Hausmittel gegen Bienenstiche und Wespenstiche

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. Juni 2015
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Bienen sind von Natur aus nicht aggressiv und da sie die Blumen und Bäume bestäuben, werden sie nicht als Plage gesehen. Doch ein Stich kann sehr wehtun und ist bei einer Allergie sehr gefährlich. Wespen hingegen gelten eher als aggressiv und können bei schönen gemütlichen Grillveranstaltungen nerven. Es gibt verschiedene Tipps und Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Bienen- und Wespenstiche?

  • Ein Hausmittel gegen Bienenstiche und Wespenstiche ist der Zartmacher für Fleisch aus dem Gewürzregal. Dieses Gewürz enthält Enzyme, welche helfen die Schwellung und die Entzündung zu verringern. Außerdem beschleunigen sie den Abbau des Giftes. Um diesen Weichmacher anzuwenden, wird ein Teelöffel mit etwas Wasser vermischt und diese Paste dann auf die betroffene Hautstelle aufgetragen. Nach einer Stunde mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Sobald eine Biene zugestochen hat, muss der Stachel schnellstmöglich entfernt werden. Hierbei ist es sehr wichtig, dass keine Pinzette oder die Finger verwendet werden! Denn durch das Zusammendrücken des Stachels wird der Rest des Giftes, der sich in dem Säckchen befindet welches noch am Stachel hängt, herausgedrückt. Am besten mit einer Kreditkarte, dem Fingernagel oder einer Messerschneide den Stachel wegschaben.

Schnelle Hilfe bei Bienen- und Wespenstichen

  • Ein schnelles Hausmittel gegen den Juckreiz der Bienen- und Wespenstiche ist eine Paste aus Acetylsalicylsäure (ASS). Einfach eine ASS-Tablette zerdrücken und die Krümel mit etwas Wasser zu einer Paste verrühren. Diese Behandlung sollte jedoch erst ab 16 Jahren durchgeführt werden oder wenn man sich absolut sicher ist, dass keine Allergie gegen ASS vorhanden ist.
  • Ein Hausmittel gegen Bienenstiche ist Bikarbonat. Das Gift der Bienen ist säurehaltig, deswegen wird ein alkalischer Neutralisierer benötigt. Es wird eine Bikarbonatlösung mit einem Teelöffel Bikarbonat auf ein Glas Wasser hergestellt. Anschließend wird ein Wattebausch in die Lösung getaucht und auf den Einstich gelegt.
  • Ein Hausmittel gegen Wespenstiche ist Essig. Da das Gift der Wespen alkalisch reagiert, wird hier eine Säure zur Neutralisation benötigt. Die Behandlung mit Essig erfolgt genauso wie bei der Bikarbonatlösung.

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Alternative Heilmittel

  • Alternative Hausmittel gegen die Entzündung, welche durch Bienen- und Wespenstiche hervorgerufen werden, sind Knoblauch und Zwiebel. Aus beidem wird der Saft herausgepresst und auf die Einstichstelle getropft. Zucker hilft auch gegen die Entzündung.
  • Ein weiteres Naturheilmittel gegen Insektenstiche ist die Papaya. In der Papaya sind Enzyme vorhanden, die das Gift verschiedener Insekten neutralisieren. Sofern eine vorhanden ist, kann einfach ein kleines Stück aus der Frucht herausgeschnitten und auf den Stich gelegt werden.
  • Durch Teebaumöl werden die Schwellungen, die durch die Stiche hervorgerufen wurden, vermindert. Genauso hilft ein Enzym der Ananas, Bromelain. Von diesem Enzym gibt es extra Tabletten, die in Onlineapotheken erhältlich sind. Am Tag werden bis zu dreimal 500 mg eingenommen.
  • Durch verschiedene ätherische Öle wird gegen Insektenstiche vorgegangen. Pfefferminze beschleunigt den Heilungsprozess indem es kühlt und die Blutzirkulation beschleunigt. Wenn in Zahnpasta etwas Pfefferminzöl enthalten ist, kann etwas von der Paste auf den Stich aufgetragen werden. Ansonsten helfen auch Nelken-, Lavendel- und Eukalyptusöl gegen den Juckreiz.

Weitere Informationen sind unter Bienenstiche und Insektenstiche zu finden. Bei Nicht-Allergikern kann ein Bienen- und Wespenstich gefährlich sein, wenn der Bereich entzündet erscheint und ein kreisförmiger Ausschlag auftritt. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn nach einem Insektenstich Atemnot auftritt, Mund oder Hals anschwellen, der Puls sich stark beschleunigt oder Schwäche einsetzt, sollte unbedingt ein Notarzt gerufen werden, da es sich dann höchstwahrscheinlich um einen anaphylaktischen Schock (allergische Reaktion) handelt, die tödlich verlaufen kann.

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Weitere Infos

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Mia kommentierte am 20.07.2016 um 12:31 Uhr

Gestern stachen mich auf einen Tusch 5 Wespen. Bin ihnen wohl zu nahe gekommen. Mein absolutes Hausmittel, schon 3 mal angewandt, sofort Zwiebel aufschneiden, frischen Saft reichlich verteilen, sofort ein Glas Wasser mit einer aufgelösten Calciumtablette trinken, zwischendurch immer mit sauerstoffhaltigem Wasser abreiben.

Bingo kommentierte am 23.07.2016 um 19:07 Uhr

Ich wurde beim Rollerfahren von einer Biene in den Hals gestochen. Ich habe bei einer Quizsendung gehört, dass man den Stich mit einem Würfelzucker, auf dem man Speichel tut, einreiben soll. Natürlich hat man nicht immer einen Würfelzucker dabei. Ich fuhr sofort in ein Lebensmittelgeschäft und fragte ob sie mir einen Würfelzucker geben könnte. Sofort bekam ich einen Würfelzucker, auf den ich meinen Speichel tat und sofort meinen Hals damit eingerieben habe. Der Schmerz lies sofort nach. Hatte nur einen Tag lang ein wenig Spannung am Hals. Daher werde ich jetzt immer einen Würfelzucker mitnehmen.