Erektile Dysfunktion (Erektile Impotenz)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Oktober 2015
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Die erektile Dysfunktion, erektile Impotenz oder im Volksmund einfach als Impotenz bezeichnet, ist die mangelnde Fähigkeit eines Mannes, bei psychisch-sexueller Erregung auch eine körperliche Erektion zu entwickeln. Dadurch wird das Sexualleben eingeschränkt oder gänzlich unmöglich gemacht und es entsteht auch ein psychischer Leidensdruck.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Erektile Dysfunktion (Erektile Impotenz)?

Die erektile Dysfunktion, auch als erektile Impotenz bzw. Impotenz bekannt, ist das körperliche Versagen des Mannes, auf psychische Erregung mit einer körperlichen Erektion zu reagieren.

Von erektiler Dysfunktion spricht man beispielsweise, wenn die Erektion zu schwach für den Geschlechtsverkehr ausfällt, aber auch dann, wenn sie gänzlich ausbleibt und der Mann trotz psychischer Erregung keine körperliche Reaktion zeigt. Charakteristisch ist der psychische Leidensdruck, der dadurch entsteht, dass kein normales Sexualleben mehr möglich ist.

Ursachen

Bei psychisch-sexueller Erregung schüttet der Körper des Mannes den Botenstoff cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat) aus und dieses sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße des Glieds weiten. Dadurch wird eine stärkere Durchblutung möglich und das Glied stellt sich auf.

Eine dauerhafte Erektion wäre allerdings ungesund, sodass entweder nach dem Akt oder bei Abflauen der psychischen Erregung das Enzym PDE-5 ausgeschüttet wird. Es löst das cGMP auf und sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße des Glieds wieder verengen und die Durchblutung in den Normalzustand zurückkehrt.

Bei erektiler Dysfunktion wird PDE-5 zu schnell ausgeschüttet und die Erektion löst sich dadurch zu schnell wieder auf oder hält nicht lange genug an. Ursachen für diese Entwicklung können körperlich und sogar angeboren sein, aber auch psychischer Natur sein. Seltener liegt die erektile Impotenz an einer alten Verletzung, was aber ebenfalls vorkommen kann - dann ist aber die biochemische Kette in der Regel nicht gestört.

Symptome und Verlauf

Typisches Anzeichen von erektiler Impotenz:

Die erektile Dysfunktion kann manchmal angeboren sein. In diesen Fällen bemerken Männer im Teenageralter, dass sie anders als ihre Freunde keine oder nur eine schwache Erektion entwickeln können. Wird keine körperliche Ursache erkannt, werden sie das Problem ein Leben lang haben. Bei anderen, bei denen die erektile Dysfunktion erst später auftritt, ist meist eine psychische Ursache als Auslöser erkennbar. Dann tritt die erektile Impotenz spontan auf und es ist kein Verlauf erkennbar, der Zustand stellt sich von einem Versuch auf den anderen plötzlich ein. Das Problem der erektilen Dysfunktion kann sich allerdings häufen oder es kann mal schwerer, mal leichter fallen, doch noch eine Erektion zu bekommen - je nach psychischem Auslöser und dem Umgang des Betroffenen damit.

Diagnose

Um eine erektile Dysfunktion erkennen zu können, genügt in der Regel bereits die Anamnese. Da sie häufig psychische Auslöser hat, reicht auch die einfache Befragung des Betroffenen, um die Ursache zu erkennen und eine Lösung für sie zu erarbeiten. Schwieriger dagegen wird es, wenn sich die erektile Impotenz ohne psychische Ursache entwickelt hat oder ein Leben lang besteht, denn dann sollte neben der Diagnose des Zustandes untersucht werden, warum sie sich entwickeln konnte. An die Diagnose schließt sich also noch die Erkennung einer körperlichen Ursache an, da diese Behandlungsbedarf haben und auch zur Besserung der erektilen Dysfunktion führen kann.

Behandlung und Therapie

Die meisten Fälle der erektilen Dysfunktion lassen sich medikamentös mit sogenannten PDE-5-Hemmern behandeln. Dies sind Medikamente, die das Enzym PDE-5 so lange in seiner Wirkung unterdrücken, dass ein normales Liebesleben wieder möglich wird. Häufig löst sich das Problem damit bereits.

Liegt die erektile Impotenz dagegen an den Nachwirkungen einer alten Verletzung, kann ein Medikament direkt injiziert werden, um eine Erektion zu ermöglichen. Parallel zur medikamentösen Behandlung sollte aber auch die Ursache der erektilen Impotenz behandelt werden, um das Problem dauerhaft zu lösen.

Psychischer Stress kann so sporadisch sein, dass es genügt, medikamentös zu behandeln - es sei denn, die Impotenz tritt deswegen immer wieder auf und es wäre erforderlich, einen gesünderen Umgang damit zu erlernen.

Körperliche Ursachen wie Bluthochdruck, die zur erektilen Dysfunktion führen können, sollten ebenfalls behandelt werden, da gerade dieses Beispiel schwerwiegende Langzeitfolgen haben könnte. In diesen Fällen darf die Behandlung nicht ausschließlich aus dem PDE-5-Hemmer bestehen.

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Vorbeugung

Einer erektilen Impotenz kann man nur dann vorbeugen, wenn man erkannt hat, wann man zu ihr neigt. Manche Männer reagieren auf starken, wiederkehrenden beruflichen Stress auf diese Weise, anderen reicht schon ein Streit in der Partnerschaft - die Muster sind unterschiedlich, wenn es sie denn gibt.

Generell hilft es, eine gesunde Methode zu entwickeln, mit Stress umzugehen, da dann auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit körperliche Folgen einer niedrigen Stressresistenz auftreten werden und es seltener zu einer erektilen Dysfunktion kommen würde. Auch manche PDE-5-Hemmer haben eine Langzeitwirkung und können bei länger bestehender Erkrankung vorbeugende Auswirkungen haben.

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