Akne inversa

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Juni 2015
Gesundpedia.deKrankheiten Akne inversa

Akne inversa ist einer Hauterkrankung, bei der sich kleine entzündete Knoten oder größere Blasen unter der Haut bilden. Sie sind schmerzhaft und die Symptome verschlimmern sich bei ausbleibender Behandlung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Akne inversa?

Akne inversa ist eine chronische Hautkrankheit, bei der es zu erbsengroßen Einlagerungen unter der Haut kommt. Diese tiefsitzenden Knoten treten üblicherweise dort auf, wo Hautpartien aneinander reiben. Bspw. in den Achselhöhlen, der Leiste, dem Gesäß oder unter den Brüsten.

Die Knoten sind in den meisten Fällen schmerzhaft. Wenn sie aufbrechen, verbreitet sich eine übel riechende Flüssigkeit. Auch verbreitet ist, dass sich Tunnel zwischen den Knoten unter der Haut bilden. Akne inversa entwickelt sich meist nach der Pubertät und kann über viele Jahre anhalten. Hierbei verschlimmern sich die Symptome.

Ursachen

Akne inversa entsteht, wenn Haarfollikel verstopfen und sich dadurch entzünden. Es ist nicht genau bekannt, warum die Haarfollikel verstopfen, doch eine Reihe von Faktoren werden hiermit in Verbindung gebracht: der Hormonhaushalt, Rauchen und starkes Übergewicht.

Akne inversa betrifft weniger als 1 Prozent der Bevölkerung. Weitere Faktoren, die evtl. das Risiko einer Erkrankung erhöhen sind Alter, Geschlecht und die Krankengeschichte der Familie.

So tritt Akne inversa in den meisten Fällen bei jungen Erwachsenen auf. Indiesem Zusammenahng sind Frauen sehr viel anfälliger als Männer. Zudem können Tendenzen innerhalb der Untersuchungen festgestellt werden, dass Akne inversa innerhalb von Familien genetisch weitergegeben wird.

Symptome und Verlauf

Akne inversa tritt besonders in den Bereichen auf, in denen sich viele Öl- und Schweißdrüsen befinden. Also der Achselhöhle, der Lende und im Analbereich. Ebenso häufig tritt Akne inversa an Stellen auf, an denen Haut aneinander reibt: zwischen Oberschenkeln oder unter den Brüsten. Die Knoten können nur an einer Stelle oder an mehreren Stellen des Körpers auftreten.

Anzeichen und Symptome sind:

  • Mitesser: In befallenen Gebieten treten sie gehäuft und oft als eng anliegende Zweiergruppen auf. Äußerlich haben sie die markanten dunklen Köpfe.
  • Rote weiche Knoten: Diese Knoten wachsen häufig mit der Zeit, können aufbrechen und eine Flüssigkeit tritt aus. Diese kann einen unangenehmen Geruch haben. Kratzen, Brennen und übermäßiges Schwitzen begleitet die Knoten oft noch.
  • Kleine harte Knoten: Diese Knoten entwickeln sich weiter unter der Haut und können über Jahre bestehen bleiben; sodass sie sehr anfällig für weitere Entzündungen sind.
  • Nässende Knoten oder Blasen: Diese Wunden heilen nur sehr langsam, wenn überhaupt. Sie führen zu Narben und der Bildung von Tunneln zwischen den Knoten unter der Haut.

Die meisten Menschen mit Akne inversa bemerken ihren ersten Knoten kurz nach der Pubertät. Dieser ist schmerzhaft und hält viele Wochen.

Diagnose

Bei einem Verdacht von Akne inversa wird der Hausarzt den Betroffenen an einen Dermatologen weiterleiten. Um die Behandlung und Diagnose zu beschleunigen, kann der Patient im Vorhinein einige Schritte vornehmen. Der Patient kann alle seine Symptome und die Zeit ihres ersten Auftretens notieren.

Auch Informationen über die Zeitdauer der entstehenden Knoten oder ob sie aufplatzen, ist eine wichtige Information. Der Arzt sollte alle Informationen über Medikamente und Präparate erhalten, die der Patient regelmäßig einnimmt. Er kann diese ruhig zur Behandlung mitbringen.

Fragen des Arztes könnten sein: Wann begannen die Symptome? Traten sie akut auf oder entwickelten sie sich langsam? Wie sahen die Knoten am Anfang aus? Sind die Symptome schmerzhaft? Haben Eltern oder Geschwister dieselben Probleme? Traten die Symptome bereits in der Vergangenheit auf? Die Diagnose erfolgt anschließend auf Grundlage einer körperlichen Untersuchung und evtl. einer Laboranalyse der in den Knoten befindlichen Flüssigkeit.

Behandlung und Therapie

Es existiert keine Heilung für Akne inversa, doch eine frühe Behandlung kann die Symptome unter Kontrolle halten. Bestimmte Antibiotika können als Langzeittherapie angewendet werden und somit zukünftige Ausbrüche eindämmen. In akuten Fällen kann Kortison direkt in die Knoten injiziert werden, um die Entzündungen einzudämmen.

Die Verwendung über einen längeren Zeitraum ist jedoch mit vielen Nebenwirkungen verbunden. In schweren Fällen sind chirurgische Eingriffe ggf. notwendig. Wenn die Akne inversa nur einen kleinen Bereich betrifft, kann ein Einschnitt und Drainage schnelle Erleichterung verschaffen. Auch das Entfernen von Gewebe, das die unter der Haut liegenden Tunnel umschließt, ist eine erfolgversprechende Behandlung.

In sehr schweren Fällen kann eine Entfernung ganzer Hautbereiche erfolgen, um die Ausbreitung der Akne inversa einzudämmen. Eine Hauttransplantation ist erforderlich, wenn die Wunde zu groß ist und nicht von alleine heilt.

Rezeptfreie Medikamente gegen Akne und Pickel


Vorbeugung

Als Prävention gegen Akne inversa sollte man das Rauchen aufhören und ein gesundes Körpergewicht halten. Eine absolute Vorbeugung existiert aber nicht. Warme Kompressen können die Schwellung von Knoten lindern. Die regelmäßige Reinigung der betroffenen Bereiche verhindert die weitere Ausbreitung. Lockere Kleidung reizt die Haut nicht zusätzlich.

Bücher zum Thema Akne

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Akne inversa?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?