Hausmittel gegen Ekzeme

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. April 2015
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Ein Ekzem ist ein Sammelbegriff für entzündliche Hauterkrankungen. Ekzeme sind nicht ansteckend und es ist die oberste Hautschicht betroffen. Sie können durch äußere und innere Faktoren entstehen und chronisch oder akut auftreten. Gegen das lästige Jucken gibt es verschiedene Hausmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Ekzeme?

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Medikamente gegen: Juckreiz

  • Wer an einem Ekzem leidet, sollte nicht allzu viel Zeit unter der Dusche oder in der Badewanne verbringen (höchstens 10 Minuten). Denn Ekzeme verschlimmern sich bei trockener Haut und zu häufiges Waschen reduziert den natürlichen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut.
  • Nach dem Bad sollte die Haut und besonders das Ekzem mit einer dickflüssigen, gut haftenden Creme eingeschmiert werden. Cremes auf Wasserbasis sind weniger geeignet. Es kann sogar Vaseline oder feste Kochmargarine verwendet werden.
  • Viele Betroffene kratzen sich in der Nacht. Um das Ekzem nicht zu verschlimmern, ist es sehr hilfreich sich dünne Baumwollhandschuhe oder Socken in der Nacht über zuziehen.
  • Lebensmittelallergien spielen bei Ekzemen sehr oft eine Rolle. Viele bekommen nur aufgrund einer Allergie eine Juckflechte. Bei Kindern sollte eine Zeit lang auf Nahrungsmittel wie Eier, Milch, Nüsse und Orangensaft verzichtet werden, da diese oft zu Hautproblemen führen. Bei Erwachsenen auf Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Weizen, Gerste, Eier und Fruchtsäfte. Dadurch kann festgestellt werden, ob die Ekzeme durch eine Lebensmittelallergie entstanden sind.

Schnelle Hilfe bei Ekzemen (Juckflechten)

  • Ein Waschlappen, der in eiskalte Milch getaucht wurde hilft Wunder auf der juckenden Stelle des Ekzems. Diese Behandlung kann mehrmals am Tag durchgeführt werden.
  • Wenn sich das Ekzem an einer Stelle befindet, die immer gut zu erreichen ist, kann es sehr hilfreich sein ein Pflaster auf die betroffene Stelle zu kleben. So wird das Kratzen vermieden. Außerdem sollten Betroffene darauf achten, dass die Fingernägel kurz sind, um den Hautschaden möglichst gering zu halten.
  • Wer oft an Ekzemen leidet, sollte auf möglichst wenig Kontakt mit Hausstaubmilben und Tierhaaren achten. Das Schlafzimmer und besonders bei Kindern das Kinderzimmer muss staubfrei gehalten werden.

Rezeptfreie Medikamente gegen Ekzeme


Alternative Heilmittel

  • Eine gesunde Ernährung ist wichtig für eine gesunde, starke Haut. Es sollte darauf geachtet werden viele Nahrungsmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, zu sich zu nehmen. Besonders Avocados, Walnüsse, Leinöl, Lachs, Makrele und Thunfisch enthalten einige dieser Fettsäuren, welche bei Ekzemen helfen, da sie die Entzündung und auch allergische Reaktionen abschwächen.

  • Es gibt verschiedene alternative Heilkräuter, die bei Ekzemen helfen. Ballonrebe, Borretsch und bitter-süßer Nachtschatten haben bei Studien besonders gut abgeschnitten. Es gibt diese Heilkräuter in Form von Salben, Tinkturen oder Cremes, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Bei Borretsch setzt die Wirkung erst nach 5-12 Wochen ein.
  • Ein weiteres Heilkraut gegen Ekzeme zur Selbstheilung ist das Nachtkerzenöl. Dieses alternative Heilmittel wird in Form von Kapseln eingenommen. Kinder unter 12 Jahren nehmen 2-4 g und Erwachsene 4-6 g pro Tag auf zwei Einnahmen verteilt ein. Auch bei Nachtkerzenöl ist die Wirkung um mehrere Wochen verzögert.
  • Vitamin E ist gut gegen trockene Haut und Juckreiz, welches die Hauptsymptome bei Ekzemen sind. Besonders viel von diesem Vitamin ist in Weizenkeimen, Pflanzenöl und Samen enthalten. Täglich sollten bis zu 250 mg dieses Vitamins eingenommen werden. Wer blutverdünnende Medikamente zu sich nimmt, sollte Vitamin E Präparate nicht ohne ärztliches Einverständnis einnehmen.

Weitere Informationen sind unter Ekzeme zu finden. Wenn das Ekzem Zeichen einer Infektion wie zum Beispiel Eiter, starke Schmerzen, Schwellungen, rote Streifen auf der Haut oder sogar Fieber aufweist, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Steffi kommentierte am 12.01.2016 um 16:46 Uhr

Ich nehme seit ca. 3 Monaten Cortison, sowie nach und nach ein verschiedenes Produkt. Keines will helfen. Außerdem verwende ich zum Eincremen die empfohlene Creme von Avene und von La Roche Lipicar. Zusätzlich habe ich jetzt beim Hautarzt mit einer Lichttherapie begonnen. Leider lässt der Erfolg auf sich warten.Was könnte ich anwenden, um das lästige Ekzem endlich loszuwerden? Wäre sehr dankbar für Ratschläge.