Kalte Extremitäten

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. Mai 2016
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Fast jeder Mensch kennt dieses Problem! Kalte Füße und Hände sind für viele Menschen dabei nicht nur unangenehm. Auch schwere Erkrankungen können dieses Leiden auslösen. Ursache und Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und auch eine Vorbeugung von kalten Extremitäten wird heute immer wichtiger.

Inhaltsverzeichnis

Was sind kalte Extremitäten?

Als kalte Extremitäten werden vor allem kalte Hände und kalte Füße bezeichnet. Aber auch kalte Arme und Beine gehören auf Grund der anatomischen Nähe hierzu. Vor allem im Winter leiden die betroffenen Personen unter den kalten Extremitäten, die manchmal auch starke Schmerzen bereiten können.

Dies ist besonders beim Aufwärmen der Körperteile der Fall. Dabei leiden Frauen wesentlich häufiger als Männer unter den kalten Extremitäten, hinter denen auch schwere Grunderkrankungen, wie zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse, stecken können.

Ursache

Es gibt viele Ursachen die kalte Extremitäten auslösen können. Meist spielt hier ein zu niedriger Blutdruck eine entscheidende Rolle. Besonders bei kalten Füßen gilt ein Venenleiden als häufigste Ursache. Daneben ist die eher harmlose Ursache von niedrigen Temperaturen vor allem im Winter zu beachten. Auf Grund von einem Mangel an Bewegung kann die Bildung von kalten Extremitäten zusätzlich unterstützt werden. Vor allem bei den Hände spielt auch die Psyche der betroffenen Person eine große Rolle.

Zudem kann auch ein gestörter Mineraliengehalt ursächlich für kalte Extremitäten sein. Zudem begünstigt Stress immer mehr diese Erkrankung in der heutigen Zeit. Aber auch schwere Erkrankungen können das Leiden auslösen. Dies sind zum Beispiel eine Gehirnhautentzündung oder auch eine Unterfunktion der Schilddrüse. Daher ist ein Besuch beim Arzt bei langanhaltenden Beschwerden der kalten Extremitäten unumgänglich.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Für die Diagnose von kalten Extremitäten wird der behandelnde Arzt zunächst ein ausführliches Gespräch mit den Patienten führen. In diesem werden die Symptome und die Vorerkrankungen abgeklärt. Die kalten Extremitäten beruhen meist auf einen zu niedrigen Blutdruck der jeweiligen Person. Aus diesem Grund erfolgt zunächst eine Messung und kann schon eine sichere Diagnose bieten. Des Weiteren wird der behandelnde Arzt sich die kalten Extremitäten genau angucken. Mögliche Verfärbungen oder Schwellungen können dem Mediziner bei der Findung der Diagnose helfen.

Besonders bei kalten Händen kann die Psyche eine Rolle spielen. Hier wird häufig eine Überweisung an einen Psychologen nach der körperlichen Untersuchung stattfinden. Zudem kann eine Ultraschalluntersuchung Aufschluss bringen. Gleichzeitig wird meist mit Hilfe einer Entnahme von Blut der Gehalt an Mineralstoffen im Körper geprüft.

Je nach Grunderkrankungen können weiter spezielle Verfahren der Diagnose stattfinden. Der Verlauf von kalten Extremitäten ist grundsätzlich folgenlos. Nur bei schweren Grunderkrankungen können auch die kalten Extremitäten schwere Folgen, wie zum Beispiel das Absterben bestimmter Gliedmaßen, mit sich bringen.

Behandlung

Bei kalten Extremitäten richtet sich die Behandlung nach der jeweiligen Ursache. Wenn die kalten Füße durch eine Thrombose ausgelöst werden, hilft es zunächst diese Grunderkrankung zu behandeln. Wenn diese durch ein Medikament aufgelöst wird, gelangt wieder genug Blut in die Füße und sorgt für eine normale Temperatur. Sind als Ursache für die kalten Extremitäten hingen die Erkrankung an Diabetes oder an einer Arterienverkalkung verantwortlich, so kann dies ebenfalls mit der Einnahme von Medikamenten oder Insulin behoben werden.

Bei kalten Händen kann die Ursache zudem in einer psychischen Störung liegen. Hier hilft meist nur ein gründliches Aufarbeiten der Gründe mit Hilfe eines Psychologen. Ein zu niedriger Blutdruck wird hingegen durch die Einnahme von speziellen Medikamenten behoben. Des Weiteren kann bei kalten Extremitäten ein regelmäßiges Gefäßtraining bei beiden Formen helfen.

Bei kalten Füßen kann zudem auf Wechselbäder zurückgegriffen oder durch Wassertreten die Durchblutung gefördert werden. In fast allen größeren Städten werden spezielle Informationsveranstaltungen zu diesem Thema gehalten. Auch ein gemeinsamer Besuch einer Kneippkur ist in solchen Gruppen möglich. Je nach der Schwere der Beschwerden können andere Methoden der Behandlung zur Anwendung kommen, um eine Abhilfe bei kalten Extremitäten zu schaffen.



Vorbeugung

Kalten Extremitäten kann man sehr gut vorbeugen. Bei kalten Füßen, die zum Beispiel durch eine Thrombose oder einem Leiden der Venen ausgelöst werden, empfiehlt sich das Tragen von sogenannten Kompressionsstrümpfen. Zudem kann eine tägliche sportliche Betätigung den Blutkreislauf in Schwung bringen und verhindern, dass es zu kalten Extremitäten kommt.

Speziell für kalte Hände empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen. Zudem sollten windige Stellen gemieden werden. Auch eine spezielle Gymnastik kann hier helfen. Bei regelmäßiger Anwendung können die kalten Extremitäten gut vorgebeugt werden.

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