CBD - Anwendungsbereiche und Wirkungsweise

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 3. November 2022
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Cannabidiol (CBD) ist ein Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze. Insgesamt sind in einer Cannabispflanze 113 verschiedene Cannabinoide enthalten. 40 Prozent davon nimmt alleine CBD ein. Der Wirkstoff wird extrahiert und mit weiteren Zutaten gemischt, um alternative Lebensmittelergänzungsprodukte und natürliche Heilmittel herzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen von Cannabis

Hanf kann beruhigend, schlaffördernd und schmerzlindernd wirken. Eine ärztliche Verschreibung ist jedoch ratsam.

Wild wächst Cannabis vorzugsweise in kühleren und trockeneren Gebieten. Erste Funde wurden in Afghanistan registriert, genauer am Himalaja. Seit der Entdeckung wurde die Pflanze und dessen Samen weltweit transportiert und gestreut. Heute wächst das Gewächs auch in Mitteleuropa und hat einige Vegetationen verdrängt.

Künstlich wird die Pflanze auf Plantagen oder in privaten Räumen unter künstlichem Licht gezüchtet. Dazu werden Hanfsamen in einen mit Erde gefülltes Beet oder Pflanztopf versenkt. Durch Wässerung, Trockenheit und gleichmäßige Temperatur benötigt die Pflanze bis zu sechs Monate zur erntefähigen Reife.

Verkaufsformen von CBD

CBD wird zu verschiedenen Produkten verarbeitet. In natürlicher Form können Verbraucher Blüten kaufen und zu Heilmittel verarbeiten oder als Tee konsumieren. Ein sehr bekanntes Fertigprodukt ist das CBD-Öl. Abhängig von der Zusammensetzung wird CBD-Öl verdünnt oral eingenommen.

CBD ist als Inhaltsstoff in verschiedenen Kosmetika und Speisen enthalten. Dazu zählen Cremes, Salben sowie Schokolade, Säfte und alkoholische Getränke.

CBD Anwendungsbereiche

Die pharmakologischen Wirkungen von Cannabis sind erst in jüngster Zeit in den Fokus der medizinischen Forschung gerückt und bieten enormes Potential, z.B. in Form von CBD-Öl.

CBD ist ein Bestandteil von Nabiximols, welches in der Arznei verwendet wird. Das Hanfextrakt dient der Behandlung von Spasmolytikum. Ein Arzneimittel dieser Kategorie wurde 2011 von den zuständigen Behörden zugelassen. In der Apotheke ist es rezeptpflichtig als Mundspray erhältlich. 2019 erfolgte die Zulassung zur Anwendung bei Epilepsieerkrankungen wie dem Dravet-Syndrom.

Des Weiteren wurde von der FDA die Zulassung als Arzneimittel für andere Wirkungsbereiche untersagt. In der Vergangenheit haben Unternehmen mehrfach Behauptungen aufgestellt, CBD sei ein natürlich wirksames Heilmittel gegen Krebs und Alzheimer. Hierzu gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

Psychologen empfehlen immer häufiger CBD-Öl ohne THC bei Angststörungen. Ängste entwickeln Menschen häufig aus Erlebnissen. Zu unterscheiden ist zwischen angeborenen, vererbbaren und ereignisabhängigen Angststörungen. Angeborene Ängste basieren auf einer neurologischen Fehlfunktion. CBD hilft in Kombination mit anderen neurologischen Medikamenten die Kontrolle über eintretende Ängste zu gewinnen. Vererbte Angststörungen werden über das Erbgut an nachfolgende Generationen weitergegeben.

Möchten Patienten verhindern, dass ihre eigenen Kinder eines Tages davon betroffen sind, können sie sich einer therapeutischen Behandlung unterziehen. Möglich ist der Einsatz von CBD-haltigen Produkten. Bedingt durch ein Ereignis, zum Beispiel einen Unfall, können Personen temporäre Angstzustände entwickeln. CBD wird eingesetzt, um die Gesprächstherapie zu unterstützen.

Depressionen entwickeln sehr viele Menschen in verschiedenen Stadien. Sie sind einerseits unabhängig vom gesellschaftlichen Status eines Patienten, andererseits entscheidet sowohl die Bildung als auch das eigene Vermögen über den Umgang mit Depressionserkrankungen. Gebildete Menschen neigen häufiger dazu, Therapien zu hinterfragen und widmen sich alternativen Ansätzen. So konsumieren Menschen mit Depressionen häufiger CBD in verschiedenen Formen.

Therapeuten stellen immer wieder fest, dass sich die Einnahme auf den seelischen Gesundheitszustand des Patienten positiv auswirkt. Es gibt immer wieder öffentliche Diskussionen, CBD-haltige Produkte mit einem bestimmten Prozentsatz an THC medizinisch zuzulassen, um depressive Menschen besser behandeln zu können. Bisher erlaubt der Rechtsrahmen des Gesetzgebers keine Zulassung als Medikament, jedoch wird CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland verkauft, mit einem maximalen THC-Gehalt von 0,2 Prozent.

