Schnittwunde

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. September 2016
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Eine Schnittwunde wird in der modernen Gesellschaft nicht selten als ein erstes Anzeichen auf eine psychische Grunderkrankung angesehen. Grundsätzlich ist jedoch nicht immer ein selbstverletzendes Verhalten für das Auftreten einer Schnittwunde verantwortlich. So kann eine Schnittwunde auch auf einem Unfall basieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schnittwunde?

Bei einer Schnittwunde handelt es sich um eine Verletzung der Haut. Die Verletzung der Haut wird in den meisten Fällen im Rahmen einer mechanischen Vorgehensweise verursacht. Da eine Schnittwunde möglichst schnell behandelt werden muss, sollte der Aspekt der Ursachenforschung nicht vernachlässigt werden.

In den meisten Fällen geht eine Schnittwunde mit einer klinischen Symptomatik einher. Im Rahmen einer näheren Betrachtung werden zunächst einmal glatte Ränder sichtbar. Die Ränder einer Schnittwunde liegen sehr weit auseinander. Hieraus resultierend lässt sich bei den betroffenen Patienten nicht selten eine sehr starke Blutung feststellen.

Ursachen

Eine Schnittwunde basiert in erster Linie auf einer massiven Gewalteinwirkung. Im Rahmen der Gewalteinwirkung wird der Körper der betroffenen Personen mit einem scharfen Gegenstand in Kontakt gebracht. So kann eine Schnittwunde beispielsweise als das Resultat eines Angriffs mit einem Messer in Erscheinung treten.

Oftmals kann eine Schnittwunde auch im alltäglichen Leben verursacht werden. Besonders deutlich wird diese Tatsache am Beispiel der Hausarbeit. Neben Scheren werden vor allem Dosenöffner als eine potenzielle Gefahrenquelle im Haushalt angesehen. In der modernen Medizin wird eine Schnittwunde oftmals im Rahmen einer Operation verursacht.

Für das Auftreten einer Schnittwunde ist jedoch nicht immer ein Unfall verantwortlich. Aus diesem Grund sollte der Einfluss von psychischen Grunderkrankungen nicht vernachlässigt werden. Gemäß den Aussagen von führenden Medizinern treten Schnittwunden vor allem im Rahmen von Persönlichkeitsstörungen in Erscheinung. Somit wird beispielsweise das Borderline-Syndrom als eine der häufigsten Ursachen für eine Schnittwunde angesehen.

Symptome und Verlauf

Die subjektiv empfundenen Schmerzen einer Schnittwunde stehen grundsätzlich in einer starken Abhängigkeit zu der Tiefe einer Schnittwunde. Sofern im Rahmen einer Schnittverletzung nur die obersten Schichten der Haut verletzt wurden, wird von den betroffenen Personen ein relativ geringer Schmerz empfunden. Erst wenn ein scharfer Gegenstand die unteren Schichten der Haut verletzt hat, wird der Schmerz von den betroffenen Patienten als äußerst unangenehm beschrieben. Sollte eine Schnittwunde auch Muskeln oder Nerven betreffen, kann es zu spürbaren Lähmungen im betroffenen Areal kommen.

Diagnose

Die Diagnose einer Schnittwunde erweist sich in den meisten Fällen als relativ einfach. So kann eine Schnittwunde oftmals bereits auf den ersten Blick erkannt werden. Resultierend aus der einzigartigen Form kann eine Schnittwunde darüber hinaus besonders leicht von anderen Formen der Hautverletzung abgegrenzt werden. Für die Erstellung eines geeigneten Therapieplans ist jedoch eine genauere Untersuchung der Schnittwunde von wesentlicher Bedeutung. Nur so kann der behandelnde Arzt das Ausmaß der Verletzung erkennen. Gleichzeitig kann die Schnittwunde von möglichen Schmutzpartikeln gesäubert werden.

Behandlung und Therapie

Im Anschluss an die Erstellung einer ausführlichen Diagnose sollte eine Schnittwunde möglichst schnell behandelt werden. Wie bereits erwähnt, steht eine Säuberung der Wunde grundsätzlich im Vordergrund. Sofern es sich um eine oberflächliche Verletzung der Haut handelt, kann die Schnittwunde mit einem handelsüblichen Pflaster abgedeckt werden. Damit das Risiko einer Infektion möglichst gering gehalten wird, empfiehlt sich ein regelmäßiger Austausch der verwendeten Pflaster.

Sollte es dennoch zu einer Infektion kommen, muss eine Behandlung mit einer antibiotischen Salbe in Angriff genommen werden. Eine unbehandelte Infektion führt in den meisten Fällen zu einer mitunter lebensbedrohlichen Blutvergiftung. Alternativ zu den bereits erwähnten Behandlungsmethoden kann auch ein operativer Verschluss von einer Schnittwunde durchgeführt werden.

Ein operativer Verschluss von einer Schnittwunde empfiehlt sich jedoch nur dann, wenn die untersten Schichten der Haut verletzt wurden. So müssen beispielsweise auch die verletzten Sehnen im Rahmen eines operativen Eingriffs behandelt werden. Die Durchführung einer Tetanusimpfung ist ebenfalls ratsam. Bis eine Schnittwunde vollständig verheilt ist, müssen die angelegten Verbände regelmäßig gewechselt werden.



Nachbehandlung (Wundheilung)

Darüber hinaus wird eine Schnittwunde im Rahmen der Nachbehandlung immer wieder mit speziellen Tinkturen sauber gehalten. Oftmals treten jedoch unschöne Narben als das Resultat einer Schnittverletzung in Erscheinung. Diese Narben können in den meisten Fällen verhindert werden. Zur Vorbeugung von Narben werden seitens des behandelnden Arztes nicht selten spezielle Salben verschrieben.

Da sich eine Schnittwunde unbehandelt entzünden kann, wird vor allem dem Aspekt der Vorbeugung besonders viel Aufmerksamkeit beigemessen. Damit es gar nicht erst zu einer Schnittwunde kommt, empfiehlt sich die Einhaltung einer wesentlichen Grundregel. Durch ein umsichtiges Verhalten können potenzielle Gefahrenquellen relativ schnell erkannt werden. Das Auftreten einer Schnittwunde kann auch durch die Verwendung einer Schutzausrüstung verhindert werden.

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