Macis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Februar 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Macis

Bei der Macis, die auch als Muskatblüte bezeichnet wird, handelt es sich nicht wirklich um eine Blüte. Mit diesem Namen steht lediglich die Fruchtschale der Muskatnuss in Verbindung. Genau genommen ist es der Samenmantel, welcher die Muskatnuss umhüllt. Das Gewürz ist aromatisch und vielseitig.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Macis wissen

Der Muskatbaum stammt ursprünglich aus Indonesien. Heutzutage kommt Macis auch aus Südindien, Sri Lanka, Madagaskar, Brasilien und von der karibischen Insel Grenada nach Deutschland. Macis wurde schon vor vielen Jahrhunderten als Gewürz entdeckt. Schon im Alten Orient war es sehr begehrt. Die Araber brachten die Muskatblüte dann im 11. Jahrhundert nach Europa, wo sie schnell eine beliebte Zutat für Soßen oder für Gebäckwaren wurde.

Macis ist hinsichtlich des Geschmacks die feinere Schwester der bekannten Muskatnuss. Das ähnliche Aroma ist leicht bitter, aber viel dezenter und milder. Wer Muskat mag, wird auch Macis lieben. Die Früchte hängen an den immergrünen, wild wachsenden Muskatnussbäumen. Der Baum kann 20 Meter hoch wachsen und mehr als 100 Jahre alt werden.

Während des Reifens springen die Früchte auf, wodurch der Samen freigegeben wird. Der Samenmantel, der im frischen Zustand leuchtend rot ist, wird anschließend abgezogen und ungefähr acht Monate lang getrocknet. Dann wird er schrumpelig und kann gemahlen werden. Macis riecht angenehm feinwürzig, schmeckt ein wenig süßlich-bitter und ist im Vergleich zur eigentlichen Frucht des Baums im Geschmack feiner und dezenter.

Bedeutung für die Gesundheit

Macis wirkt in geringen Mengen verdauungsfördernd und krampflösend. Den enthaltenen ätherischen Ölen werden im Allgemeinen lindernde Eigenschaften bei verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden wie einer Übelkeit und Blähungen zugeschrieben. Zudem soll Macis das Blut flüssiger machen. Dadurch muss das Herz weniger arbeiten.

In den Ländern, in denen der Anbau der Macis erfolgt, wird das Gewürz auch wegen der antibakteriell wirkenden Öle zur äußerlichen Behandlung verwendet. Mit Wasser zum Brei vermischt soll Macis in der frisch geriebenen Form gegen entzündliche Hauterkrankungen helfen. Das ätherische Öl kann auch in Öle und Cremes eingearbeitet werden, um von der Wirkung zu profitieren.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Zu den wichtigen Inhaltsstoffen der Macis gehören rund 35 Prozent fettes Öl, Lignane, Harze sowie der Farbstoff Lycopen. Das fette Öl wird aufgrund der butterartigen Konsistenz ebenso als Muskatbutter bezeichnet. Auch rund 25 Prozent Stärke ist in Macis enthalten. Die Inhaltsstoffe, beispielsweise das ätherische Öl, fördern, vor allem nach üppigen Mahlzeiten, die Verdauung. Zudem befinden sich in Macis Ballaststoffe, das Vitamin B3 sowie Kalzium.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 500 kcal/ 2092 kj
Eiweiß 6,70 g
Kohlenhydrate 45,70 g
Fett 32,40 g
Wasser 7,28 g
Ballaststoffe 4,80 g
Beta-Carotin 480 µg
Vitamin B3 1350 µg

Unverträglichkeiten

Macis sollte in Maßen dosiert werden, denn das Gewürz wirkt in größeren Mengen wie ein Rauschmittel. Der Grund hierfür sind die enthaltenen Phenylpropanderivate Myristicin, Safrol und Elemicin, die zu Stoffen umgebaut werden, welche beispielsweise Halluzinationen hervorrufen können. Zudem wirken die im Öl enthaltenen Bestandteile in höheren Dosen lebertoxisch. Für Schwangere ist Macis nicht geeignet, da das Gewürz menstruationsfördernd wirkt.

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Einkaufs- und Küchentipps

Das Gewürz Macis wird in den Supermärkten und in Bioläden meist bereits gemahlen angeboten. In machen Asiahops sind auch die recht harten Macisstücke erhältlich, die vor der Zubereitung des entsprechenden Rezeptes im Mörser oder Hacker gemahlen werden können. Die Lagerung des Gewürzes sollte dunkel, kühl, trocken und luftdicht erfolgen, denn dann behält das gemahlene Macis mehrere Monate lang das Aroma.

Grundsätzlich gilt, dass Macis die Muskatnuss ersetzen kann, andersherum funktioniert dies allerdings nicht. Macis schmeckt aromatisch, warm und würzig, etwas dezenter als die Muskatnuss. Das zu Pulver gemahlene Macis wird sparsam verwendet.

Zubereitungstipps

Macis kann mitgekocht werden, zum Beispiel in einem Eintopf oder einer Suppe. Nach der Garzeit wird es wieder entfernt. Die Macisblüte kann auch gemahlen und kurz vor dem Ende der Garzeit hinzugefügt werden. Es ist ein gutes Gewürz für einen Kartoffelpüree sowie für Reis-, Kohl- und Wildgerichte mit Klößen. Ein Klassiker ist Macis auch in der Béchamel-Sauce und der beliebten Sauce Hollondaise. Auch zu Süßspeisen wie Puddings, Cremes, Kompott und Fruchtgelees passt Macis gut.

Das Gewürz sollte jedoch stets nur sparsam verwendet werden. Klassischerweise wird Macis auch bei der Herstellung von Lebkuchen, Pfefferkuchen und Punsch verwendet. Grundsätzlich gilt: Alles, was mit der Muskatnuss schmeckt, gewinnt durch Macis ebenso mehr Geschmack, sodass Parallelen gezogen werden können, auch wenn ein kleiner, aber feiner Unterschied bei den Rezepten entsteht, den Kenner sofort feststellen.

Aufgrund des Aromas, das im Vergleich zur Muskatnuss dezenter ist, können damit auch feinere Gerichte gewürzt werden, für welche die Muskatnuss eher zu dominant wäre.

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