Feuermal

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Januar 2015
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Naevus flammus, so lautet der lateinische Name des Feuermals, welches sich durch seine stark rot-bräunliche Färbung auf der Haut bemerkbar macht. Diese Bezeichnung kann auf Laien irreführend wirken, da sie mit der Verbrennung, die durch den Kontakt mit Feuer entsteht, nichts zu tun hat. In den folgenden Abschnitten stehen Informationen zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Anomalie bereit.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Feuermal?

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Das Feuermal tritt häufig im Gesicht auf und ist bei feiner Haut stärker ausgeprägt. Es ist eine Krankheit, die aufgrund von Fehlbildungen der unteren Hautstruktur entsteht. Menschen, die mit einem Feuermal versehen sind, leiden unter vergrößerten Gefäßen, die durch ihre hohe Anzahl die rötliche Färbung des erkrankten Areals bedingen.

Diese gutartige Hautkrankheit, kann nur durch aufwendige Therapiemaßnahmen verschwinden. Sie stellt nach der Gelbsucht die häufigste Kinderkrankheit dar. Das Feuermal wird oft mit Neurodermitis verwechselt, obwohl es keine Schmerzen oder Juckreiz verursacht. Im Laufe des Lebens, kann sich das Feuermal in der Größe und Farbgebung verändern.

Ursachen von Feuermal

Eine genaue Ursache für das Auftreten des Feuermals ist bis dato noch nicht festgelegt worden. Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass die Fehlbildung im Erbgut eines Erkrankten festgehalten und an dessen Kinder weitergegeben werden kann. Fakt ist, dass das Feuermal mit dem Sturge-Weber-Syndrom und Klippel-Trénaunay-Syndrom in Verbindung steht.

Das Sturge-Weber-Syndrom geht auf eine Fehlbildung der Gefäße in der Haut und im Auge zurück. Der Augeninnendruck wird dadurch gefährdet und zwingt den Patienten zu regelmäßigen Kontrollen, da sonst grüner Star droht. Das Klippel-Trénaunay-Syndrom beschreibt die Erweiterung der Gefäße im Fettgewebe. Im Volksmund nennt man sie „Krampfadern“. Sie stellen ebenfalls keine erheblichen gesundheitlichen Risiken dar und sind lediglich unästhetisch.

Allerdings birgt das Klippel-Trénaunay-Syndrom Mutationen der Gliedmaßen. Erweiterungen können bei dieser Krankheit auch in den Knochen und in den Muskeln stattfinden. Die Wissenschaft ist bis heute dabei, eine umfassende Erklärung des Feuermals zu finden.

Symptome und Verlauf von Feuermal

Feuermale sind nichts Gefährliches. Bei der Geburt durchlaufen Neugeborene mehrere medizinische „Screenings“ bevor sie an ihre Eltern übergeben werden. Diese routinierte Untersuchungen beinhalten auch eine genaue Dokumentation jeglicher Hautanomalien, da in einigen Fällen schnell gehandelt werden muss. Ein Feuermal breitet sich in den häufigsten Fällen über das Gesicht oder im Nacken des Kindes aus. Es kann zunächst von kleiner Größe sein und sich im Laufe der ersten Lebenswochen verändern.

Werden keine kosmetischen Therapien unternommen, stellt die einzige Veränderung eine farbliche Verdunklung dar, die sich bis ins Erwachsenenalter zieht. Dies stellt, neben der Größenzunahme, die einzige Veränderung dar, die ein Feuermal ausführen kann. Es kann weder gesundheitliche Risiken entwickeln noch auf andere Körperteile übergreifen. Allerdings können nah beieinander liegende Feuermale „zusammenwachsen“.

Diagnose von Feuermal

Bei der Diagnose von Feuermalen muss der behandelnde Arzt behutsam und vorsichtig sein. Eine Fehldiagnose kann fatale Folgen haben, da eine falsche Therapie mittels Medikation zu ernsthaften Risiken und Mutationen führen kann. Ein dermatologisch geschulter Mediziner untersucht das Feuermal eindringlich und dokumentiert Farbgebung, Beschaffenheit und Größe.

Damit andere Hautkrankheiten ausgeschlossen werden können, wird mit einem Metallstab sanft auf das Areal gedrückt. Tritt Blut heraus, kann man davon ausgehen, dass es sich um ein Feuermal handelt, da die erweiterten Blutgefäße anfällig auf Druck reagieren. Weil sie unter der ersten Hautschicht liegen und kein weiterer Schutz vorliegt, kann Blut leicht an die Oberfläche treten.

Hautproben, die zur Untersuchung ins Labor geschickt werden, liefern hundertprozentige Sicherheit. Eltern eines Kindes, das einen roten Fleck am Körper aufweist, sollten Ruhe bewahren und zunächst davon ausgehen, dass es sich um eine harmlose und temporäre Veränderung in der noch sensiblen Hautschicht des Säuglings handelt. Erst ein Arzt mit fachlicher Ausbildung, kann die Diagnose naevus flammus mit Sicherheit stellen.

Behandlung von Feuermal

Wie bei allen Hautkrankheiten, die gutartiger Natur sind, kommt auch beim Feuermal der Laser als Behandlungsmöglichkeit in Frage. Sein Einsatz ist mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden und birgt wenigen Nebenwirkungen. Allerdings muss diese Prozedur ein erfahrener Mediziner durchführen, da unsachgemäße Läsionen zu Narben auf der bereits sensiblen Haut führen können.

Ein Farbstofflaser, der mit Lichtimpulsen arbeitet ist das beliebteste Utensil in der Therapie von Feuermalen. Die Behandlung erfolgt ohne Medikation und nimmt viele Jahre in Anspruch, bis ein Ergebnis erzielt werden kann, das nicht erkrankter Haut ähnelt. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist das Verschließen der feinen Blutgefäße. Der Blutfluss wird verringert und die starke Färbung des Feuermals kann gelindert werden. Die Erfolgschancen dieser Behandlungsmöglichkeit sind sehr hoch aber auch mit starken Schmerzen verbunden, was den Einsatz einer Vollnarkose unverzichtbar macht.

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Vorbeugung von Feuermal

Ein Feuermal ist ein angeborenes Übel, welches von Geburt an besteht und nicht verhindert werden kann. Die Empfindlichkeit der Haut sollte durch spezielle Cremes vor zu hoher Sonneneinstrahlung geschützt werden. Damit das Feuermal nicht verschlimmert wird, empfiehlt es sich, nicht unntötig Reibung und Druck auszuüben.

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