell-erblich bedingtem Haarausfall ebenso moderne Kombinationspräparate, die sich durch eine effektive Wirkung und geringe Nebenwirkungen auszeichnen.

Durch die therapeutischen Methoden lässt sich ein hormonell-erblicher Haarausfall eindämmen und der Haarwuchs erfährt eine Stabilisierung. Hormonell-erblicher Haarausfall kann durch keinerlei prophylaktische Maßnahmen verhindert werden.

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