Romanesco

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 15. November 2021
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Der Romanesco ist eine beliebte Form des Blumenkohls. Der größte Unterschied ist jedoch die grüne Farbe. Allein in optischer Hinsicht ist er ein Hingucker, denn die spitzen, zusammengewachsenen Blütenknospen sehen sehr dekorativ aus.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Romanesco wissen

Der Romanesco, eine grüne Blumenkohlsorte, stammt aus einer Kreuzung von wildem Blumenkohl und Brokkoli. Die Heimat ist der Mittelmeerraum. Etwa 60 Prozent des in Deutschland verkauften Romanescos stammen aus spanischem und italienischem Anbau, doch auch hierzulande wird das Gemüse zum Teil angebaut. Romanesco vom Freiland ist aus deutschem Anbau von Mai bis Oktober erhältlich.

Das Gemüse gehört zur Familie der Kreuzblütler. Es ist trotz der Ähnlichkeit zum Brokkoli eher mit dem Karfiol verwandt. Der Romanesco besteht aus kleinen grünen "Kegeln", die Struktur erinnert an Minarett-Türmchen. Durch die spitzförmigen Röschen sowie der schönen, grünen oder violetten Farbe ist der Romanesco als Dekoration sehr beliebt.

Doch das Gemüse besticht nicht nur durch das schöne Aussehen, sondern ebenso durch den feinen und würzigen Geschmack. Romanesco ist im Vergleich zum Blumenkohl aromatischer, gleichzeitig aber auch unaufdringlicher im Geschmack. Es sollte jedoch berücksichtigt werden: Umso länger der Romanesco gegart wird, desto mehr entsteht das Kohl-Aroma.

Bedeutung für die Gesundheit

Beim Romanesco lautet die Devise gegenüber dem Blumenkohl: Mehr Farbe und mehr wertvolle Nährstoffe. Das Gemüse verfügt beispielsweise über einen bis zu 80 Prozent höheren Gehalt am wichtigen Provitamin A. Dieses dient dem Erhalt des Sehvermögens, der Förderung des Zellwachstums sowie der Unterstützung des Immunsystems. Romanesco enthält zudem viel mehr Vitamin C sowie Karotin.

Dank des hohen Vitamin C-Gehalts unterstützt das Gemüse die körpereigene Abwehr. Das Kalium, das im Romanesco steckt, reguliert zusammen mit dem Natrium und Chlor den Wasserhaushalt. Zudem werden der Blutdruck und Herzschlag gesteuert und auch in der Übertragung von Nervenimpulsen und im Energiestoffwechsel spielt Kalium eine sehr wichtige Rolle.

Der enthaltene Phosphor ist zusammen mit dem Kalzium zum großen Teil im Knochengewebe eingelagert, wo es vor allem für die Widerstandsfähigkeit und Stabilität der Knochen und Zähne verantwortlich ist. Phosphor ist auch an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, sodass die Funktionen sehr vielfältig sind.

Kohlgemüse wie Romanesco kann die Wirkung der krebserregenden Substanzen, die sich in der Nahrung befinden, verringern. Die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und die sekundären Pflanzstoffe haben auf die Leber eine entgiftende Wirkung.

Aufgrund der zarten Zellstrukturen ist das Gemüse leicht verdaulich und auch für Schon- und Diätgerichte ideal. Der Romanesco enthält nur wenige Kalorien und kaum Fett, sodass er sich auch sehr gut für Figurbewusste eignet.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Der Romanesco enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, beispielsweise das Provitamin A, die Vitamine B1, B2, B6, viel Vitamin C, K und Niacin. Zudem stecken im Gemüse Pantothensäure, Zink, Kalium, Phosphor und Schwefel in nennenswerten Mengen.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 92 kcal/ 22 kj
Eiweiß 2,4 g
Kohlenhydrate 2,3 g
Fett 0,3 g
Ballaststoffe 2,9 g
Vitamin C 69 mg

Unverträglichkeiten

Kohlgemüse wie der Romanesco ist grundsätzlich sehr gesund, doch viele Menschen leiden nach dem Verzehr unter Blähungen. Dies kann durch die Zugabe von Fenchel, Kümmel oder geriebenem Ingwer gelindert werden.

Auch entstehen kaum Darmgase, wenn der Romanesco für einen Tag in das Tiefkühlfach gelegt und danach erst zum Kochen verwendet wird. Im Allgemeinen jedoch gehört der Romanesco zu den gut verträglichen Kohlgewächsen.


Einkaufs- und Küchentipps

Beim Einkauf von Romanesco sollte auf Qualität geachtet werden. Hier spielen die äußeren Hüllblätter eine wichtige Rolle. Sie sollten grün und knackig sein. Sehen sie bereits etwas welk oder gelb aus, sollte der Romanesco nicht ausgewählt werden. Ist er überlagert, schmeckt er muffig und hat zudem die meisten Nährstoffe verloren.

Je eher der Romanesco verbraucht wird, desto besser schmeckt er auch und umso höher ist der Nährstoffgehalt. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann er bis zu vier Tage lang aufbewahrt werden. Dabei sollten jedoch die Hüllblätter dranbleiben, da sie als ein natürlicher Frischeschutz dienen.

Zur Vorbereitung werden zunächst der Stielansatz sowie die äußeren Blätter mit einem Messer entfernt. Im Anschluss wird der Kohlkopf unter fließendem Wasser gewaschen, abtropfen gelassen und für die weitere Verwendung in Röschen zerteilt. Der Romanesco kann natürlich auch im Ganzen gegart werden.

Zubereitungstipps

Der Romanesco kann auf eine vielfältige Weise zubereitet werden, beispielsweise gekocht, geschmort, frittiert oder gratiniert. Er kann in einem Auflauf, als Gemüsebeilage, als Suppe sowie roh als Salat genutzt werden. Die Blätter sind vitamin- und kaliumreich und ebenfalls ein geeignetes Zugemüse, beispielsweise in einer Suppe.

Der Strunk gart schneller, wenn er im Vorfeld über Kreuz eingeritzt wird. Der Kohlgeruch, der beim Kochen entsteht, kann durch ein paar Tropfen Zitronensaft im Kochwasser verringert werden.

Romanesco schmeckt zusammen mit einer Sauce Hollandaise, frisch gemahlenem Muskat und angeröstetem Paniermehl sehr lecker. Prinzipiell können mit dem Romanesco alle Rezepte zubereitet werden, für die auch Blumenkohl verwendet werden.

Dieser Artikel wurde unter Maßgabe der naturwissenschaftlichen Fachliteratur und fundierter empirischer Quellen verfasst.
Qualitätssicherung durch: Dipl.-Biol. Elke Löbel
Letzte Aktualisierung am: 15. November 2021

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