Das Wohnklima fördern - so gelingt die Herausforderung

Letzte Aktualisierung am 21. Februar 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Das Sick Building Syndrome ist ein Phänomen, das besonders häufig in Büros auftritt. Doch auch die heimischen vier Wände können dauerhaft krank machen – sowohl durch physische, als auch durch psychische Gründe. Wir haben Tipps für einfache Maßnahmen gesammelt, mit denen das Wohnklima im Handumdrehen verbessert werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Macht mich meine Umgebung psychisch krank?

Ist der Schnupfen chronisch, ist häufig eine Allergie oder eine anatomische Veränderung der Nase die Ursache. Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn es zu starken Problemen der Atmung kommt.

Wer sich dauernd unwohl fühlt, „die Nase“ häufig „voll hat“ oder schon beim Betreten des Büros Magendrücken verspürt, den belasten eventuell nicht die Schadstoffe in der Luft oder die direkte Nähe zur Klimaanlage, sondern die Arbeit selbst, der Chef oder die Kollegen. Auch in einem solchen Fall kann man sich um ein besseres Arbeits“klima“ bemühen – und wenn es dafür im schlimmsten Fall notwendig sein sollte, zu gehen.

Hat man hingegen das Gefühl, im Büro krankmachenden Substanzen ausgesetzt zu sein, sollte man sich mit dem Betriebsrat in Verbindung setzen, um nach Ursachen zu suchen und diese abstellen zu lassen. Häufig treten Symptome nach einer Veränderung in der Umgebung auf. Das macht es leichter, die Gründe zu finden.

Habe ich Schadstoffe in meiner Wohnumgebung?

Feuchtigkeit, Pollen, Staub – gegen viele Dinge in der Raumluft lässt sich etwas tun.

Etwas komplizierter kann es sich verhalten, wenn tatsächlich Giftstoffe ausgedünstet werden. Hier kann man einerseits seiner Nase vertrauen und dem Teppichkleber oder dem neuen Möbelstück auf die Spur kommen, oder man lässt die Schadstoffe in der Luft messen, was ein teures Unterfangen werden kann. Hat man jedoch einen begründeten Verdacht, dass man Giftstoffen ausgesetzt ist, sollte man in jedem Fall tätig werden. Die körperlichen Symptome können zum Beispiel

sein und sollten unbedingt ernst genommen werden. Ein Hinweis kann der Zeitpunkt des ersten Auftretens der Symptome sein – treten diese nach einem Umzug, einer Renovierung oder nach der Anschaffung neuer Möbel oder anderer Gegenstände auf, hat man eine heiße Spur, die man verfolgen kann. Häufig genügt es, die Änderung rückgängig zu machen, um sich wieder wohlzufühlen.

Was kann ich für mein Wohnklima tun?

Nicht nur zur Hause, auch im Büro lässt sich das Wohlfühlklima durch Luftreiniger signifikant verbessern. © Kzenon - Fotolia.com

Man muss keine unangenehmen Symptome haben, um etwas für sein Raumklima tun zu wollen. Noch nie haben sich Menschen so lange in geschlossenen Räumen aufgehalten, wie es in unserer Zeit der Fall ist. Umso wichtiger ist es, für ein Wohlfühlklima zu sorgen und die Umgebung so angenehm wie zu gestalten. In den eigenen vier Wänden hat man dafür alle Möglichkeiten:

  • Angenehme Farben
  • eine ansprechende Einrichtung
  • schöne Wohntextilien

machen eine Menge aus. Doch was kann man sonst noch tun?

Für die optimale Luftfeuchtigkeit sorgen

Gerade für Allergiker ist es wichtig, die Luft im Haus gründlich zu reinigen. Das regelmäßige Lüften kann in einem solchen Fall eher kontraproduktiv sein, da die allergenen Pollen mit der Luft ins Haus gelangen. Hier kann ein Luftreiniger die optimale Lösung sein. Solche Geräte eignen sich auch, um die Luft zu reinigen und zu filtern, beispielsweise von

  • Tabakrauch
  • Allergenen
  • Schimmelpilzen

Zudem können sie eingesetzt werden, um trockene Luft zu befeuchten. Auf der Seite www.haushaltstipps.net finden Interessierte einen umfangreichen Vergleich der verschiedenen Geräte und spezieller Anbieter sowie weiterführende Informationen über die Technik der Luftreinigung.

Für die optimale Luftfeuchtigkeit sorgen

Zu trockene Raumluft kann die Atemwege reizen, zu feuchte Luft begünstigt das Wachstum von Schimmelporen. Um das richtige Gleichgewicht zu finden, sollte in jedem Raum ein einfaches Hygrometer aufgestellt werden, das die Luftfeuchtigkeit ermittelt. Ist sie zu hoch, hilft kräftiges Heizen und Stoßlüften, ist sie zu niedrig, kann mit einem Zimmerbrunnen oder einem Befeuchter Abhilfe geschaffen werden.

Massives Holz schafft ein angenehmes Raumklima

Wer die Wahl hat, sollte bei der Anschaffung neuer Möbel oder dem Einbau fester Teile in Wohnung oder Haus auf unbehandeltes Massivholz setzen. Dieses lebendige Material ist Balsam in der Wohnumgebung. Es reguliert die Feuchtigkeit, kann Schadstoffe absorbieren und macht sich nicht viel aus Staub. Es „atmet“ und duftet und strahlt Wärme und Behaglichkeit aus. So tut es seinen Teil dazu, dass sich auch die Seele wohlfühlt.

Beim Bodenbelag sollte man nicht sparen

Der Bodenbelag nimmt im Raum eine vergleichsweise große Fläche ein und wird ständig mechanisch stimuliert, sodass sich eventuelle Schadstoffe und belastende Substanzen leicht lösen können. Sowohl alte als auch neue Bodenbeläge können die Quelle von Schadstoffen sein. Wer an sich Reaktionen bemerkt, sollte handeln. Ein neuer Belag sollte sorgfältig ausgewählt werden. Orientierung versprechen verschiedene Prüfsiegel und natürlich die eigene Nase. Was streng riecht, sollte nicht verlegt werden.

Zimmerpflanzen für eine schöne und grüne Umgebung

In Japan gibt es den Trend des „Waldbadens“, bei dem intensive Aufenthalte in der Natur zu mehr Gesundheit und Glück beitragen sollen. Zimmerpflanzen können eine ähnliche Wirkung haben, denn ihr Anblick beruhigt und erfreut. Zudem sorgen sie für eine bessere Luft, da sie Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Manche Pflanzen sind dafür besonders geeignet und haben zudem den Vorteil, pflegeleicht zu sein, zum Beispiel die Dieffenbachia oder die Kentia Palme. Sie benötigen weder besonders viel Licht noch eine komplizierte Pflege, sondern sind anspruchslose Hausgenossen, die mit einer erstaunlichen Wirkung auf Körper und Geist überzeugen.

Ein einfaches Rezept

Wer etwas für sein Wohnklima tun will, kann sich an ein einfaches Rezept halten: raus mit Schädlichem und rein mit Nützlichem. Das gilt auch für belastende Erinnerungen und „Geister“ der Vergangenheit. Ab und an kräftig auszumisten, sich von alten Dingen zu trennen und Raum für Luft und Neues zu schaffen, wirkt befreiend und hat eine positive Wirkung, die nicht überschätzt werden kann.


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