Unterleibsschmerzen (Unterbauchschmerzen)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Februar 2015
Gesundpedia.deSymptome Unterleibsschmerzen (Unterbauchschmerzen)

Unterleibsschmerzen (Unterbauchschmerzen ) können sowohl bei Männern, als auch bei Frauen auftreten. Je nach Art der Schmerzen können sie auf bestimmte Erkrankungen zurückgeführt werden. Unterleibsschmerzen können ein Hinweis auf Harn- oder Darmkrankheiten sein. Bei Frauen können gynäkologische Beschwerden Unterleibsschmerzen auslösen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Unterleibsschmerzen (Unterbauchschmerzen)?

Unterleibsschmerzen können Begleitsymptome vieler Erkrankungen sein. Deshalb ist die Diagnose oftmals schwierig. Unterbauchschmerzen können akut oder auch chronisch auftreten. Akute Unterleibsschmerzen beginnen meist plötzlich. Die Intensität nimmt rasch zu.

Diese Unterbauchschmerzen sind in der Regel nur von kurzer Dauer. Chronische Unterleibsschmerzen treten kontinuierlich auf. Manchmal können die Schmerzen eine Schmerzspirale auslösen und sind damit ein langwieriges Problem, welches auch Syndrom der chronischen Unterleibsschmerzen genannt wird.

Ursachen

Die Ursachen von Unterleibsschmerzen können sehr vielfältig sein. Bei den akuten Unterleibsschmerzen werden drei Gruppen unterschieden.

Akute, nicht zyklische Unterbauchschmerzen und akute zyklische Unterleibsschmerzen haben gynäkologische Ursachen.

Akute, nicht zyklische Schmerzen können aufgrund von Eileiterschwangerschaften, drohenden Aborten, Eierstockzysten, Myomen oder Eierstockentzündungen ausgelöst werden.

Akute zyklische Unterbauchschmerzen treten in Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus auf.

Treten die Schmerzen zusammen mit der Menstruationsblutung auf, wird die Erkrankung Dysmenorrhoe genannt.

Als Mittelschmerz werden akute zyklische Unterleibsschmerzen bezeichnet, wenn die Symptome in der Zyklusmitte, zum Zeitpunkt des Eisprungs, auftreten. Darüber hinaus gibt es akute Unterleibsschmerzen ohne gynäkologische Ursachen, die bei Männern und Frauen auftreten können. Es gibt verschiedene Ursachen für diese Schmerzen. So können Blinddarmentzündungen oder andere Entzündungen und Funktionsstörungen des Darms die Schmerzen auslösen.

Auch Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen, sowie Nierensteine können akute Unterleibsschmerzen auslösen. Chronische Unterbauchschmerzen können vielfältige Ursachen haben. So können innere Verwachsungen, Infektionen, verschiedene Darmprobleme oder Probleme der harnableitenden Wege die Schmerzen auslösen. Aber auch Veränderungen an der Wirbelsäule können chronische Unterleibsschmerzen verursachen.

Diagnose und Verlauf

So vielfältig wie die Ursachen von Unterleibsschmerzen sein können, so vielfältig sind auch die Maßnahmen und Methoden zur Diagnosestellung. Bei akuten Unterbauchschmerzen ist eine schnelle Diagnose sehr wichtig, damit, je nach Ursache, auch lebensbedrohliche Gefahren schnell behandelt werden können. Eine gründliche und umfassende klinische Untersuchung der Patienten ist zur Diagnosefindung unerlässlich. Dazu gehören auch Blutuntersuchungen und Ultraschalluntersuchung. In manchen Fällen wird auch eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) durchgeführt. Auch die Krankengeschichte der Patienten kann für den Arzt aufschlussreich sein. Sind gynäkologische Ursachen nicht auszuschließen, sind gynäkologische Untersuchungen zur Diagnosefindung notwendig.

Der Verlauf der Beschwerden hängt stark von den Ursachen ab. Bei akuten Unterleibsschmerzen lassen sich meist durch entsprechende Behandlungen die Schmerzen lindern und die Ursachen beheben. Bei chronischen Unterleibsschmerzen ist die Diagnosefindung häufig schwierig und der Krankheitsverlauf sehr langwierig.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Unterleibsschmerzen hängt immer von der Ursache ab. Prinzipiell wird zwischen konservativen und operativen Maßnahmen unterschieden. In vielen Fällen ist eine konservative Behandlung mit Medikamenten möglich.

Dabei gilt es zum einen die akuten Schmerzen zu behandeln und zum anderen ursächliche Erkrankung zu therapieren. Gerade bei gynäkologischen Ursachen ist oftmals eine operative Behandlung notwendig.

In vielen Fällen ist dann eine laparoskopische Operation möglich. Bei einer Blinddarmentzündung ist eine schnelle operative Behandlung erforderlich. Darmerkrankungen oder Erkrankungen im Bereich der harnableitenden Wege werden krankheitsspezifisch behandelt.

Die Behandlung von chronischen Unterleibsschmerzen ist häufig sehr langwierig. Oftmals steht in diesen Fällen keine eindeutige Diagnose fest und/oder die Betroffenen sind bereits einmal oder mehrfach operiert worden. In diesen Fällen ist manchmal die Behandlung in einem Schmerzzentrum unerlässlich.

In einem Schmerzzentrum versuchen Schmerztherapeuten, Psychologen und Internisten gemeinsam die Ursachen der Schmerzen zu finden und die Unterleibsschmerzen zu lindern.

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Vorbeugung

Bei akut zyklischen Unterleibsschmerzen können kurz vor dem erwarteten Zeitpunkt der Schmerzen bereits Schmerzmittel eingenommen werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung kann verschiedenen Darmerkrankungen entgegenwirken und damit unangenehme Unterbauchschmerzen verhindern. Bei einigen Ursachen, wie zum Beispiel einer Blinddarmentzündung gibt es keine vorbeugenden Maßnahmen gegen die Unterleibsschmerzen.

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