Aggressives Verhalten ist maßgeblich von der emotionalen Intelligenz eines Menschen abhängig. Die Fähigkeit zur Aufnahme der emotionalen Steuerung seines aggressiven Verhaltens ist angeboren. Wird diese während der Entwicklungszeit vom Kind zum Erwachsenen nicht gefördert, neigen Menschen eher zu einem unberechenbar aggressiven Verhalten.

Aggressionen drücken Menschen unterschiedlich aus. Durch verbale Ausdrücke und in einigen Situationen durch physische Gewalt. Therapeuten versuchen mit CBD-haltigen Produkten die Konzentration eines Menschen zu steuern und seine emotionale Intelligenz zu fördern. Ziel ist, dass ein aggressiver Patient sich seiner Situation bewusst wird und seine Handlungen kontrolliert.

Forschungsgebiete mit CBD

Um die Pflanze für weitere Fachbereiche zuzulassen, sind Forschungen nötig, die bereits durchgeführt werden. Möglich ist die CBD-Anwendung künftig bei chronischen Darmerkrankungen. Das beruht auf die festgestellte immunsupprimierende Wirkung. Bisher gibt es aber keine medizinische Behandlung und damit auch kein Arzneimittel.

Ein weiteres Forschungsgebiet umfasst die sogenannten Affektstörungen. Dabei handelt es sich um psychische Erkrankungen, bei denen die Patienten unter extremen Stimmungsveränderungen leiden. Begründet wird die Forschung mit den festgestellten antioxidativen Eigenschaften von CBD.

Wirksamkeit von CBD

CBD wirkt schmerzlindernd. Erkenntnisse liegen aber bisher nur im Fall von Sklerose und Epilepsie vor. Im Fall der Epilepsie wirkt CBD krampflösend. Zahlreiche Patienten verkrampfen bei einem epileptischen Anfall und ziehen sich in der Folge Verletzungen zu. Außerdem entsteht ein sogenannter "Muskelkater", ein lang anhaltender Muskelschmerz, der durch CBD deutlich reduziert wird.

Aufgrund der schläfrigen Wirkung von CBD wirkt der Wirkstoff beruhigend. Teilweise geben Patienten und Probanden an, dass sie weniger ängstlich sind bei der Einnahme von Hanfblüten mit CBD.

Patienten einer Psychotherapie bestätigen gegenüber Forschern, dass die Einnahme von CBD-Öl oder CBD-Blätter bei der Angstbewältigung unterstützend sind. Ihre Wirkung soll sich wohltuend auf das Befinden auswirken. Bisher gibt es dazu nur unzureichende Daten, um abschließend CBD als therapeutisches Medikament zuzulassen.

CBD hat offensichtlich einen positiven Einfluss auf das aggressive Verhalten von Menschen nach derzeitigen Erkenntnissen. Das Rauchen der CBD-Blätter soll dazu führen, dass Menschen sich entspannter fühlen, ohne dabei ihre kognitiven Fähigkeiten zu beeinträchtigen.

Nebenwirkungen von CBD

Obwohl es sich bei CBD um ein natürliches Extrakt handelt, treten bei einigen Konsumenten Nebenwirkungen auf. Das sind unter anderem

  • Orientierungslosigkeit
  • Infektionen

Nebenwirkungen treten mit seltener bis mittlerer Häufigkeit auf. Sie sind von verschiedenen Faktoren in Kombination mit der Einnahme von Medikamenten abhängig. Auch unbekannte oder bekannte Krankheiten können die Ursache für auftretende Nebenwirkungen sein. Genaueres dazu ist vom behandelnden Arzt abklären zu lassen, sollte eine oder mehrere Nebenwirkungen auftreten.

CBD ist ein natürlich gewonnenes Mittel, welches zur Behandlung weniger Krankheiten eingesetzt wird. Weitere Einsatzgebiete sollen folgen.

CBD-Produkte kaufen

Verbraucher, die CBD-Produkte kaufen möchten, fühlen sich oft einer unsicheren Rechtslage ausgesetzt. CBD-Produkte, die in Deutschland legal verkauft werden, unterliegen den staatlichen Bestimmungen. Ihr Extrakt darf ohne Rezept nur in alltäglichen Produkten enthalten sein. Zu denen auch Kosmetika wie Seife, Shampoo oder Gesichtswasser gehören.

In solchen Produkten darf kein THC enthalten sein. THC ist eine sinnesverändernde Substanz, die das Handlungsvermögen extrem beeinträchtigt und damit auch die persönliche Entscheidungsgewalt. In Deutschland darf in bestimmten Produkten wie CBD-Zigaretten THC mit einer Menge von 0,2 Prozent enthalten sein. In der Schweiz ist bis zu 1,0 Prozent zulässig.

Produkte mit einem so hohen THC-Gehalt dürfen nicht in Deutschland eingeführt werden. Deshalb müssen Verbraucher immer darauf achten, CBD-Produkte von zertifizierten deutschen Shops zu erhalten.

Dieser Artikel wurde unter Maßgabe der naturwissenschaftlichen Fachliteratur und fundierter empirischer Quellen verfasst.
Qualitätssicherung durch: Dipl.-Biol. Elke Löbel
Letzte Aktualisierung am: 3. November 2022

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