Hautpilz

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. August 2017
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Pilze tauchen nicht nur im Wald als Delikatesse auf, sondern auch auf der Haut, wo sie Erkrankungen auslösen können. Auch wenn viele Hautpilze sich von selbst wieder zurückbilden, sollte wegen der hohen Ansteckungsgefahr eine Behandlung angestrebt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hautpilz?

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Medikamente gegen: Hautkrankheiten

Die Summe aller Erkrankungen des Menschen, die auf Pilzinfektionen zurückgeführt werden können, wird als Mykosen bezeichnet. Dermatomykosen als Untergruppe bezeichnen solche Pilzerkrankungen, die die Haut des Menschen betreffen. Hier wird dann weiter differenziert. Je nachdem, wo der Hautpilz lokalisiert wird, werden weitere Untergruppen der Dermatomykose unterschieden. Zu diesen Untergruppen gehören der Fußpilz und der Nagelpilz.

Ferner gibt es den Kopfhaarpilz. Die Existenz dieses Hautpilzes ist dem Umstand geschuldet, dass Hautpilze sich vornehmlich dort aufhalten, wo ihre Nahrungsgrundlage Kreatin vorkommt - und Haare bestehen nun einmal aus Kreatin. Unterschieden werden schließlich die systemischen Hautpilzerkrankungen, die die inneren Organe befallen, sowie der Scheidenpilz.

Ursachen

Die Ursache einer jeden Dermatomykose sind entsprechende Hautpilze. Dabei gibt es eine Reihe von infrage kommenden Pilzarten, die Krankheiten auf der Haut und im Inneren des Körpers verursachen können. Zu den am häufigsten vorkommenden zählt die Gruppe einiger Fadenpilze, die auch als Dermatophyten bezeichnet werden.

Aufgrund der Tatsache, dass sie sich hauptsächlich von Kreatin ernähren, befallen sie schwerpunktmäßig die Kopfhaut und andere, behaarte Regionen wie zum Beispiel die Achseln. Zu den Hautpilzen werden auch einige Arten der Hefepilzgruppe gezählt, vor allem der Candida albicans. Das Besondere dieses Hefepilzes ist, dass er auch die Schleimhaut befallen kann. In der Konsequenz bedeutet dies, dass, wenn der Hefepilz erst einmal in den Körper eingedrungen ist, die Gefahr besteht, dass er über die Blutlaufbahn die inneren Organe befallen kann. Weniger von Bedeutung ist dagegen der Schimmelpilz.

Der Hautpilz Aspergillus ist dabei nicht mit dem vom Blauschimmelkäse bekannten Schimmelpilz zu verwechseln, sondern zählt - anders als die - zu den krankheitserregenden Vertretern der Schimmelpilze. Allerdings kommt er als Hautpilz selten vor, was darauf zurückzuführen ist, dass er Saprobiont ist, das heißt, bevorzugt totes Gewebe befällt und keine Lebendes.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Hautpilz:

Hautpilze kündigen sich für gewöhnlich in Form von Jucken an. Je nach Schwere der Infektion kann das Jucken auch in ein schmerzhaftes Brennen entarten; das darauf folgende Kratzen verschlimmert die Situation der Haut nicht nur, sondern fördert sogar die Gefahr, dass sich der Erreger auf andere Hautpartien verbreitet. Aufgrund der Strapazen, die die Haut infolge der Hautpilzerkrankung ausgesetzt ist, fängt sie an, sich zu schuppen. Damit reagiert die Haut auf die durch den Hautpilz abgetöteten oberen Hautschichten und erneuert diese.

Während die Haut im jugendlichen Alter verhältnismäßig schnell erneuert wird, stellt die Schuppung gerade für ältere Betroffene ein großes Problem dar, weil die Zellerneuerung langsamer erfolgt. Dies bedingt die Gefahr, dass bis die Haut die abgestorbenen Schichten abstößt und durch neue ersetzt, diese für andere Erreger anfälliger ist. Deshalb gehen mit der Schuppung der Haut nicht selten auch Entzündungen einher, die zu dem Hautpilz hinzutreten.

