Polypen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. Februar 2015
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Polypen sind Gewebeveränderungen, die nicht unterschätzt werden sollten. Aufgrund der überwiegenden Beschwerdefreiheit gerade von Darmpolypen besteht eine besondere Gefährlichkeit dieser Polypen, im Falle einer Entartung zu Krebs zu führen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Polypen?

Gesundheitlich relevante Polypen sind abnorme Gewebeveränderungen, die sich in verschiedenen Bereichen und Organen des menschlichen Organismus ansiedeln und zu mehr oder weniger intensiven krankhaften Beeinträchtigungen führen. Aus diesem Grund spielen die Polypen in der Humanmedizin eine wichtige Rolle.

Der Begriff Polyp stammt aus dem lateinischen Sprachgebrauch und kennzeichnet eine Geschwulst. Polypen treten hauptsächlich im Schleimhautgewebe auf und können bereits im Kindesalter diagnostiziert werden können.

Sowohl als Dickdarm- als auch Nasenschleimhautpolyp treten Polypen auf. Innerhalb der Kategorie Polypen sind ganz unterschiedliche Arten und Wuchsformen bekannt, die erst nach einer histologischen Differenzierung genau eingeteilt werden können. Einige Polypen entwickeln sich zu gutartigen, andere Polypen zu bösartigen Geschwülsten.

Ursachen

Da Polypen sowohl in der Dick- und Enddarmschleimhaut als auch in der Schleimhaut des Rachens und der Nase auftreten können, kommen abweichende Ursachen infrage.

Nicht nur die Ursachen allein, sondern ebenfalls spezielle Risikofaktoren tragen dazu bei, dass sich Polypen bilden können. Neben äußeren Einflüssen bedingen auch innere Faktoren einen Wuchs von Polypen.

Diese Wucherungen, die sich durch ein variierendes Wachstum und ungleichartige Größen voneinander unterscheiden, können durch Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze sowie chronische Entzündungen hervorgerufen werden.

Darüber hinaus kommen nach neuesten wissenschaftlichen Forschungen ebenfalls schädigende Faktoren der Umwelt, eine genetische Disposition sowie verschiedenartige chemische Substanzen als Auslöser für den Wuchs von Polypen in Betracht.

Darmpolypen

Darmpolypen.

Nasenpolypen

Nasenpolypen.

Symptome und Verlauf

Beim Bestehen von Polypen insbesondere im Nasenraum zeigen die Betroffenen ganz spezifische Symptome. Neben einer beeinträchtigten Atmungsfähigkeit und Schnarchen sowie Schlafstörungen treten durch Polypen eine näselnde Sprache und ein reduziertes Vermögen zu riechen auf.

Durch die Einengung der Atemwege fallen die Betroffenen häufig dadurch auf, dass sie durch den Mund ein- und ausatmen. Dies führt bei langem unbehandeltem Verlauf dazu, dass eine zusätzliche Anforderung an die Lungen und die Bronchien entsteht. Dies kann zu Funktionseinschränkungen durch Polypen führen.

In der Regel leiden die Patienten durch die Polypen unter häufig diagnostizierten Nasennebenhöhlenentzündung]en sowie einer geringeren Leistungsfähigkeit. Handelt es sich nicht um Nasenpolypen, sondern Polypen der Rektumschleimhaut, äußern die Patienten im Bereich des Enddarms Beschwerden wie schmerzhafte Wahrnehmungen und eine Abgabe abnorm großer Mengen Enddarmschleims. Außerdem treten Durchfälle auf.

Behandlung und Therapie

Polypen werden in Abhängigkeit von ihrer Lokalisation entsprechend therapiert. Neben der klassischen schulmedizinischen Behandlung kommen insbesondere homöopathische Anwendungen in Betracht. Die Therapie bei Nasenpolypen erfolgt in Abhängigkeit von deren Beschwerden und der körperlichen Beeinträchtigung.

Die Therapie von Polypen ist daher immer individuell verschieden. Neben einer operativen Entfernung der Polypen kommen spezielle Nachbehandlungen der Nase durch Nasensprays mit Kortison und sogenannte Nasenduschen mit physiologischer Kochsalzlösung infrage.

Wenn allergische Ursachen die Auslöser für Polypen sind, erfolgt eine allergiebezogene Behandlung. Verursachen die Polypen keine Beschwerden, dann ist zunächst keine Behandlung erforderlich. Bei Polypen im Darm wird häufig eine operative Beseitigung empfohlen, da diese zu bösartigen Adenomen ausarten können.

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Vorbeugung

Um der Neuentstehung von Polypen nach einer chirurgischen Entfernung vorzubeugen, ist es sinnvoll, die speziell wirkenden Nasensprays einzusetzen und bei Nasennebenhöhlenentzündungen antibiotische Medikamente zu verwenden.

Um einen vorbeugenden Effekt gegen Polypen im Rektum zu erzielen, ist es wichtig, ab einem bestimmten Alter regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen im Zusammenhang mit Darmkrebs zu besuchen.

Darmkrebs kann aus Polypen entstehen und sich in bösartigen Geschwülsten zeigen. Eine ballaststoffreiche, gesunde und ausgewogene Ernährung sowie die Vermeidung von Obstipation tragen dazu bei, dass sich Polypen im Darm nicht bilden können. Eine Reduzierung von Übergewicht ist ebenfalls sinnvoll, um einem Wachstum von Polypen im Darm vorzubeugen.

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