Hausmittel gegen Splitter

Letzte Aktualisierung am 24. August 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Splitter können aus den verschiedensten Materialen wie Holz, Metall, Glas oder Dornen einer Pflanze sein. Eine Pinzette und eine sterilisierte Nadel gehören zur Standartausrüstung bei einem Splitter, doch gibt es verschiedene Hausmittel und Tipps, die ein Entfernen erleichtern.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Splitter?

  • Wenn der Splitter sich an einer Fingerspitze befindet und zu weit in der Haut versteckt ist, und nicht mit der Pinzette einfach herausgezogen werden kann, gibt es einen Trick mit einer Flasche. Hierzu wird eine Flasche mit einem engeren Flaschenhals mit nicht mehr kochendem Wasser gerade so gefüllt, dass noch etwa 1 cm Platz ist. Daraufhin wird die Fingerspitze des betroffenen Fingers in den Flaschenhals gedrückt. Die Hitze des Wassers in der Flasche wird den Splitter an die Oberfläche befördern.
  • Ein weiteres Hausmittel, wenn sich der Splitter zu tief in der Haut befindet, ist ein Pflaster mit Salizylsäure. Salizylsäure ist in Onlineapotheken erhältlich und wird auf das Pflaster (am besten ein Warzenpflaster) aufgetragen. Alle 12 Stunden sollte ein neues Pflaster verwendet werden und außerdem können die anliegenden Hautpartien zum Schutz mit Vaseline eingerieben werden. Sobald stärkere Schmerzen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Bei dieser Behandlung kann der Splitter näher an die Oberfläche rücken, sodass er mit einer Pinzette herausgezogen werden kann.

Schnelle Hilfe bei Splittern

  • Ein schneller Trick gegen Splitter der manchmal hilft, ist der Klebeband-Trick. Hierbei wird ein Streifen eines sehr starken Klebebands über die betroffene Stelle geklebt. Dann wird vorsichtig auf den Splitter gedrückt und gehofft, dass der Splitter am Klebeband hängen bleibt. Als nächstes wird das Klebeband vorsichtig wieder abgezogen. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass es in die Richtung abgezogen wird, wie der Splitter am leichtesten wieder herauskommen kann.
  • Ein weiteres Hausmittel gegen Splitter ist die Wasserbehandlung. Wenn es sich um einen Holzsplitter handelt, kann man diesen mit einem Wasserbad aufquellen lassen. Um dies zu erreichen, wird die betroffene Hautpartie dreimal am Tag für eine Viertelstunde in warmes Wasser, in welchem ein Esslöffel Bikarbonat aufgelöst wurde, getaucht. Kleine Splitter quellen bei dieser Behandlung so sehr auf, dass sie von ganz alleine heraustreten. Bei größeren Splittern kann nach einer solchen Behandlung mit einer Pinzette nachgeholfen werden.

Alternative Heilmittel

  • Ein hilfreiches Hausmittel gegen Splitter ist eine zerdrückte Banane oder ein Stück Seife. Eines von beiden wird mit Hilfe eines Pflasters auf den Splitter geklebt. Am besten wird das Pflaster über Nacht draufgelassen. Am nächsten Morgen kann der Splitter leichter entfernt werden. Alternativ kann auch eine Paste aus Bikarbonat und Wasser hergestellt und genauso aufgetragen werden.
  • Ein weiteres alternatives Heilmittel gegen Splitter ist Butter oder Öl. Schon früher wurde Speck dazu verwendet. Einfach das betroffene Hautareal eincremen. Dadurch kann der Splitter leichter herausgleiten.
  • Bei der Behandlung von Splittern muss immer unbedingt auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden! Eine Pinzette sollte vorher immer entweder mit Wundalkohol gesäubert oder aber mit Feuer abgeflammt werden. Zum Abflammen reicht es aus, wenn die Pinzette kurz über ein Streichholz gehalten wird. Anschließend sollte sie mit einem Taschentuch abgestrichen werden. Am besten ist es, die Pinzette erst abzuflammen und anschließend durch ein mit Alkohol getränktes Tuch zu ziehen.

Weitere Informationen sind unter Abszess und Blutvergiftung (Sepsis) zu finden. Üblicherweise kann ein Splitter eigenhändig entfernt werden. Doch wenn er an schwer zu erreichenden Stellen, wie beispielsweise unter dem Nagel feststeckt oder sich Anzeichen einer Infektion bemerkbar machen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Außerdem sollte überprüft werden, wie lange die letzte Tetanus-Impfung her ist, da diese nur 10 Jahre hält.

Quellen

  • Hans Konrad Biesalski, Matthias Pirlich, Stephan C. Bischoff, Arved Weimann: Ernährungsmedizin. Thieme, 5. Auflage 2017.
  • Rubin, F.: Meine besten Hausmittel: Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln. ZS Verlag GmbH, München 2016
  • Vukovic, L.: 1001 natürliche Hausmittel: für Haus und Garten, Gesundheit und Körperpflege. Dorling Kindersley Deutschland GmbH, 2017.
  • Hademar (u.a.) Bankhofer: Das große Buch der Hausmittel. München, 2003.


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