Diagnose

Ob ein Hautpilz vorliegt, ist anders als bei anderen Hauterkrankungen nicht allein am klinischen Bild festzustellen. Vielmehr bedarf es weiterer Untersuchungen, um festzustellen, ob ein Hautpilz vorliegt, und um der Frage nachzugehen, welcher Erregertyp für die Symptome verantwortlich ist. Der goldene Standard, also die Maßnahme, die der behandelnde Arzt als Erstes vornimmt, ist der Abstrich. Hierbei entnimmt er von der betroffenen Hautstelle kleinste Gewebeproben, die an ein Labor schickt. Dort wird der Abstrich kultiviert, das heißt, der Abstrich wird unter optimalen Lebensbedingungen gehalten, damit sich eventuell vorhandene Pilze rasch vermehren können. Anhand der Kultivierung lässt sich dann der genaue Erregertyp bestimmen.

Alternativ kann anstelle eines Abstrichs auch eine Untersuchung mittels des "Wood-Lichts" vorgenommen werden. Bei Bestrahlung mit dem Wood-Licht werden einige Hautpilze auch das menschliche Auge sichtbar. Diese Methode ist allerdings weniger verbreitet, weil sie einerseits nicht alle Hautpilze sichtbar macht und ferner eine genaue Erregerbestimmung nicht zulässt.

Komplikationen

In den meisten Fällen kann ein Hautpilz gut behandelt werden. Vor allem bei einer frühzeitigen Behandlung treten keine besonderen Komplikationen auf. Auch Narben können in der Regel gut vermieden werden. Die Betroffenen leiden dabei in erster Linie an einer stark geröteten Haut, die von einem Juckreiz befallen ist. In der Regel breiten sich die Rötungen auf den gesamten Körper aus. Nicht selten führt ein Hautpilz auch zu psychischen Beschwerden oder zu Minderwertigkeitskomplexen oder zu einem deutlich verringerten Selbstwertgefühl. Auch andere psychische Beschwerden können durch einen Hautpilz auftreten und die Lebensqualität des Patienten negativ beeinflussen. Die Behandlung dieser Beschwerde ist ebenso nicht mit Komplikationen verbunden. In der Regel kann der Hautpilz schon mit Hilfe von Salben oder Cremes relativ gut eingeschränkt werden. In einigen Fällen kann es an den betroffenen Stellen zu einem Haarverlust kommen. Weiterhin wird die Lebenserwartung des Betroffenen durch den Hautpilz nicht beeinflusst. Allerdings kann die Behandlung dieser Krankheit mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Behandlung und Therapie

Viele Hautpilze bilden sich auch ohne Behandlung von selbst zurück. Nichtsdestotrotz sollten Betroffene auf eine ärztliche Konsultation in der Hoffnung auf eine Spontanheilung nicht verzichten. Denn zu groß ist die Gefahr einer Verbreitung des Hautpilzes.

Pilze, die die Oberfläche der Haut befallen haben, lassen sich lokal mit Salben behandeln; bei Nagelpilzen kommen Nagellacke zum Einsatz. Ist der Hautpilz in die Blutlaufbahn eingedrungen, müssen auf Tablette oder Spritzen zurückgegriffen werden, die systemisch, das heißt, überall im Körper wirken.

Die Gemeinsamkeit dieser Mittel ist ihr Wirkstoff, der stets aus einem Antimykotika besteht, also einem Mittel, das Hautpilze abtötet. Homöopathisch kann alternativ oder kumulativ Lavendelöl angewendet werden, das ebenfalls für seine pilzabtötende Wirkung bekannt ist.



Vorbeugung

Damit es zum Hautpilz kommen kann, ist es notwendig, dass der Erreger die Hautbarriere durchbricht und vom körpereigenen Immunsystem nicht erkannt und abgetötet wird. Deshalb raten Ärzte, die Haut möglichst gesund zu halten, das heißt, Verletzungen und Aufweichungen vorzubeugen. Das Immunsystem lässt sich dagegen neben einer ausgewogenen Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung durch Heiß-Kalt-Duschen anregen und somit stärken.

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