Fibrom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. Juli 2015
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Ein Fibrom ist ein gutartiger, meist verfärbter Wuchs im Haut- oder Bindegewebe. Es ist in den meisten Fällen ungefährlich und kann entfernt werden, wenn es stört, schmerzt oder aus kosmetischen Gründen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Fibrom?

Ein Fibrom ist ein gutartiger, tumor-ähnlicher Wuchs im fibrösen Gewebe oder im Bindegewebe. Die Art von Wuchs bildet sich bei Aufkommen von unkontrollierten Zellwuchs. Die Ursachen sind meist unersichtlich, in einigen Fälle jedoch sind Fibrome Folgen von Verletzungen.

Ein Fibrom kann am ganzen Körper entstehen und benötigt in der Regel keine Behandlung oder Entfernung. Es entsteht bei beiden Geschlechtern und in allen Altersstufen. Am häufigsten sind sie jedoch bei Erwachsenen zu finden.

Ursachen

Die Ursachen für das Auftreten eines Fibroms sind nicht bekannt. Einige Forscher gehen davon aus, dass sie sich nach kleineren Unfällen und aus den resultierende Verletzungen im Hautgewebe entwickeln. Andere Formen des Fibroms haben womöglich wiederum genetische Ursachen, besonders bei Menschen mit nordeuropäischer Abstammung.

Einige Medikamente, wie Beta-Blocker, haben Auswirkungen auf das Hautgewebe und sind somit eine weitere mögliche Ursache. Auch bei den Risiken sind sich die Forscher uneinig. Doch einige mögliche Faktoren könnten sein: eine familiäre Krankengeschichte mit häufigen Aufkommen von Fibromen; kleinere Verletzungen an Füßen oder Haut aus denen Fibrome entstehen können; Vorfahren mit Abstammung aus Nordeuropa.

Symptome und Verlauf

Die Symptome für ein Fibrom sind das Auftreten kleiner Wüchse in der Haut. Dieser Wuchs reagiert bei Berührung womöglich sensibel oder verfärbt sich im Laufe der Zeit. Da das Fibrom sich von der umliegenden Haut abhebt, können Irritationen auftreten, wenn die Kleidung an der Haut reibt. Auch können Fibrome leicht beim Rasieren verletzt werden und stark bluten.

Am Fuß bildet sich ein Fibrom meist als kleiner Knoten am Spann. Dieser ist fest und eventuell schmerzhaft. Der Schmerz wird meist durch den Druck von Schuhen verursacht. Mögliche Symptome sind: eine eventuelle Verfärbung, Juckreiz, gelegentliche Sensibilität, leicht verletzbar, kleine aber deutliche Erhebung, eventuelle Vergrößerung mit der Zeit.

Fibrome sind in der Regel ungefährlich und bedürfen keiner Behandlung. Einige Wüchse nehmen jedoch so stark an Größe zu, dass sie einer Operation bedürfen. Insbesondere wenn sie heftige Schmerzen verursachen oder stark beeinträchtigen.

Diagnose

Wenn der Arzt ein Fibrom vermutet, wird er oder sie vermutlich folgende Methoden zur Diagnose anwenden. Dazu zählen Röntgenuntersuchung, CT, MRT, Endoskopie, oder eine Biopsie. Von all diesen Methoden ist die Biopsie die effektivste, da sie dem Arzt eine direkte Analyse der betroffenen Regionen erlaubt.

Hierfür muss ein kleines Stück Hautgewebe entnommen und zur Analyse an ein Labor geschickt werden. Anschließend wird der Arzt erkennen, ob es sich lediglich um ein Firbrom handelt oder um Krebs. Leider geschehen immer wieder medizinische Irrtümer und ein Krebsgeschwür wird fälschlicherweise für ein Fibrom gehalten oder umgekehrt.

Die letztere Variante führt womöglich zu Behandlungen, die den Patienten unnötig belasten. Die erste Variante kann zu einer erschwerten späteren Behandlung des Tumors führen.

Behandlung und Therapie

Ein Fibrom im Hautgewebe ist in der Regel vollkommen harmlos und benötigt keine weitere Behandlung. Falls es dennoch zu Komplikationen kommt oder es kosmetische Beschwerden seitens des Patienten gibt, kann das Fibrom chirurgisch entfernt werden. Fibrome am Fuß sind sehr viel schwieriger zu entfernen und benötigen eine längere Behandlung.

Die Auswirkungen der Operationen können schwerwiegender werden als das Fibrom selbst. Nichtchirurgische Behandlungen sind hier die empfohlenen Varianten. Dazu zählen beispielsweise das Vereisen mit extremer Kälte oder das tragen von Einlagen oder anderer Orthesen. Die meisten Ärzte werden von invasiven Maßnahmen bei Fibromen an den Füßen abraten, da die Heilung nur sehr langsam verläuft und das Risiko hoch, dass sich andere Probleme entwickeln.

Falls es dennoch zur invasiven Behandlung kommt, gibt es folgende Methoden: das Injizieren von Kortikosteroid in das Fibrom; das chirurgische Entfernen der gesamten Aponeurosis plantaris (Sehnenplatte); das Entfernen des Fibroms (hohes Risiko der Neubildung). Auch normale Fibrome im Hautgewebe können mit extremer Kälte oder einer Operation behandelt werden. Diese Behandlungen haben in der Regel keine ernsthaften Nebenwirkungen, doch sie können in seltenen Fällen unangenehmer als das eigentliche Fibrom werden.

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Vorbeugung

Da die Ursachen von Fibromen schwer zu bestimmen sind und vieles darauf hindeutet, dass eine maßgebliche Ursache genetischer Natur ist, lässt sich ein Fibrom nur schwer vorbeugen. Fibrome, die sich im Mundbereich (bspw. das Innere der Wangen) und an den Lippen bilden, können durch Verletzungen hervorgerufen werden. Nervöse Angewohnheiten, wie das Kauen auf Lippen und Wangenfleisch, sollte daher vermieden werden. Auch eine gute Wundpflege kann das Risiko auf Fibrome verringern.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Fibrom kommentierte am 27.07.2015 um 18:30 Uhr

Ich hab ein Fibrom rechts und links in der unteren Innenlippe. Es hat sich vergrößert und ich beiße mich versehentlich schon selbst. Laut Arzt soll es weggeschnitten werden. Was ist besser? Lasern oder schneiden? Kann es wieder kommen? Wird sich die Lippe sichtbar verändern?