Fußpilz

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 6. Dezember 2014
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Der Fußpilz ist eine Erkrankung der Zehenzwischenräume und der Fußsohle, welche meist sehr langwierig ist. Der Fußpilz benötigt ein feuchtes Milieu, damit er ausbrechen und sich vermehren kann. Er ist die häufigste Infektionskrankheit in Deutschland, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fußpilz?

Der Fußpilz, in der Fachsprache auch unter dem Namen 'Tinea Pedis' bekannt, siedelt sich nicht nur an den Füßen an, er ist auch noch in anderen Körperregionen zu finden.

Diese Pilzart kann auch die Kopfhaut besiedeln, wo sie zu Haarausfall und schuppigen Stellen führt. Sie kann den gesamten Körper befallen, wo sie runde, rote, schuppige Stellen verursacht, sowie den Unterleib, wo sie zu Juckreiz und Hautschwellungen führen kann.

Tinea Pedis ist die häufigste Pilzinfektion der Haut und er befällt mehr Männer als Frauen, wahrscheinlich weil Männer oft schwere, meist luftundurchlässige Schuhe tragen.

Außerdem liebt der Pilz eine warme, feuchte Umgebung, ebenfalls organische Nahrung- da stellt der menschliche Körper einen optimalen Lebensraum für diese Mikroorganismen dar.

Ursachen

Als Ursache für den Fußpilz gelten Hautpilze, welche auch als Dermatophyten bezeichnet werden und die Haut sowie Nägel und Haare befallen können. Der Erreger vermehrt sich auf der Haut nur in der obersten Schicht, der Hornschicht; in darunter liegenden Hautschichten breitet er sich für gewöhnlich nicht aus.

Übertragen werden die Erreger des Fußpilzes von einem Menschen zum anderen, beispielsweise über den Boden von öffentlichen Duschen und Bädern, oder auch Teppichböden in Hotels.

Auch über direkten Kontakt von Haut zu Haut ist eine Übertragung möglich. Man kann sich quasi überall dort infizieren, wo viele Menschen barfuß laufen und feine Hautschuppen verlieren.

Wenn der Boden feucht ist, wie in einem Schwimmbad, ist die Verbreitung umso stärker. Zu den häufigsten Ursachen, dass der Fußpilz ausbricht zählen zu enge Schuhe, verschwitzte (in Sportschuhen) oder nicht gründlich abgetrocknete Füße, kleine Verletzungen der Haut oder eine geschwächte Abwehr.

Ein erhöhtes Risiko, Fußpilz zu bekommen, haben Diabetes mellitus Erkrankte oder Personen mit Störungen der Durchblutung. Der Erreger ist soweit ungefährlich, wenn er behandelt wird, ansonsten kann es zu einer Wundrose kommen, welche eine schwere Infektion der Haut ist und stationär behandelt werden muss.

Symptome und Verlauf von Fußpilz

Der Fußpilz kann sich auch auf die Nägel (Nagelpilz) ausbreiten.

Typische Symptome von Fußpilz:

Die Pilzerreger an den Füßen verursachen Rötungen, einen enormen Juckreiz sowie das Aufplatzen und Abschälen der Haut auf der Fußsohle oder zwischen den Zehen. In schweren Fällen können sich sogar Blasen auf den Fußsohlen bilden und nässende Risse zwischen den Zehen sind auch nicht selten. Die offenen Hautrisse sind der ideale Nährboden für Krankheitserreger (z.B. Bakterien, Pilze) und weitere Infektionen.

Ein unbehandelter Fußpilz kann sich auf die Zehennägel ausweiten. IBei diesem Fall der Pilzinfektion spricht man von einem Nagelpilz (Onychomykose). Die Nägel werden sie dick und verfärben sich mit der Zeit. Am Ende wird der Nagel (Nagelplatte) brüchig und löst sich vom Nagelbett. In der Regel heilt ein Nagelpilz und Fußpilz nicht von selbst und muss behandelt werden.

Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Infektion Fußpilz kann der behandelnde Arzt seine Diagnose in den meisten Fällen durch eine rein optische Untersuchung stellen. Da die Symptome von Fußpilz sehr charakteristisch sind, genügt oft schon nur ein Blick auf die betroffenen Stellen am Fuß für eine Verdachtsdiagnose. Eine Sicherung des Verdachtes und eine gesicherte Diagnose sind anschließend durch eine mikroskopische Untersuchung möglich. Dazu werden einige Hautschuppen von den betroffenen Stellen am Fuß vorsichtig abgeschabt oder mit einem Klebestreifen abgezogen und unter dem Mikroskop auf einem Objektträger genauer betrachtet. Unter der Vergrößerung werden Infektionen mit Pilzen in der Hautprobe deutlich erkennbar.

Sollten noch Zweifel bestehen oder eine bereits erfolgte Behandlung keinen Erfolg gezeigt haben, muss der Erreger genauer untersucht werden. Dazu muss im Labor eine Zellkultur angelegt werden, über welche der für die Infektion verantwortliche Pilz genau bestimmt werden kann. Bis ein Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel bis zu 3 Wochen. Ist bekannt, welcher Pilz die Infektion ausgelöst hat, kann dieser gezielt bekämpft werden.

Beim Verdacht auf Fußpilz ist im Rahmen der Diagnosestellung zudem wichtig, andere Erkrankungen auszuschließen, die auch in den Zehenzwischenräumen auftreten und ähnliche Symptome mit sich bringen. Dazu gehören unter anderem Schuppenflechte, Infektionen durch Bakterien und Ekzeme.

Behandlung und Therapie

Um den Fußpilz erfolgreich zu besiegen, ist die Anwendung eines pilzabtötenden Mittels erforderlich, welches in Salben oder Puder enthalten ist und in der Apotheke ohne Rezept erworben werden kann. Die Wirkstoffe sind vor allem Clotrimazol, Bifonazol oder Econazol.

Bei einer starken Ausbreitung sollte nach Absprache mit einem Arzt ein Mittel in Tablettenform eingenommen werden. Es gibt sowohl Mittel, die den Pilz direkt abtötet und jene, bei denen eine längere Anwendung nötig ist, da der Pilz zunächst nur eingedämmt wird, was die Haut jedoch nicht so stark beansprucht.

Neben dieser Behandlung ist es wichtig darauf zu achten, dass die Füße immer gründlich abgetrocknet und anschließend auch trocken sind, vor allem die Zehenzwischenräume. Außerdem sollten Baumwollstrümpfe getragen und jeden Tag gewechselt werden, welche in der Wäsche gekocht werden können.

Das Schuhwerk sollte möglichst atmungsaktiv und nicht zu eng sein und zwischen die Zehen können Stoffstreifen gelegt werden. Alle Gegenstände sollten desinfiziert werden, die den Erreger verbreiten könnten und es ist wichtig, an öffentlichen Orten Strümpfe wenn nicht sogar Schuhe zu tragen (Schlappen in Duschen oder im Schwimmbad).

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Vorbeugung

Um dem Fußpilz vorneherein vorzubeugen, sollte auf zu enge Schuhe verzichtet werden und auch auf jene, die aus Synthetik-Material bestehen. Auch die Socken sollten aus atmungsaktivem Material (Baumwolle) bestehen und sowohl Schuhe als auch Socken können zum zusätzlichen Schutz mit einem Antipilzmittel regelmäßig desinfiziert werden.

Auf feuchten Böden in öffentlichen Duschen, Saunen oder Schwimmbädern ist das Tragen von Badeschuhen ratsam und in Hotels sollte nicht barfuß gelaufen werden, wenn man dazu neigt, Fußpilz zu bekommen. Wenn man diese Hinweise ernst nimmt und versucht, diese möglichst einzuhalten, ist das Risiko einer Ansteckung mit Fußpilz schon um ein Vielfaches geringer.

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