Hausmittel gegen Asthma

Letzte Aktualisierung am 2. Juli 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Bei Asthma sind die Bronchien überempfindlich und durch reizende Substanzen, wie Tabakrauch, trockene oder kalte Luft, Hausstaubmilben oder Pollen kann es zu einem Asthmaanfall kommen. Hierbei wird die Ausatmung schwierig, da sich die Bronchiolen (kleine Vergabelungen der Atemwege in der Lunge) wie bei einem Krampf zusammenziehen. Dadurch muss man Husten und hat ein Engegefühl in der Brust. Asthma ist nicht heilbar. Der Inhalator ist das wirksamste Mittel, aber es gibt auch andere Hausmittel, die die Symptome abschwächen und das Atmen erleichtern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Asthma?

Als Asthma bronchiale wird eine chronische Entzündung der Atemwege bezeichnet, die zu einer erhöhten Sensibilität der Bronchien gegenüber verschiedenen Umweltreizen führt. Die Krankheit tritt in der Regel anfallsartig auf. Es wird zwischen verschiedenen Formen von Asthma unterschieden.

Allergisches (extrinsisches) Asthma wird durch Allergene ausgelöst, die zur sogenannten allergischen Frühreaktion führen, die durch eine vermehrte Bildung von Immunglobulin E gekennzeichnet wird. In Anschluss daran folgt die allergische Spätreaktion, die die für Asthma charakteristischen Beschwerden hervorruft.

Zu den typischen Symptomen zählen Husten, Kurzatmigkeit und andere Atembeschwerden bis hin zur akuten Atemnot. Extrinsisches Asthma kann genetisch bedingt sein und macht sich oft bereits bei Kindern und Jugendlichen bemerkbar. Pollen gehören zu den häufigsten Allergenen, die diese Form von Asthma auslösen. Darüber hinaus leiden auch bestimmte Berufsgruppen wie Bäcker oder Friseure überproportional häufig an allergischem Asthma. Das nicht-allergische (intrinsische ) Asthma tritt dagegen oftmals erst nach dem vierzigsten Geburtstag auf und wird sehr häufig durch eine Virusinfektion der Atemwege ausgelöst. Allergische und nicht-allergische Formen der Krankheit überschneiden sich häufig, dann wird von gemischtförmigen Asthma gesprochen.

Wer ist betroffen?

Viele Asthmatiker leben sehr gut mit ihrer Krankheit, auch wenn sie meist dauerhaft auf Medikamente angewiesen sind und stets ein Asthmaspray bei sich führen müssen. Betroffene sollten sich aber dennoch auf mögliche Komplikationen einstellen. So können sich die Symptome spontan verschlimmern und sehr heftig werden, bis hin zur extremsten Form eines Asthmaanfalls, dem sogenannten Status asthmaticus, der für den Patienten lebensgefährlich sein kann und immer die sofortige Verständigung eines Notarztes erforderlich macht. Schwere Formen von Asthma bronchiale können darüber hinaus zu einer Schädigung der Lunge und des Herzens, insbesondere einer Rechtsherzinsuffizienz, führen.

Ursachen

Asthma ist eine weit verbreitete Störung, in Deutschland leiden schätzungsweise 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie etwa 5 Prozent der Erwachsenen an der Krankheit. Anders als bei Erwachsenen kann Asthma bei Kindern oftmals vollständig geheilt werden, sofern die Krankheit frühzeitig richtig diagnostiziert und behandelt wird. Es kommt aber immer noch recht häufig vor, dass Kurzatmigkeit bei körperlichen Anstrengungen irrtümlich auf eine schlechte Kondition zurückgeführt wird und manchmal Jahre bis zur korrekten Diagnose vergehen. Darüber hinaus bleibt die Lungenfunktion auch im Falle einer erfolgreichen Behandlung meist lebenslang eingeschränkt. Bei Erwachsenen werden die Symptome mit Hilfe von Medikamenten unterdrück, eine Heilung ist hier aber nicht zu erwarten.

Was hilft gegen Asthma?

