Ellenbogenbruch

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Januar 2015
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Bei einer Fraktur des Ellenbogens (Ellenbogenbruch) bricht dieser an der Oberkante des Ellenkochens. Hier setzt die Trizepssehne an. Eine weitere Form der Fraktur ist die Olekranonfraktur. Die Ursachen sind im Regelfall ein Trauma; die Therapie erfolgt oftmals operativ.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Ellenbogenbruch (Ellenbogenfraktur)?

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Entsteht eine Olekranonfraktur, besteht ein Bruch des Olecranon. Hier bricht die ellenbogenseitige am Ende der Elle. Am Ende der Elle befindet das Ellenbogengelenk.

Dieses Gelenk setzt sich aus Speiche und Elle - den Unterarmknochen - zusammen. Dies ist gleichzeitig der Unterteil des Oberarmknochens. Der Trizepsmuskel ist für die Kraft zuständig, die bei der Arm-Streck-Muskulatur durch den Menschen Verwendung findet.

Ursachen

Die Ursachen einer Ellenbogenfraktur sind unterschiedlich. In erster Linie ist jedoch das direkte Trauma an der Fraktur verantwortlich. Das bedeutet, dass ein Sturz auf die Seite oder nach hinten - der direkt am Ellenbogen oder auf dem ausgestreckten Arm - endet, sehr wohl eine Fraktur des Ellenbogens mit sich bringt.

Das liegt daran, weil das Ellenbogengelenk die schwächste Stelle ist, welche jedoch die intensive Kraft des Sturzes auffängt. Somit kann die Kraft beim Aufprall - in Verbindung mit dem schwachen Gelenk - mechanisch dazu führen, dass der Ellenbogen bricht. Es muss jedoch nicht immer ein Sturz der Auslöser sein. Auch ein intensiver Schlag mit einem harten Gegenstand verursacht eine Fraktur.

Weiterhin sind Spontanfrakturen möglich. Spontanfrakturen oder auch pathologische Frakturen des Ellenbogens sind jedoch sehr selten und kaum möglich. Eine weitere Möglichkeit ist eine erhöhte Belastung, welche mitunter eine Fraktur auslöst. Die Fraktur tritt dann auf, wenn das "Gelenk müde" ist. Vor allem Patienten, die an der Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta), Osteoporose oder auch Knochentumoren mit Metastasen leiden, sind von "Ermüdungsbrüchen" betroffen.

Diagnose und Verlauf

Die typischen Symptome einer Ellenbogenfraktur sind starke Schmerzen des Arms sowie auch Knochenschmerzen. Ebenfalls kann der Patient den Ellenbogen nicht mehr strecken. Des Weiteren tritt ein Bluterguss auf; der Ellenbogen schwillt stark an. An der Frakturstelle treten blaue Flecken auf. Die Symptome treten nach dem Bruch auf. Die starken Schmerzen und die Bewegungsunfähigkeit des Ellenbogens deuten auf eine Fraktur hin. Ebenfalls verfärbt sich der Arm und schwillt an. Ebenfalls kann der Patient den Ellenbogen nicht mehr selbständig bewegen oder strecken.

In verschiedenen Fällen ist es möglich, dass der Patient abgebrochene Knochenstücke im Ellenbogen ertastet. Dies tritt dann auf, wenn der Knochen absplittert oder abgebrochen ist und durch die Trizepssehne bewegt wird. Bemerkt der Patient nach einem Trauma - etwa einem Sturz - Blutergüsse am Ellenbogen und verspürt starke Schmerzen, ist der Weg zum Arzt notwendig. Ebenfalls, wenn der Patient Bewegungseinschränkungen erlebt. Der Arzt muss bei der Diagnose darauf achten, dass weder Sehnen, Nerven noch Muskeln durch die Fraktur verletzt sind.

Der Arzt stellt die Diagnose mittels des Röntgengeräts. Hier erkennt der Mediziner die Bruchstelle bzw. ob es sich um einen verschobenen Bruch handelt. Der Arzt muss bei der Diagnose jedoch achten, ob es Muskelverletzungen, Sehnenverletzungen oder Nervenverletzungen vorliegen und diese gegebenenfalls mit der Fraktur gemeinsam behandeln.

Behandlung und Therapie

Wichtig ist die schnelle ärztliche Behandlung bei einer Ellenbogenfraktur. Die Entscheidung, wie schnell der Arzt aufgesucht und somit die Behandlung eintritt, ist mitunter auch für den weiteren Behandlungserfolg verantwortlich. Lässt sich der Patient Zeit, bevor er den Arzt aufsucht, ist es mit der Zeit schwerer, dass der Arzt den Ellenbogen operiert.

Spätfolgen sind - sollte der Arzt nicht relativ schnell mit der Behandlung beginnen - nicht auszuschließen. Im Endeffekt handelt es sich bei einem Ellenbogenbruch um keine äußerst komplizierte Fraktur, die Spätfolgen oder Komplikationen mit sich bringt. Jedoch klagen Patienten nach Operationen über eine reduzierte Belastbarkeit sowie einer geringeren Belastung im Sport. Vor allem Golfspieler, Tennisspieler oder Ruderer klagen immer wieder über erhebliche und spürbare Einschränkungen nach Operationen am Ellenbogen.

Trümmerbrüche oder auch mehrfach gebrochene Ellenbogen sorgen für Unregelmäßigkeiten im Gelenk. Das bedeutet, dass der Patient mitunter Jahre später unter einem höheren Gelenkverschleiß leidet und somit eine verfrühte eingeschränkte Beweglichkeit des Ellenbogens eintritt.

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit der konservativen Therapie. Bei dieser Therapiemöglichkeit wird der Ellenbogen stabil geschient bzw. eingegipst. Dies jedoch nur dann, wenn die beiden Bruchstücke nicht mehr als zwei Millimeter voneinander getrennt sind. Ein verschobener Bruch oder ein größerer Unterschied der Bruchstücke sowie mehrere Bruchstücke können mittels der konservativen Therapie nicht behandelt werden. Hier ist nur eine operative Behandlung möglich.

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Vorbeugung

Eine Vorbeugung ist im Regelfall nicht möglich. Stürze passieren immer wieder zufällig und sind nicht vorhersehbar. Grundsätzlich ist es ratsam, dass etwa bei Glatteis oder verschneiten Wegen besondere Vorsicht geboten ist. Vor allem sollte der Patient bei Stürzen darauf achten, dass er nicht mit dem ausgestreckten Arm landet. Auch Personen mit einer erhöhten Gefahr der Knochenbrüchigkeit (Glasknochen, Osteoporose) sollten die Sturzgefahr verhindern bzw. vermeiden.

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