Blaue Flecken

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. November 2014
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Blaue Flecken sind die verbreiteteste Form von Hämatomen. Durch Verletzungen werden die unter der Haut liegenden Blutgefäße verletzt. Das ins Gewebe austretende Blut gerinnt dort und führt zur Ausbildung von meist bläulichen Verfärbungen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein blauer Fleck?

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Blaue Flecken, Blutergüsse oder Hämatome, entstehen, wenn durch eine Verletzung Blutgefäße verletzt werden und Blut sich im Gewebe sammelt, wo es nicht hingehört. Als typisches Symptom zeigen sich dann die charakteristischen bläulichen Verfärbungen unter der Haut. Die Blutgefäße befinden sich in einem ständigen Zustand der Erneuerung und Reparatur.

Kleinere Beschädigungen werden in der Regel sofort behoben. Je heftiger jedoch die Beschädigung durch einen Stoß oder eine Quetschung ist, desto mehr Blut tritt ins Gewebe und desto größer und dunkler wird auch der blaue Fleck. Der Grad an Verfärbung, Schwellung oder Schmerzen ist ebenso abhängig von der Körperstelle, an der die Beschädigung stattgefunden hat.

Ursachen

Blaue Flecken werden in den meisten Fällen durch ein Trauma ausgelöst. Hierzu zählen jegliche Arten von Verletzungen oder unüblichen Bewegungen, die anschließend auch Beschädigungen an den Blutgefäßen auslösen. Die Menge an Blut, die daraufhin ins Gewebe fließt und dort gerinnt, ist verantwortlich für Größe und Intensität des blauen Flecks.

Manche Blutgefäße sind anfälliger für Verletzungen als andere, daher entstehen dort auch schneller blaue Flecken. Auch kann die Anfälligkeit für blaue Flecken individuell variieren. Die regelmäßige Einnahme von blutverdünnenden Mitteln wie Aspirin kann die Fähigkeit des Blutes einschränken, Beschädigungen an den Gefäßen auszubessern. Hier kommt es dann auch schneller zu blauen Flecken.

Hämatome können überall am und im Körper entstehen. So kann eine Beschädigung von Blutgefäßen im Gehirn oder anderen Organen von außen vollkommen unentdeckt bleiben, jedoch zu lebensgefährlichen Blutungen führen. Lediglich die oberflächlichen Verletzungen unter der Haut und die daraus entstehenden Hämatome, werden als blaue Flecken bezeichnet.

Diagnose und Verlauf

Die meisten Menschen sind mit dem Phänomen der blauen Flecken seit ihrer Kindheit vertraut, daher benötigt es auch keine besondere Diagnose. Sie treten auf nach Verletzungen, Unfällen, Überdehnungen, etc. Anschließend folgt ein lokaler Schmerz als Resultat der Gewebeverletzung und des Heilungsprozesses.

Besonders bei Stößen und Schlägen auf die Oberfläche des Körpers entstehen zwangsläufig Verletzungen der Blutgefäße. Das Blut tritt aus, verklumpt im umliegenden Gewebe und ein blauer Fleck entsteht. Diese sind meistens verbunden mit Schmerzen und einer Reizung. Auch Schwellungen können eintreten, besonders an empfindlichen Regionen im Gesicht. Nach dem Auftreten des blauen Flecks können während der Heilungsphase verschiedene Verfärbungen entstehen. Neben bläulichen Verfärbungen kann die Verletzung ebenso ins Gelbliche, Rötliche oder Grünliche übergehen. Vermehrte unerklärliche Flecken auf der Haut stehen eventuell in Verbindung mit anderen Krankheiten. Hier sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Behandlung

Blaue Flecken benötigen keine besondere Behandlung, doch sie können in der Regel durch Ruhe, Kälte, Kompresse und einer erhöhten Position behandelt werden. Abhängig davon wie stark die Verletzung und wie groß und dunkel der Fleck ist, verläuft die Heilungsphase. In den meisten Fällen verheilt ein Fleck innerhalb weniger Tage. Hierbei muss beachtet werden, dass die betroffene Region nicht unnötig belastet oder bewegt wird und die Heilung damit vermindert. Ansonsten kann sich die Regeneration deutlich verlangsamen.

Menschen mit einer Blutgerinnungsstörung sind ebenso anfälliger für blaue Flecken, da verletzte Blutgefäße bei ihnen langsamer verheilen. Sollten blaue Flecken in diesem Fall außergewöhnlich groß und dunkel werden, ist es eventuell ratsam ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Da das Blut ein Träger für viele Nährstoffe ist, existiert die Gefahr einer Infektion des umliegenden Gewebes. Menschen mit blauen Flecken sollten ihre Verletzungen beobachten und auf Anzeichen wie Wärmeentwicklung, Verschlimmerung der Schmerzen oder Rötungen achten. Es kann schwierig sein, die Anzeichen einer Entzündung oder Infektion vom eigentlichen blauen Fleck zu unterscheiden.

Wenn die Betroffenen zusätzlich Fieber und rote Verfärbungen um den Fleck entwickeln, muss eventuell eine zusätzliche Behandlung vorgenommen werden. Hierzu zählt ggf. die ärztliche Verschreibung von Antibiotika oder entzündungshemmender Medikamente wie Ibuprofen.

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Vorbeugung

Da die meisten blauen Flecken durch Verletzungen hervorgerufen werden, kann in diesen Fällen nur zur Vorsicht geraten werden. Unfälle geschehen und gleichgültig wie vorsichtig man ist oder wie gut man sich schützt, ein paar blaue Flecken wird man sich immer wieder zuziehen.

Um mögliche Komplikationen und Entzündungen zu vermeiden, ist es ratsam seine blauen Flecken unter Beobachtung zu halten. Für bestimmte Risikogruppen ist es sicherlich ratsam, einige Sportarten und Aktivitäten zu meiden. Menschen mit einer Blutgerinnungsstörung sollten demnach keine Kontaktsportarten ausführen, Kampfsportarten oder ähnliche Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko. Dasselbe gilt für Personen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen.

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