  • Magnesium entspannt nachweislich die Atemwege und ist dafür bei Asthma geeignet. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 250 mg für Frauen und 300 mg für Männer.
  • Die Entzündung kann durch Omega 3 Fettsäuren eingedämmt werden. Besonders reich sind die Fische Thunfisch, Makrele und Lachs. Über den Tag verteilt sollten 6000 mg eingenommen werden. Fischölkapseln sind in jeder Online-Drogerie erhältlich. Wenn gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden, sollte der Arzt vor der Einnahme befragt werden.
  • Wer unter Asthma leidet sollte auf gar keinen Fall rauchen und auch das Beisammensein mit anderen Rauchern und verrauchte Räume tunlichst meiden.
  • Wenn man unter Asthma leidet, sollte man alle starken Geruchsquellen meiden, da sie zu Asthmaanfällen führen können. Zum Beispiel Teststreifen von Parfümen in Magazinen oder intensiv riechende Nahrungsmittel, wie Zwiebeln oder Knoblauch.
  • Asthmatiker sollten über die zu sich genommene Nahrung Buch führen, um festzustellen ob irgendein Nahrungsmittel Einfluss auf die Asthmaanfälle hat. Die könnten nämlich auch nur durch eine Lebensmittelallergie hervorgerufen worden sein.
Schematischer Aufbau (Anatomie) der menschlichen Lunge.

Schnelle Hilfe bei einem Asthmaanfall

  • Während eines Asthmaanfalls ist es sehr wichtig ruhig zu bleiben. Durch Panik werden die Symptome verschlimmert. Es hilft, wenn man die Augen schließt und sich vorstellt, wie sich beim Einatmen die Lungen vergrößern.
  • Im Notfall hilft beim Asthmaanfall eine Tasse starken Kaffees oder einer Cola. Denn das Koffein erweitert die Atemwege.
  • Kleinere, aber mehrere Mahlzeiten am Tag können auch hilfreich bei Asthma sein, da aufsteigende Magensäure Asthmaanfälle hervorrufen kann. Außerdem sollte kurz vor dem zu Bett gehen nichts mehr gegessen werden.

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Alternative Heilmittel

  • Ginko biloba ein Hausmittel aus der traditionellen chinesischen Medizin wird gegen Asthma eingesetzt. Es blockiert ein Protein, welches für die Engstellung der Atemwege mitverantwortlich ist. Zu kaufen gibt es Ginko-biloba-Extrakt, von welchem 250 mg am Tag eingenommen werden sollten.

  • Gelbwurz, auch Kurkuma genannt, ist ein Gewürz, welches in vielen asiatischen Ländern benutzt wird. Dieses alternative Hausmittel gegen Asthma wirkt entzündungshemmend, denn es hemmt Prostaglandine, welche bei Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielen.
  • Omas Hausmittel zur Selbstheilung bei Asthma ist Nachtkerzenöl. Es ist reich an der essenziellen (zum Leben notwendig) Fettsäure Linolen, welche im Körper in entzündungshemmende Wirkstoffe umgebaut wird. Am besten nimmt man drei Mal am Tag 1000 mg zu den Mahlzeiten ein.
  • Ein alternatives Heilmittel gegen Asthma sind die Flavonoide. Diese Substanz verleiht den meisten Früchten und Gemüse ihre kräftige Farbe und ist aber für den Menschen antientzündlich und antiallergen. Das Quercentin ist das am meisten verbreitete Flavonoid, von welchem man 500 mg 20 Minuten vor allen Mahlzeiten eingenommen sollte.

Weitere Informationen sind unter Asthma zu finden. Wenn Asthmasymptome zum ersten Mal auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Erkennen kann man einen Asthmaanfall dadurch, dass der Betroffene nicht mehr sprechen kann, nach Luft ringt, blaue Lippen oder sogar eine blaue Gesichtsfarbe bekommt und sich verwirrt und erschöpft fühlt. Bei wem Asthma bereits diagnostiziert wurde, sollte seine Medikamente regelmäßig einnehmen und sofort zum Arzt gehen, wenn deren Wirkung nachlässt oder sich die Anfälle häufen.

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